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Basketball-Bundesliga Frauen

06.11.2017

Herne stoppt den Höhenflug der Angels

Aleksandra Racic und ihre Mitspielerinnen kamen nach dem starken Sieg über den amtierenden Meister Wasserburg gegen Herne überhaupt nicht in Fahrt. Am Ende verzeichneten die Angels magere 46 Punkte – zu wenig für einen Sieg.

Während der Gegner aus allen Lagen trifft, läuft bei den Nördlingerinnen offensiv überhaupt nichts zusammen. Dann macht auch noch die Technik in der Halle schlapp

46 Punkte hatten die TH Wohnbau Angels in dieser Saison häufig bereits zur Halbzeit erzielt. Bei der zweiten Saison-Niederlage in Herne war dies die Ausbeute von 40 Minuten Spielzeit. Dass dieser offensive Black-Out nicht reicht um in fremder Halle Punkte mitzunehmen, ist klar. Der Herner TC gewinnt verdient nach einem furiosen ersten Viertel mit 67:46 und stürzt damit die Rieserinnen von der Tabellenspitze.

Die zu Hause gebliebenen Angels-Fans waren sauer, die „WhatsApp“-Gruppen brummten, weil der obligatorische Livestream aus Herne nicht funktionierte und man das Spiel des eigenen Teams nicht sehen konnte. Technische Probleme in der Halle verhinderten den Service, der für alle Heimteams der 1. Liga Pflicht ist. Das Herner Team dagegen hatte keinerlei technische Probleme. Sie versenkten im ersten Viertel sage und schreibe sechs Dreier aus sechs Versuchen. Die 28:13-Führung der Herner nach 10 Minuten war die logische Folge. Ärgerlich, aber noch kein Beinbruch. Man gewinnt kein Basketballspiel im ersten Viertel, schien sich Angels-Coach Bär zu sagen und schärfte seinen Mädels ein, ruhig zu bleiben. Immerhin gelang es den Rieserinnen im zweiten Durchgang, den gegnerischen Dreier-Regen abzuschirmen. Kein einziger Herner Fernwurf traf das Ziel, wohl aber Jennifer Schlotts Last-Second-Shot zur Halbzeit und da zeigte die Herner Anzeigentafel „nur noch“ zehn Punkte Differenz zwischen den Gastgebern und dem Tabellenführer aus Nördlingen. Beim 37:27 wurden die Seiten gewechselt und Hoffnung keimte auf.

Während Herne seine technischen Probleme in der Halbzeitpause in den Griff bekam, entglitten den Angels ihre spielerischen Fähigkeiten völlig. Nichts war mehr zu sehen von der Intensität, mit der man vor einer Woche noch Wasserburg niedergerungen hatte. Auf der anderen Seite spielten sich die holländisch geprägten Hernerinnen in einen Rausch und entschieden das dritte Viertel und damit frühzeitig das gesamte Match zu ihren Gunsten.

Die ungewohnte Situation, als Tabellenführer und Favorit auswärts antreten zu müssen – gegen einen hoch motivierten Gastgeber, der die Sensation witterte und herbeiführen wollte – war wohl zu viel für Schlott und Co. Wie schon bei der Auswärts-Niederlage in Heidelberg schienen die Angels die Qualitäten, die sie auf heimischem Parkett auszeichnen und stark machen, irgendwo auf der Autobahn liegen gelassen zu haben. Die Bär-Truppe ließ sich zwar nicht hängen und suchte auch im letzten Abschnitt noch nach ihrer spielerischen Klasse, doch an einen Auswärtssieg war bei weitem nicht mehr zu denken. Die Niederlage in Herne, so ärgerlich sie auch ist, ist bei weitem kein Beinbruch, dämpft jedoch die aufkeimende Euphorie nach der überraschenden Tabellenführung. Die ist erst einmal passé, wenngleich die Angels mit sechs Siegen und zwei Niederlagen nach wie vor gut dastehen. Nach der Länderspielpause mit einem spielfreien Wochenende steht allerdings gleich wieder ein ganz harter Brocken an, wenn man erneut auswärts beim Tabellennachbarn Keltern antreten muss.

In Herne spielten: Luisa Geiselsöder (4), Kim Pierre-Louis (11, 10 Rebounds), Carina Högg, Aleksandra Racic (6), Samantha Hill (11), Laura Geiselsöder, Jennifer Schlott (12, 2 Dreier), Pauline Steinmeyer und Anni Mäkitalo (2).

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