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Landkreis

22.08.2018

Kampf gegen braune Flecken auf Fußballplätzen

Karlheinz Köhnlein kümmert sich um die Plätze im Rieser Sportpark in Nördlingen. Wegen der anhaltenden Hitze arbeitet er bis zu sechs Stunden täglich daran, die Rasenplätze auf Vordermann zu bringen.
Bild: Julian Würzer

Die anhaltende Hitzewelle bereitet den Vereinen in der Region viel Arbeit, denn das Gras auf den Sportplätzen ist nahezu vertrocknet. Wie sie damit umgehen.

Welcher Fußballer würde nicht einmal gerne auf dem heiligen Rasen im Wembley Stadion in London spielen oder in der Münchner Allianz Arena. Das Gras ist auf den Millimeter genau geschnitten, der Ball rollt nahezu ohne Widerstand und über den Rasen zu laufen, fühlt sich fast an wie der Wohnzimmerteppich zu Hause. Der Traum eines jeden Fußballers. Von einem englischen Rasen sind die meisten Spielfelder in der Region gerade meilenweit entfernt. Die Plätze sind hart und manchmal eher braun als grün. Der Grund dafür ist die Hitze der vergangenen Wochen. Viele Vereine haben mit den Auswirkungen zu kämpfen.

Im Rieser Sportpark sieht das Hauptfeld aus der Entfernung grün und gesund aus. Bei näherer Betrachtung sieht man viele braune Flecken und kleine Löcher im Rasen. Karlheinz Köhnlein ist für die Plätze zuständig. Er arbeitet in den vergangenen Wochen nahezu nur an den Sportplätzen – bis zu sechs Stunden am Tag – dafür dass der Ball am Wochenende laufen kann. „Ich glaube, da muss man einfach durch“, sagt er in Bezug auf die Hitzewelle. Im Moment wisse er nicht, was er noch alles für den Platz machen könne. Düngemittel habe er schon ausprobiert. Nach den Spielen versuche er die Löcher sofort zu reparieren – dazu nehme er ein Stück Rasen aus der Umgebung und setze es in das Hauptfeld – 400 solcher Löcher habe er bereits gestopft. Und er bewässere die Sportplätze auch. Doch eine Nacht Regen sei besser als künstliche Bewässerung. „Es bleiben braune Flecken, die absterben und nach und nach ersetzt werden müssen“, sagt er. Um den Rasenplatz zu schonen, mäht er das Gras nicht ganz so kurz wie üblich. Deshalb würden aber die Fußballer des TSV Nördlingen unzufrieden werden. Doch bis Mitte September sei wohl alles vorbei. Die kaputten Stellen wolle er dann eventuell mit einer neuen Saat aufschütten. „Das Gras kann bei zehn Grad Celsius gut wachsen“, erklärt Köhnlein. So würde nach dem Winter kein Wembley-Teppich im Ries liegen, aber ein gut bespielbarer Rasen.

Martin Uhl, Abteilungsleiter Fußball beim SV Hausen-Schopflohe bezeichnet den Sportplatz des Vereins wegen seiner braun-grünen Farbe als „Fleckenteppich“. „Wir haben zwar eine eigene Zisterne und können den Rasen wässern, aber das reicht nicht ganz.“ Dennoch sei der Platz bespielbar – müsse er auch, da auf dem Hauptfeld sowohl die Trainingseinheiten, als auch die Spiele absolviert werden. Falls das nicht mehr möglich sei, hätte Uhl auch eine Lösung parat: „Dann spielen wir halt nur noch auswärts.“

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Bei der SpVgg Deiningen beregnet man das Spielfeld laut Fußballabteilungsleiter Jürgen Wenzel seit Tagen mit einer Anlage. „Der Platz ist sogar in einem ganz guten Zustand“, sagt er. Einen Nebenplatz hingegen sei bereits komplett braun und abgebrannt durch die Hitze.

In Oettingen genießen die Fußballer des TSV zwar die Vorteile einer Bewässerungsanlage, das Hauptfeld ist aber nicht bespielbar. Der Vorsitzende des Vereins Josef Mayer erklärt: „Wir haben unter dem Platz neue Drainagen verlegt und mussten deshalb neues Gras säen.“ Bis Mitte September wolle er deshalb warten, bis die Fußballer darauf kicken können. Die ersten beiden Saisonspiele musste die Herrenmannschaft auf den Nebenplatz ausweichen. „Wir haben aber zwei Siege eingefahren“, sagt er.

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