Stimmung

12.02.2016

Kein Weg ist zu weit

Für das Badminton-Länderspiel zwischen Deutschland und Frankreich fahren einige Fans Hunderte Kilometer. Das sind die Eindrücke der Zuschauer

Selbstgebastelte Deutschlandflaggen, ja sogar eine Trompete und Trommeln gab es auf der Tribüne in der Hermann-Keßler-Halle in Nördlingen am Mittwoch zu sehen und zu hören. Die etwa 650 Besucher hatten alle ein gemeinsames Ziel vor Augen: Die Deutschen sollten das Länderspiel gewinnen. Und das taten sie auch. Die Fans freute es.

Wer denkt, dass nur Zuschauer aus dem Landkreis das Spiel anschauten, täuscht sich. Bis zu 350 Kilometer nahmen Fans auf sich, um das Spiel zu verfolgen. Einer von diesen ist Gabriele Korinth aus Freiburg. „Ich spiele selber hobbymäßig Badminton“, sagt die 45-Jährige. „Früher, zu meinen Teenie-Zeiten, war ich auf vielen Länderspielen – unter anderem auch in Düsseldorf.“ Korinth ist nicht die Einzige in der Halle, die selbst Badminton spielt; auch viele Vereine sind gekommen.

Unter anderem die Badminton- Spieler des TSV Diedorf, aus der Nähe von Augsburg. Die jungen Erwachsenen hofften, dass sich kein Spieler verletzt. Die Stadt Nördlingen kannten die Sportler auch schon. „Den Gerd Müller kennt man und wir wissen, dass hier Basketball ganz vorne steht“ erzählen sie. Doch an diesem Abend stand Badminton im Vordergrund.

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Die Diedorfer waren nicht der einzige Verein, der gekommen ist. Aus Nürnberg war der TSV Flügelrad angereist. Diese Gruppe wusste, wie man Stimmung macht: Mit Trompete und einer Trommel versuchten sie der Halle einzuheizen. „Wir haben auch unsere Kleinen dabei und hatten hier unser Trainingslager“, sagt der Jugendtrainer, Lukas Gunzelmann. Mit seiner Prognose, vier zu eins für die Deutschen, lag er richtig.

Eine Gruppe fiel in der Halle besonders auf. Ganz eingekleidet in den Farben schwarz, rot, gelb und mit großen Deutschlandflaggen ausgestattet, kamen die Badminton-Freunde aus der Nähe von Wemding. „Bei uns ist Groß und Klein dabei, wir sind zwischen zehn und 60 Jahre alt“, sagt Birgitta Thum-Mannert. Die Fans waren auch schon beim Länderspiel Deutschland gegen Finnland vor vier Jahren in der Nördlinger Hermann-Keßler-Halle. „Badminton ist besser als Fußball. Auch als Frauensport und im Alter super geeignet, man kann sich so richtig auspowern“, sagt Thum-Mannert.

Isabelle Mader vom TSV Nördlingen sieht das genauso: „Oft wird Badminton mit Federball spielen verglichen“, sagt die 16-Jährige. „Das ist schade, weil Badminton richtig anstrengend ist.“ Sie ist erstaunt, wie gut die Spieler sind. Debütant Max Weißkirchen fand sie am besten. Die Badminton-Abteilung des TSV Nördlingen war erstaunt, dass so viele Leute gekommen sind.

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