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Basketball-Regionalliga

23.03.2015

Kein echter Prüfstein

Rekord: Gleich 24 Zuspiele zum direkten Korberfolg

Giants machen beim souveränen 91:56-Sieg gegen BBC Bayreuth II keine Gastgeschenke

Am Samstagabend entpuppten sich die Gäste aus Oberfranken nicht als der befürchtet unangenehme Gegner. Lediglich zwei Minuten durfte die Reserve des Bundesligisten medi Bayreuth darauf hoffen, den Spieltag einigermaßen offen zu gestalten. In diesen 120 Sekunden ärgerten sie den Trainer der Rieser mit einfachen Aktionen und führten. Dann allerdings zogen die Giants ihr in dieser Saison schon oftmals gezeigtes Spiel auf, bei dem die Mannschaft und nicht der Einzelspieler im Vordergrund steht.

Die Rieser brachten die rund 600 Zuschauer mit erfrischendem Tempobasketball, der sich mit Systemspiel abwechselte, in Feiertagsstimmung. Besonders erfreulich war der Auftritt von Moritz Trieb. Der Nachwuchsspieler findet sich von Spiel zu Spiel besser zurecht und wurde von Coach Mario Matic wieder in die Startformation beordert. 26 Minuten Einsatzzeit, elf Zähler und acht sogenannte Assists sieht man nicht allzu häufig von einem 16-jährigen Nachwuchsspieler beim Männerbasketball. Die Giants TSV 1861 Nördlingen präsentierten sich wie immer als geschlossene Einheit, frei nach dem Motto: „Die Mannschaft ist der Star“. Dies wird nicht nur durch 24 direkte Ballvorlagen untermauert, sondern auch dadurch, dass mit Emanuel Richter, Fabian Brütting sowie Jordan Talbert noch drei weitere Akteure zweistellig punkteten und der Letztgenannte sich mit 15 gefangenen Abprallern sein nächstes „Double-Double“ sicherte. Florian Sefranek kommt nach seiner Verletzung immer besser in Fahrt, Luis Garcia Morato stand in der Abwehr für den etwas glücklos agierenden Jan Petrovcic seinen Mann und Tobias Schmid krönte seinen Auftritt mit drei astreinen Dreipunkttreffern aus drei Versuchen. Spätestens ab der Halbzeit glich die Partie eher einem Trainingsspiel der Giants, in dem der Nördlinger Trainer alle möglichen Aufstellungen testen konnte. Nicht dabei war Deividas Baika, der wegen eines im Spiel gegen Oberhaching gegen ihn verhängten äußerst umstrittenen disqualifizierenden Fouls für ein Spiel gesperrt war.

Das Spiel begann mit einem von Petrovcic gefangenen und direkt verwandelten Abpraller. Dann folgten, sehr zum Unwillen des Nördlinger Trainers, einfache Punkte der Gäste zu deren 6:4-Führung. Um dem Gegner den Schwung zu nehmen, beantragte er sofort eine Auszeit und brachte seine Unzufriedenheit lautstark zum Ausdruck. Die Folge waren zwei Dreier durch Brütting, denen Richter einen weiteren nachlegte. Sefranek bedankte sich für eine direkte Ballvorlage zum 16:12 durch Brütting an ihn, indem er diesen nach einem Ballgewinn ebenfalls zum Schnellangriff übers Feld hetzte. Talbert rundete das 20:14-Zwischenergebnis mit einem Korbleger ab.

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Im zweiten Durchgang bediente Richter zunächst Trieb für einen Distanzwurf, ehe Sefranek mit zwei aufeinander folgenden Körben erstmals eine zweistellige Führung (27:16) für die Rieser markierte. Langsam aber sicher übernahmen die Giants die Lufthoheit unter den Körben und beherrschten den Kampf um die abgeprallten Bälle. Ballgewinne führten zu Schnellangriffen und ließen den Vorsprung der Rieser weiter anwachsen. Schmid netzte seinen ersten Distanzwurf zum 43:26-Halbzeitstand ein.

Nach dem Seitenwechsel kam Matic mit Sorgenfalten auf der Stirn aus der Kabine, denn Sefranek, Petrovcic und Garcia Morato hatten bereits jeweils drei Fouls auf dem Konto. Aber dies war unbegründet. Beginnend mit einem Pass von Talbert, der Brütting zum Schnellangriff schickte, wollten sich die Giants nun offenbar gegenseitig an uneigennütziger Spielweise übertreffen. Eine direkte Ballvorlage folgte der anderen. Innerhalb von fünf Minuten schraubten sie den Zwischenstand auf 59:33. Selbst als Matic gleich drei Spieler auf einmal auswechselte, änderte sich an der Rieser Überlegenheit nichts.

65:38 leuchtete es von der Anzeigetafel, als es in den Schlussabschnitt ging und die Bayreuther zunächst auf 47:67 verkürzen konnten. Dann war aber wieder Schluss mit lustig. Richter, Petrovcic, Talbert und Trieb drehten weiter an der Stellschraube und erhöhten den Punktestand auf 79:49. Danach sah es so aus, als ob die Giants einen internen Weitwurfwettbewerb durchführen wollten. Nach vier verwandelten Dreiern und einem Endstand von 91:56 feierten Zuschauer und Spieler noch minutenlang.

Die Giants scheinen jedenfalls für das am kommenden Samstag stattfindende schwäbisch-mittelfränkische Derby in Treuchtlingen gut gerüstet zu sein.

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