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Fußball

09.09.2020

Kritik und Freude: Reaktionen der Rieser Fußballvereine über den Re-Start

Der Spielertrainer des SV Holzkirchen, Philipp Buser, freut sich über den Re-Start, äußert aber auch Kritik am Verband.
Bild: Klaus Jais

Plus Was Kreisspielleiter Franz Bohmann und einige Vereinsvertreter zur Wiederaufnahme des Punktspielbetriebs im Fußball am 19. und 20. September sagen.

Ob Kreisspielleiter oder Vereinsfunktionäre – nachdem die bayerische Staatsregierung am Dienstag entschieden hat, dass ab dem 19. September beim Amateurfußball bis zu 400 Zuschauern zugelassen werden, atmen viele auf.

So auch Franz Bohmann, oberster Funktionär des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) im Kreis Donau. „Es wird höchste Zeit, dass die Vereine und die Mannschaften nun wieder eine Perspektive haben“, freut sich der 73-Jährige auf die getroffene Entscheidung. Losgehen wird es laut Bohmann am übernächsten Wochenende, 19./20. September, mit kompletten Spieltagen von den Kreisligen bis hinunter zu den B-Klassen. Dabei sind bis Mitte Oktober in allen Klassen je vier Punktspieltage geplant. Danach soll, wenn es Corona und die Witterungsverhältnisse zulassen, auch noch der neue Wettbewerb „Ligapokal“ gestartet werden. Zur Austragung kommen am ersten Spieltag nach dem Re-Start in allen Klassen die Begegnungen, welche eigentlich am ersten kompletten Spieltag nach der Winterpause hätten ausgetragen werden sollen.

Re-Start im Fußball: Punktrunde soll Vorrang haben

Andreas Meister, der Abteilungsleiter der Fußballer des TSV Wemding, findet es gut, dass zunächst mit den Punktspielen begonnen wird und dann ab 18. Oktober noch sechs Spieltage im Ligapokal stattfinden. „Wir haben unser Training Anfang August wieder aufgenommen. Unsere Vorbereitung ist nicht so zufriedenstellend gelaufen, wir hatten Urlauber und einige verletzte Spieler. Unsere Situation hat sich aber jetzt etwas verbessert, so muss Chris Luderschmid nun doch nicht operiert werden, er hat das Training wieder aufgenommen“, sagt Meister. Am Freitag wird die neue Flutlichtanlage auf dem Nebenplatz der Robertshöhe eingeweiht. Um 20 Uhr gastiert aus diesem Anlass der Bezirksligist SV Holzkirchen.

Kritik und Freude: Reaktionen der Rieser Fußballvereine über den Re-Start

Josef Mayer, der 1. Vorsitzende des TSV Oettingen, meint zum nun genehmigten Re-Start: „Uns ist es lieber, wenn zuerst die Punktspiele absolviert werden, denn die Punktrunde sollte Vorrang haben. Die Vorbereitung war auf sechs Wochen ausgelegt und wurde nun um zwei Wochen verlängert. Am kommenden Sonntag spielen wir mit beiden Mannschaften noch gegen den TSV Möttingen, gegen den wir in der Runde schon zweimal gespielt haben. Eine echte Generalprobe. Insgesamt sind wir mit der Vorbereitung zufrieden. Vor allem die beiden Vorbereitungsspiele gegen die höherklassigen TSV Nördlingen II und SV Holzkirchen waren von unserer Seite sehr gute Spiele. Obwohl wir beide Spiele knapp verloren haben, waren beide Spiele „Spiele auf Augenhöhe“. Wir konnten gut mithalten, was uns für die kommenden Spiele zuversichtlich stimmt.“

Wie viele Zuschauer kommen im Ries zu den Fußballspielen?

Philipp Buser, der Spielertrainer des Bezirksligisten SV Holzkirchen, freut sich, dass nun ein konkreter Zeitpunkt für den Re-Start bekannt ist. Der SVH beginnt am 20. September mit einem Auswärtsspiel beim TSV Aindling. „Es war schwierig, den Jungs verständlich zu machen, dass zehn Kilometer weiter in Bopfingen oder in Kirchheim bereits wieder der Fußball im Regelbetrieb stattfindet“, meint Buser, der aber auch Kritik am Bayerischen Weg der Saisonunterbrechung übt: „Wenn der Bayerische Fußballverband jetzt von einer fairen Lösung spricht, dann ist das nicht richtig. Der TSV Nördlingen hat beispielsweise mich als Spieler verloren und Kontrahent TSV Schwaben Augsburg hat fünf Regionalligaspieler verpflichtet. Wenn das keine Wettbewerbsverzerrung ist!“

Die Obergrenze von 400 Zuschauern wird in den meisten Saisonspielen nicht erreicht. Im Schnitt kommen 100 bis 200 Besucher auf die Sportgelände. Sollten es beim Re-Start doppelt so viele werden, könne man diese auf dem weitläufigen Gelände gut verteilen, so der Tenor bei den meisten Sportvereinen, wo man auch mit der Einhaltung der Hygienevorschriften wenig bis keine Probleme sieht. Die meisten Vereine haben diese in Testspielen schon erfolgreich umgesetzt. Es wird jedenfalls höchste Zeit, dass es jetzt wieder in die Vollen geht. Die Fans und Spieler können es kaum noch erwarten, bis es wieder wöchentlich neue Ergebnisse und Tabellenstände gibt.

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