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Volleyball-Bayernliga Frauen

09.10.2018

Mehr als zwei Stunden Hochspannung

Ein ganz starkes Spiel lieferte FSV-Kapitän Steffi Stimpfle (in der Mitte beim Schmetterschlag), die im Tiebreak mit ihrer Aufschlagsserie den ersten Saisonsieg rettete. Mit der Nummer 13 Theresa Wizinger, links Libero Kathi Neuner.
Bild: Liebhäuser

Zum Saisonauftakt rettet erst eine starke Aufschlagsserie von Kapitän Steffi Stimpfle im Endspurt das erhoffte Marktoffinger Erfolgserlebnis

Das war eine ganz heiße Kiste: Nach 128 Minuten Spielzeit hatten die Frauen des FSV Marktoffingen das stark aufspielende Talentteam Bayern, das unter dem Namen VCO München auftritt, mit 3:2 besiegt. Erst nach dem 17. Punkt im Tiebreak konnten die ersten Bayernligapunkte ausgelassen gefeiert werden.

Bereits nach wenigen Punkten war klar, dass das von Landestrainer Werner Kiermaier trainierte und von Gerhard Eberl gecoachte Gästeteam ein ganz schwerer Auftaktgegner werden würde. Keiner konnte sich nennenswerte Vorteile verschaffen, und es ging Punkt für Punkt voran. 33 Minuten Spielzeit, vier Auszeiten und zehn Spielerwechsel beweisen, wie intensiv man sich auch taktisch beackert hatte, bis Theresa Wizinger ihren Aufschlag zum 30:28 durchbrachte. Marktoffingen setzte sich im zweiten Satz durch eine erste kleine Aufschlagserie zum 12:8 etwas ab. Diesen Vorsprung bauten sie sogar noch etwas aus, weil sie nun fast fehlerfrei spielten. Die einstudierten Angriffszüge gelangen immer häufiger. Nach weiteren 23 Minuten entschieden sie den zweiten Satz mit 25:18 für sich.

Der VCO gab trotz des 0:2 Rückstandes noch lange nicht auf, verstärkte den Aufschlagsdruck und stellte die Angriffe um. Das Talentteam kam nun vornehmlich über die Position 4 und ließ so FSV-Block und -Abwehr häufig aussteigen. Sie dominierten den Satz und verkürzten mit 25:15 auf 1:2. Nun hatte das Spiel seinen dramaturgischen Höhepunkt erreicht. Wie im ersten Satz lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch mit langen Spielzügen und spektakulären Abwehraktionen. München lag häufig knapp in Führung. Als Manuela Liebhäuser mit drei Aufschlägen das 22:22. erzielte, kochte die Halle. Der FSV vergab nun etwas schusselig zwei Matchbälle, als man nach guter Abwehr den Angriff verpasste. Dies machte der VCO cooler und verwertete seinen ersten Satzball zum 27:25. Die 2:0-Führung war verspielt, aber es sollte zumindest der Sieg in Marktoffingen bleiben. Dies schien zunächst aussichtslos, weil München nun aggressiver und sicherer aufschlug als der FSV. Mit 3:8 wurden die Seiten zum letzten Mal gewechselt und beim 6:11 nahm Coach Josef Wizinger seine letzte Auszeit. Das Spiel schien verloren, als Kapitän Steffi Stimpfle beim 8:13 das Aufschlagsrecht erhielt und es erst wieder bei einer 14:13-Führung abgab. Noch einmal brauchte der FSV zwei Satzbälle, bis Neuling Lisa Müller ihren Aufschlag bis zum 17:15 durchbrachte.

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Fazit: Gleich am ersten Spieltag bekam der FSV ein Bild von der Spielstärke der Bayernliga und konnte den Fans einen echten Volleyballkrimi präsentieren. (jw)

FSV Theresa Wizinger, Jenny Stempfle, Kathi Neuner, Steffi Stimpfle, Kristin Löfflad, Maria Altenburger, Lisa Müller, Melanie Dauser, Manuela Liebhäuser, Eva-Maria Schröter

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