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Fußball

18.03.2020

Mehrwöchige Zwangspause oder Schlusspfiff?

Bis auf weiteres findet kein Kampf um den Fußball mehr statt.
Bild: Klaus Jais

Derzeit ist es völlig unklar, ob und wann die Frühjahrsrunde weitergeht. Nach dem Ausruf des Katastrophenfalls durch die Bayerische Staatsregierung verlängert der Verband die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 19. April

Die Bayerische Staatsregierung hat im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus den Katastrophenfall im Freistaat ausgerufen und jedweden Sportbetrieb in Bayern untersagt. Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) reagiert umgehend auf diese klaren Anordnungen und Vorgaben der Staatsregierung und setzt den Spielbetrieb im Bereich des BFV bis auf weiteres aus. Zudem hat der Vorstand in seiner Videokonferenz beschlossen, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs frühestens nach dem 19. April 2020 (Ende der Osterferien) und auch nur mit einer Vorankündigung von mindestens 14 Tagen erfolgen wird, um allen Vereinen in Bayern ausreichend Planungssicherheit zu geben. Aufgrund der Sperrung sämtlicher Sportanlagen durch die Bayerische Staatsregierung ist bis auf weiteres auch kein Trainingsbetrieb möglich.

„Der heutige Tag zeigt einmal mehr, wie dynamisch die aktuelle Situation ist, wie schnell sich das Lagebild grundlegend ändert, aber auch wie schnell wir auf die Änderungen reagieren. Das haben wir, jeweils unmittelbar im Anschluss an die entsprechenden Anordnungen der Staatsregierung, am vergangenen Freitag mit der Aussetzung des Spielbetriebs bis vorerst mindestens zum 23. März und nunmehr heute mit einer Aussetzung auf unbestimmte Zeit getan“, erklärt BFV-Präsident Rainer Koch. Alle Entscheidungen des BFV müssten aus vielen Gründen, nicht zuletzt auch aus haftungs- und versicherungsrechtlichen Gründen, stetig mit staatlichen Vorgaben und Anordnungen einhergehen.

Koch dankte im Rahmen seiner Stellungnahme ausdrücklich den sehr vielen Vereinsführungen, die in den letzten Tagen die besonnene und der jeweils aktuellen Situation, die bis dato noch niemand erlebt habe, angepasste Vorgehensweise des BFV mitgetragen hätten. Koch weiter: „Unsere Vereine und deren über 1,6 Millionen Mitglieder erwarten von uns Planungssicherheit und verantwortungsvolles Handeln. Deshalb haben wir heute auf die Neuentwicklung sofort reagiert und das Vorgehen der aktuellen, völlig neuen Situation nach Ausrufung des Katastrophenfalles angepasst. Alle Vereine können sich sicher sein, dass wir auch weiterhin die Situation permanent beobachten, dabei alle Szenarien von einer Fortsetzung des Spielbetriebs bis hin zum vollständigen Saisonabbruch im Blick haben, und alle Entscheidungen verantwortungsvoll und besonnen vorbereiten und so schnell und so transparent wie möglich kommunizieren werden“. Der BFV ruft alle Vereine und Mitglieder zudem dazu auf, sich strikt an die Vorgaben der zuständigen Behörden zu halten. Jeder einzelne müsse seinen Beitrag leisten, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Der Fußball mit seinen vielen Ehrenamtlichen werde seinen Beitrag hierzu leisten. Die Gesundheit aller hat immer höchste Priorität, „und da wird sich der Fußball entsprechend einreihen“, betonte Koch.

Auch vom Württembergischen Fußballverband (WFV) wurden alle Spiele unterhalb der Oberliga bis zum 31. März abgesagt. Die SG Riesbürg hätte bereits am vergangenen Wochenende ihr erstes Spiel in diesem Jahr gehabt und hätte dann letztlich drei Nachholspiele. Was passiert nach dem 31. März? „Wir werden die Spielpause dazu nutzen, um intensiv alle Szenarien zu prüfen. Im Moment können wir vor dem Hintergrund der Entwicklungen dazu keine Prognose treffen. Wir bereiten uns aber auf alle denkbaren Konstellationen vor und werden ggf. auch entsprechende Beschlüsse treffen, über die wir dann zeitnah informieren“, teilt der WFV mit. (pm/jais)

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