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Basketball-Bundesliga

24.01.2021

Niederlage in Hannover: Weg zurück in die Erfolgsspur scheitert

Die Hannover Spielerin Hannah Brown (links) im Duell mit Respect Leaphart der Nördlinger Angels.
Bild: imago/Matthey

Die Angels verlieren in Hannover trotz eines guten Starts.

In einer intensiv geführten Partie haben es die Kraterbasketballerinnen erneut nicht geschafft, ihr vorhandenes Potenzial abzurufen und mit 78:67 zu hoch gegen die TK Hannover aber auch nicht unverdient verloren. Länger als sechs Stunden fuhren die XCYDE Angels aus Nördlingen, um im fernen Hannover endlich wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden.

Beide Teams spielten eine englische Woche und traten nicht in Bestbesetzung an. Während bei den Angels Nani Ilmberger, Amenze Obanor und Laura Geiselsöder verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden konnten, traf die TK Hannover der Ausfall ihrer besten Schützin, Aliaksandra Tarasava, genauso hart. Aber auch sie hätte wenig gegen das Nördlinger Duo Respect Leaphart/Tori Waldner ausrichten können, die sich, bestens von ihren Mitspielerinnen eingesetzt, 18 der ersten 22 Punkte im ersten Viertel teilten. Hoher Verteidigungsdruck und auch die Bereitschaft, in Regionen auf dem Feld zu gehen, wo es körperlich wehtut, hielten die TK Hannover immer auf Abstand und letztendlich auf 18 Punkten. Hinzu kam, dass Coach Anthony Imreh mit Mona Berlitz und Steffi Sachnovski die Nachwuchsspielerinnen einsetzte und damit seinen Schlüsselspielerinnen Luft verschaffen konnte.

Nördlingen gegen Hannover: Angels sind in der ersten Hälfte stark

Das zweite Viertel begann ähnlich stark für die Rieserinnen wie sie das erste beendet hatten. Wunderschönes High-Low-Spiel entweder auf Leaphart oder Waldner oder aber eingestreute Dreier von Maggy Meynadier oder Anneke Schlüter ließen über kleine Schwächephasen und leichte Ballverluste der Angels hinwegsehen. Doch diese Phasen sollten sich rächen. Die Turnschwestern wollten an diesem Tag einfach nicht verlieren und blieben immer wieder in Schlagdistanz.

Die Kraterbasketballerinnen, ob durch die lange Anfahrt kräftemäßig immer mehr abbauend oder durch fehlendes Selbstvertrauen, ließen sich zunehmend die Butter vom Brot nehmen.

Zwar begann das dritte Viertel mit zwei Punkten von Leaphart nach einem tollen Zusammenspiel aller Nördlinger Feldspielerinnen. Dann aber startete Hannover einen 11:2-Lauf und ging in der 23. Minute mit 48:45 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt wollten sich die Angels das Spiel noch nicht aus der Hand nehmen lassen, verkürzten mit ihren letzten beiden Punkten in diesem Spiel von Leaphart auf 48:47 und gingen mit einem Steal von Mona Berlitz in der 29. Minute noch einmal in Führung. Schlussendlich fanden die Gäste aber kein Mittel gegen die Pressverteidigung der Niedersachsen. Vor dem letzten Viertel war aber beim Stand von 59:57 noch immer alles möglich für die Rieserinnen.

Angels in Nördlingen: Wieder auf die Stärken besinnen

Die Nördlingerinnen versuchten es im vierten Viertel mit wechselnder Zonen- und Mannverteidigung, konnten aber einen erneuten Lauf (9:3) der Gastgeberinnen nicht verhindern und gerieten in Rückstand. Lediglich Spielführerin Maggy Meynadier und Laken James gaben sich noch nicht ihrem Schicksal hin und versuchten das Spiel zu drehen. Insgesamt 26 Punkte fing man sich durch Ballverluste (20) ein. Erneut verlor das Team die Reboundstatistik deutlich (44:30). Während die Spielerinnen das Inside-Spiel deutlich beherrschte (42 Punkte gegenüber 22 Punkte bei Hannover), zeigten sie von außen, insbesondere in der zweiten Hälfte, zu wenig, waren zu berechenbar und nicht präsent. Was in der ersten Halbzeit in Form des Inside-Spiels noch wunderbar anzuschauen war, fand in der zweiten Spielhälfte gar nicht mehr statt. Es wird höchste Zeit, dass sich die XCYDE Angels auf ihre Stärken besinnen und aus dem Corona-Loch herauskommen, denn schon am Mittwoch geht es mit den englischen Wochen weiter, wenn die SNP Bas Cats aus Heidelberg in der Hermann-Keßler-Halle antreten und man am Sonntag zu den Eisvögeln nach Freiburg muss. (thla)

Für Nördlingen spielten: Selma Yesilova (n.e.), Mona Berlitz (2), Magaly Meynadier (11/1 Dreier), Levke Brodersen (1), Steffi Sachnovski, Anneke Schlüter (8/2), Respect Leaphart (21) Victoria Waldner (15).

Bei TK Hannover waren am erfolgreichsten: Mia Masic (18/2 Dreier), Finja Schaake (17/3) und Hannah Brown (15/1).

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