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Bayernliga Süd

28.04.2019

Nördlingen gegen Vilzing: Turbulente Partie ohne Sieger

Der Nördlinger Nicolai Geiß gegen André Luge vom DJK Vilzing: Der TSV kann in einer turbulenten Partie immerhin einen Punkt retten.
Bild: Sebastian Fleischmann

Der TSV Nördlingen muss sich im Kampf um den Klassenerhalt in Vilzing in doppelter Unterzahl behaupten. Der TSV-Trainer spricht seinem Team „hohe taktische Qualität“ zu.

Die DJK Vilzing und der TSV 1861 Nördlingen trennten sich vor 350 Zuschauern in einer turbulenten Bayernligapartie 1:1-Unentschieden. Der frühe Heimtreffer von Ivan Milicevic (8.) hatte bis zur Schlussphase Bestand, ehe dem TSV nach einem tollem Angriff über den eingewechselten Patrick Michel der Ausgleichstreffer durch ein Eigentor gelang (82.). In doppelter Unterzahl nahmen die wacker kämpfenden Rieser so einen wohl sehr wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt mit nach Hause.

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TSV Nördlingen gegen DJK Vilzing: Frühe Heimführung

Vilzing begann vor allem auf der linken Angriffsseite stark und ging nach Vorarbeit von André Luge, der in der Mitte Ivan Milicevic bediente, mit einem Schuss aus fünf Metern mit 1:0 in Führung (8.). Die Heimelf versäumte es in der Folge, den zweiten Treffer nachzulegen, was bei einem Solo von Andreas Kalteis möglich gewesen wäre, doch TSV-Keeper Daniel Martin rettete per Glanzparade (10.). Fast postwendend der Ausgleich, doch nachdem sich der stets von mehreren Gegenspielern gejagte Daniel Holzmann zentral durchtankte, scheiterte er aus zehn Metern am Vilzinger Schlussmann. Nach einem langen Ball von Felix Käser auf Daniel Dewein verpasste dieser von der Grundlinie alleine vor dem Keeper das Zuspiel auf den frei stehenden Alex Schröter.

Als sich die Gäste aus Nördlingen, die auf den erkrankten Innenverteidiger Nico Schmidt verzichten mussten, immer mehr die Spielkontrolle erarbeiteten, sah sich Schiedsrichter Denzlein (Hochstadt) scheinbar gefordert, aus Nördlinger Sicht dubios ins Spiel einzugreifen. Die Folge war Gelb für Daniel Holzmann (24.) und Heimkapitän Christoph Schwander (29.), der Lamprecht foulte. Den folgenden Freistoß setzte Holzmann über den Kasten. Kurz vor dem Halbzeitpfiff folgte der Schiedsrichter seinem Assistenten, der angeblich ein Nachtreten von Holzmann gesehen haben will und schickte den Nördlinger Außenstürmer per Platzverweis vom Feld. Mit einem Linksschuss nach Solo von Alex Schröter, den der Heimtorwart sicher halten konnte, ging es in die Pause.

Nördlingen gegen Vilzing: Turbulente Partie ohne Sieger

Im zweiten Abschnitt überschlugen sich die Ereignisse. Daniel Dewein enteilte zwei Vilzingern, doch sein Linksschuss von der Strafraumgrenze ging knapp drüber. Die Huthgartenkicker hatten dreifach die Entscheidung auf dem Fuß, doch Schwanders Volleyschuss strich knapp vorbei, Ben Kouame visierte das Außennetz an und André Luge fand in Gästetorwart Daniel Martin seinen Meister. Nördlingen besann sich aufgrund der Unterzahl darauf, die Räume eng zu halten und musste diese Taktik sogar noch verstärken, als Alexander Schröter nach einem Foul eine überzogene rote Karte gezeigt bekam. Diese Ungerechtigkeit regte seinen Vater und Trainer Andreas Schröter derart auf, dass dieser Gelb-Rot sah, weil der 48-Jährige als Einwechselspieler auf dem Spielberichtsbogen stand. Philipp Buser visierte in der 69. Spielminute das Außennetz an und wurde kurz darauf grenzwertig im Strafraum nach einer Geiß-Flanke attackiert. Nochmals parierte Daniel Martin gegen Franz Wendl reaktionsschnell im kurzen Eck, ehe den Nördlingern trotz zweifacher nummerischer Unterlegenheit noch der 1:1-Ausgleich gelang.

Über Florian Lamprecht und Jonas Halbmeyer kam der Ball zu Patrick Michel, der mit einem Tempodribbling in den Strafraum eindrang und seine Hereingabe vom Vilzinger Maxi Wolf ins eigene Tor abgefälscht wurde (82.). Mit einer gelb-roten Karte für Vilzings Christoph Schwander und weiteren Einsatzminuten für Rekonvaleszent Manuel Meyer, der Dauerrenner Philipp Buser ersetzte, endete ein turbulentes Bayernligaspiel.

Stimmen zum Spiel

Christian Stadler, DJK Vilzing: „Wir haben es versäumt das 2:0 nachzulegen. Wir werden oft als Spitzenmannschaft dargestellt, doch eine Spitzenmannschaft gewinnt dieses Spiel. Schlimmer als die beiden verlorenen Punkte wiegt für mich die Verletzung von André Luge. Zudem ärgerte mich, dass vom eigenen Publikum Pfiffe gegen mein Team kamen.“

Andreas Schröter, TSV 1861 Nördlingen: „Mein Team hat in Unterzahl hohe taktische Qualität bewiesen und sich den Punkt durch eine kämpferische Leistung durchaus verdient. Wir sind topfit und inzwischen in der Lage, enge und somit offene Spielergebnisse zu erzielen, um offensiv zeitgerecht und entscheidend zuzustoßen. Schade, dass der Schiedsrichter so massiv Einfluss auf den Spielausgang nahm.“

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