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Basketball-Bundesliga Frauen

10.02.2019

Nördlinger Angels schalten zu spät auf Kampf-Modus um

Aleksandra Racic (im roten Trikot) versucht den Ball auf dem Boden liegend für ihr Team zu sichern. Am Ende reichte der bemerkenswerte Kampfgeist im letzten Viertel nicht zum Überraschungssieg.
Bild: Jochen Aumann

Nach einer tollen Aufholjagd im letzten Viertel verpassen die Nördlinger Korbjägerinnen die durchaus mögliche Überraschung gegen den deutschen Pokalsieger TSV Wasserburg

Trotz eines aufopferungsvollen Kampfs im letzten Viertel verloren die Xyde Angels das Bayernderby gegen den deutschen Pokalsieger aus Wasserburg mit 54:57. Die Ex-Nördlingerin Jen Schlott sichert in der Schlussminute ihrem neuen Team den Auswärtserfolg im Ries.

Es war angerichtet in der Hermann-Keßler-Halle, tolle Kulisse, Tombola, lautstarker Gästeblock, Einlaufkinder. Übte all dies zu viel Druck aus auf die Mannschaft von Coach Pat Bär? Wie blockiert wirkten die Xcyde Angels zu Beginn des Spiels. Drei Minuten und 32 Sekunden dauerte es, bis einem der beiden Teams ein erfolgreicher Abschluss gelang und dies waren die Gäste aus Oberbayern. Die Angels brauchten noch weitere anderthalb Minuten, um das erste Mal den Korb zu treffen. Da stand es dann schon 3:10 gegen die Einheimischen.Offensive Magerkost auf beiden Seiten mit einem deutlichen Plus für den Tabellendritten. Während Racic und Co in zehn Minuten gerade einmal zwei Körbe aus dem Feld gelangen, spielte die Truppe von Headcoach Sidney Parsons geduldig ihre Systeme durch und lag zur ersten Viertelpause völlig verdient mit 15:5 in Führung.

Ausgerechnet Geburtstagskind Luisa Geiselsöder war es, die ihr Team offensiv auf Spur brachte. Mit zehn Punkten im zweiten Viertel trug sie dazu bei, dass der Wasserburger Vorsprung nicht noch weiter anwuchs und man zur Halbzeit beim Stand von 23:35 noch ein wenig Hoffnungen haben konnte auf eine mögliche Aufholjagd. Dazu müssten die Nördlinger Mädels aber deutlich aggressiver und zielstrebiger zu Werke gehen. An der Aggressivität lag es nicht, eher an den offensiven Unzulänglichkeiten, dass man auch im dritten Abschnitt nicht aufschließen konnte.

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Doch irgendwie fanden Hill und Co. doch noch den Kampf-Schalter, legten ihn um und waren ganz plötzlich in der 36. Minute auf vier Punkte dran. Die Halle stand Kopf und Hill verkürzte auf 52:54. Nächster Angriff, wieder Hill: Ausgleich. 54:54 In der dramatischen Schlussminute fehlte den Angels allerdings dann der klare Kopf, um das verloren geglaubte Spiel in einen Sieg umzumünzen. Genau diese Cleverness legte dann wieder einmal Jennifer Schlott an den Tag. Das US-Girl, das die letzten beiden Jahre noch in den Diensten der Angels gestanden hatte, erzielte den entscheidenden Korb und sicherte ihrem neuen Team trotz eines insgesamt schlechten Schlussviertels den knappen 57:54-Sieg im Bayernderby.

Mit nur 26 Prozent Trefferquote aus dem Feld ist auch kaum ein Spiel in der 1. Bundesliga zu gewinnen. Die sensationelle Freiwurfquote von 95 Prozent (19 von 20) macht dies ein wenig wett und verhalf überhaupt erst dazu, dass man noch an einem Sieg schnuppern durfte.

Die Angels verpassten damit erneut eine Chance, sich von den Teams im akuten Abstiegsstrudel zu distanzieren. Mit fünf Siegen liegt man weiterhin vor Chemnitz, Saarlouis und Braunschweig. Eben dahin führt der Weg der Nördlinger am nächsten Wochenende. Im direkten Duell mit den Niedersachsen kann hier der so sehnlich erhoffte Sieg eingefahren werden, wenn man nicht erst wieder erst im letzten Viertel anfängt zu kämpfen und zu treffen.

Xcyde Angels:  Heta Äijänen (4 Punkte, 6 Rebounds), Luisa Geiselsöder (10), Laura Geiselsöder, Samantha Hill (15, 7), Anni Mäkitalo (10), Danielle McCray (8, 10), Magaly Meynadier, Amenze Obanor, Aleksandra Racic (7), Pauline Steinmeyer.

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