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Frauenfussball-Landesliga

23.04.2013

Nordschwabenderby mit bitterem Beigeschmack

A. Wannenwetsch

SC Athletik verliert in Donaualtheim mit 2:4. Schiedsrichter steht im Mittelpunkt des Geschehens

Die Aussage des Trainers Andreas Wannenwetsch nach dem Spiel in Donaualtheim zeigt, dass hier einiges im Argen lag. „Das Problem heute war, dass meiner Meinung nach der Schiedsrichter zu viel Einfluss auf das Spiel genommen hat.“ Das habe den SCA aus dem Spiel und Donaualtheim auf die Gewinnerstraße gebracht. Alleine daran habe es aber nicht gelegen. Zu viele individuelle Fehler seien gemacht worden, die die Gastgeberinnen halt bestraft hätten, schränkt er ein. Jedenfalls wird der SCA zu den Vorfällen Stellung beziehen, um der Meldung des Schiedsrichters entgegen zu treten.

Gäste beginnen stark und gehen schnell mit 1:0 in Führung

Athletik begann furios. Nach drei Minuten stand es bereits 0:1. Bengesser schickte mit einem Traumpass Theresa Benning auf die Reise, und die ließ mit ihrem platzierten Schuss ins kurze Eck der Torhüterin keine Chance. Fast im Minutentakt rollten die Angriffe auf das Tor des SVD, doch Jennifer Hartmann konnte ihren Kasten mit Glück und Geschick sauber halten. Von Beginn an hatte man aber in diesem Spiel mit einem „Gegner“ mehr zu kämpfen. Auf der Heimseite wurde nahezu alles geduldet und bei den Gästen jede Kleinigkeit bestraft und abgepfiffen. Somit wurden der gute Rhythmus und das schnelle Spiel der Gäste immer häufiger in seinem Fluss gestört.

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In der 25. Spielminute war es allerdings dann ein krasser Abwehrfehler, der Donaualtheim den Ausgleich bescherte. Spielführerin Birgit Müller schnappte sich 20 Meter vor dem Tor den Ball und konnte alleine auf Torfrau Pahnke zulaufen. Geschickt umkurvte sie diese und schob ungehindert ein. Weitere SCA-Chancen wurden einmal mehr nicht genutzt oder – die leidige Geschichte in diesem Spiel – vom Referee unterbunden. Exemplarisch erwähnt sei hier ein brutales Foul kurz vor der Pause an Bengesser, die von hinten umgetreten wurde und minutenlang liegen blieb. Nicht einmal eine gelbe Karte gab es dafür.

Noch sichtlich konsterniert vom Ausgleich, startete Athletik in die zweite Hälfte. In der 53. Minute war die Heimführung fällig. Schnell spielten die SV-Frauen über die rechte Seite und die gute Flanke konnte Sabrina Groll direkt einnetzen. Danach setzte wieder Schiedsrichter Manfred Reuter vom VfL Zusamaltheim die Akzente. Benning klärte den Ball bei einem Zweikampf sauber, doch Reuter pfiff Foul. Spielerinnen, Anhänger sowie Trainer Wannenwetsch monierten dies. Daraufhin stellte er den Trainer vom Platz.

Die nächste und wohl spielentscheidende Szene gipfelte in einem Elfmetertor für Donaualtheim. Einen harmlosen Zweikampf von Werner mit ihrer Gegenspielerin veranlasste den Schiedsrichter in die Pfeife zu blasen (64.). Der Elfmeter wurde von Liebhart verwandelt.

Athletik setzte fortan alles auf eine Karte, wechselte dreimal und verstärkte den Druck aufs Donaualtheimer Tor. Allerdings konnten die Gäste ihre gebotenen Chancen nicht nutzen. Die Heimmannschaft verteidigte geschickt und verlegte sich auf Konter. Einer davon führte dann in der 83. Minute durch Verena Kless zum 1:4 – der endgültigen Entscheidung. Nur wenige Sekunden später betrieb Benning mit ihrem zweiten Treffer noch Ergebniskosmetik.

Abpfiff, ohne sich um eine verletzte Spielerin zu kümmern

Für den größten Eklat sorgte der überforderte Schiedsrichter dann kurz vor Schluss. Eine Spielerin von Athletik blieb nach einem Kopfball bewusstlos liegen. Reuter pfiff das Spiel ab und verschwand in der Kabine. Ihm war wohl wichtiger, über die Geschehnisse außerhalb einen Bericht abzugeben, anstatt seiner Sorgfaltspflicht nachzukommen. Dies wird man beim SC Athletik so nicht hinnehmen. (hl)

SC Athletik: Pahnke, Staudenecker, Benning, Heydecker, Stähle, Goos, Bengesser, Rohrer, Werner, Schröppel, Lechner, Bartenschlager, Roder, Fischer und Stampf.

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