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Spielgruppentagung

26.02.2015

Reibungsloser Stabwechsel

Spielleiter Heiko Loder.
Bild: Klaus Jais

Interview mit dem neuen Spielleiter Heiko Loder. Warum er die Vereine in Sachen Liveticker ermahnt

Die ersten zehn Monate als neuer Spielleiter der regionalen unteren Fußball-Klassen im Landkreis Donau-Ries liegen hinter Heiko Loder. Und der „Stabwechsel“ mit seinem Vorgänger als Spielleiter Norbert Miesbauer verlief reibungslos. Kein Wunder, schließlich ist Loder ein Funktionärs-Routinier und hat schon jede Menge Erfahrung als früherer Vorstand der SpVgg Ederheim und auch im Schiedsrichter-Bereich gesammelt. Er kennt die Vereine und seine „Pappenheimer“. Am vergangenen Freitag fand in Ebermergen die Spielgruppentagung der Vereine von Kreisliga bis B-Klasse statt.

Für insgesamt 132 Mannschaften in zehn Ligen ist Loder zuständig, wobei es nun nur noch 131 Mannschaften sind, denn das Tabellenschlusslicht der B-Klasse, der FC Zirgesheim, hat seine Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet. „Die Donauwörther Stadtteilmannschaft hat mitgeteilt, dass es ihr nicht mehr möglich ist, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten“, erklärt Loder. Nach der Reserve des FSV Utzwingen, die bereits nach dem zweiten Spieltag zurückgezogen wurde, ist dies die zweite Mannschaftsrückziehung der laufenden Runde. Die jeweiligen Zirgesheimer Gegner haben somit spielfrei, der erste Spieltag der B-Klasse in diesem Jahr startet am 22. März. Unser Mitarbeiter Klaus Jais unterhielt sich mit dem 43-jährigen Rechtsanwalt über seine Tätigkeit als Spielleiter und anstehende Probleme der Ligen.

Wie ist die Zusammenarbeit als Spielgruppenleiter mit den Vereinsfunktionären der zehn Spielklassen?

Loder: Ich finde die Zusammenarbeit mit allen Vereinen sehr harmonisch. Es ist ein Miteinander und kein Gegeneinander. Ich habe bisher kein einziges sogenanntes böses Telefonat geführt.

Wie wird der elektronische Spielberichtsbogen angenommen, beziehungsweise was hat es mit dem Liveticker auf sich?

Loder: Bei den ersten Mannschaften funktioniert der elektronische Spielberichtsbogen bereits sehr gut, sieht man von fehlerhaften Torschützen einmal ab. Hier müssen aber die Schiedsrichter besser aufpassen. Bei den Reserven sind einige Vereine noch unzuverlässig und schludrig. Der Liveticker ist nur bis zur Bezirksliga verpflichtend, aber auch in den unteren Ligen erwünscht. Allerdings sollte es sachlich zugehen, dumme Scherze sind fehl am Platz.

Gab es in der Vorrunde viele Spielabsagen?

Loder: Die Spielabsagen aufgrund von angeblich schlechten Platzverhältnissen hielten sich in Grenzen. Erfreulich war, dass Mannschaften von sich aus einen Heimrechttausch angeregt haben, um einen Spielausfall zu vermeiden. Damit konnten in fünf von sechs Fällen Spielabsagen vermieden werden.

Bist du mit den Teilnahmezahlen bei den Hallenmasters zufrieden, die ja erstmals nach den neuen Richtlinien – also Futsal – ausgetragen wurden?

Loder: Mit dreißig teilnehmenden Mannschaften lag der Landkreis Donau-Ries in Schwaben ganz weit vorne. Nur bei der schwäbischen Endrunde waren noch mehr Teams am Start. Vor allem das Endturnier hatte dann ein wirklich gutes Niveau.

Gab es in der Vorrunde Spiele, in denen Mannschaften nicht antraten, beziehungsweise Spielabbrüche?

Loder: Bei den aufstiegsberechtigten Mannschaften traten der FC Zirgesheim und der TSV Harburg II jeweils einmal nicht an. Einen Spielabbruch gab es nur im Spiel des VfB Oberndorf gegen den TSV Bäumenheim in der Kreisklasse Nord II. Dieses Spiel muss laut einem Sportgerichtsurteil neu angesetzt werden, da der damalige Schiedsrichter nicht alle Maßnahmen ausgeschöpft hat, um einen Spielabbruch zu vermeiden. Es findet am 15. März statt.

Ist der zeitliche Aufwand für die ehrenamtliche Tätigkeit des Spielleiters nicht recht hoch, bleibt nicht viel Freizeit auf der Strecke?

Loder: Ich finde, dass es sich in Grenzen hält. Der meiste Aufwand findet vor der Saison statt, bis alle Ligen und die Spielpläne stehen. Wenn die Saison einmal läuft, dann ist auch vieles Routine. Den größten Stress hatte ich bei den Hallenmasters und bei der schwäbischen Vorrunde, wenn innerhalb von zehn Tagen sechs Hallenturniere über die Bühne gehen.

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