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Nördlingen

07.08.2020

Rekordfeld bei der Sportabzeichen-Aktion des TSV Nördlingen

Das Teilnehmerfeld und die Organisatoren der Sportabzeichen-Aktion im Gerd-Müller-Stadion mit der Drohne aus luftiger Höhe fotografiert.
Bild: Finck-Medien

Plus Eigentlich war die diesjährige Aktion beim TSV Nördlingen wegen der Pandemie bereits abgeschrieben. Dann kamen die Lockerungen und die sportlichen Aktivitäten kamen doch noch in Schwung – und wie.

Eigentlich sah alles nach einer längeren Auszeit aus: kein Sportabzeichen in diesem Jahr, keine Aktionen im Rieser Sportpark, sondern eine bundesweite Sperre, von höchster Stelle angeordnet, alles der Corona-Pandemie geschuldet. Dann – Ende Mai – die ersten Lockerungen, die ersten Versuche in Richtung Normalität. Von der Geschäftsstelle des Bayerischen Landessportverbandes in München kam das ersehnte grüne Licht, mit dem man schon nicht mehr gerechnet hatte. Die Sportstätten durften wieder geöffnet werden, dem Start der diesjährigen Sportabzeichenaktion stand nichts mehr im Wege. Alles unter strengen Auflagen natürlich: das Sporttreiben nur in kleinen Gruppen unter Beachtung präzise aufgelisteter Hygienevorschriften.

Als die beiden örtlichen Organisatoren Renate und Otto Troll mit den neuesten Nachrichten dann an die Öffentlichkeit gingen, gab es kein Halten mehr. In kürzester Zeit war über E-Mail und Telefon ein Teilnehmerfeld zusammengestellt, das mit knapp 70 Anmeldungen einen neuen Melderekord darstellte. Ob trotz oder gerade wegen Corona – dieser Umstand konnte nicht geklärt werden. Für die Planer und Ausrichter hatten die Einschränkungen auch etwas Gutes: die Übungsabende konnten exakt geplant werden, jeder Teilnehmer hatte seine Termine zugeteilt bekommen, nichts blieb dem Zufall überlassen.

Bemühen, den hohen Anforderungen gerecht zu werden

Was dann in den nächsten Wochen über die Bühne ging, war der gewohnte breitensportliche Alltag in dem Bemühen, den durchaus hohen Anforderungen des deutschen Sportabzeichens in den vier bekannten Aufgabenbereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination gerecht zu werden. Einige bemerkenswerte Glanzlichter sollen dabei nicht unerwähnt bleiben. Steffen Brenner bugsierte den einen Kilogramm schweren Schleuderball auf 44,90 m hinaus. Jakob Bühlmeier war schnellster Sprinter, als nach 100 m die Uhr bei 12,1 sec. stehen blieb. Im Wasser waren Julia Engert bei 17:59 min. über 800 m und Franz Geipel bei 6:36 über 400 m Kraul in ihrem Element. Zunehmender Beliebtheit erfreute sich in diesem Jahr im Bereich Schnelligkeit die Disziplin „Rad 200 m fliegender Start“, die Marcel Schwefel in 15 sec. bewältigte. Über die lange Strecke 20 km Rad war die Ausdauerathletin Anneliese Zinke mit 41:51 überaus flott unterwegs. Im Sog ihres Ehemannes, des Oberbürgermeisters David Wittner, zeigte Ehefrau Katja über 3000 m im Stadion ein bravouröses Rennen und kam nach 13:50 min. angefeuert von den eigenen Kindern ins Ziel. Ältester Teilnehmer war in diesem Jahr der 81-jährige Neuzugang Franz Klasen, der einen eindrucksvollen Vierkampf absolvierte und mit Gold belohnt wurde.

Bei der abschließenden Siegerehrung konnte TSV-Vorsitzender Helmut Beyschlag an das große Teilnehmerfeld Urkunden und Nadeln, überwiegend in Gold, nur wenige in Silber und kaum in Bronze verteilen. Worte des Lobes und der Anerkennung kamen aus dem Munde des TSV-Chefs für die Teilnehmer und Ausrichter, die sich auch in diesen schwierigen Zeiten nicht von ihren sportlichen Ambitionen hatten abbringen lassen. Ehrennadeln für zehnmalige erfolgreiche Teilnahme gingen an Anneliese Schwefel, Ursula Lück und Erika Wüst, ehe sich die Sportlerschar auf den Weg machte, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

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