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Basketball-Bundesliga Frauen

28.11.2018

Rückkehr an die alte Wirkungsstätte

Magaly Meynadier dürfte heute Abend beim Auswärtsspiel an ihrer alten Wirkungsstätte in Saarlouis besonders motiviert sein.
Bild: Jochen Aumann

Magaly Meynadier spielte zwei Jahre in Saarlouis, bevor sie zu den Angels wechselte. Heute dürfte es im Nachholspiel zum Duell auf Augenhöhe kommen

Am ungewöhnlichen und ebenso unangenehmen Termin Mittwochabend müssen die Xcyde Angels zu ihrem Nachholspiel bei den Saarlouis Royals antreten. Die außergewöhnliche Spielansetzung kommt durch die Verlegung vom dritten Spieltag zustande und beschert den Nördlingerinnen drei Spiele innerhalb von sieben Tagen, zudem eine weite Auswärtsfahrt unter der Woche, insbesondere für die Schüler und Studenten im Team eine schwerwiegende Belastung. Das erste Spiel der Woche wurde am vergangenen Sonntag vor heimischem Publikum gegen Braunschweig absolviert und musste knapp verloren gegeben werden. Daher werden die Angels alles daran setzen, nicht gleich die zweite Niederlage gegen eine Mannschaft, die man auf Augenhöhe mit dem eigenen Team wähnt, zu kassieren.

Doch die Gastgeber benötigen dringend einen Sieg. Wie die Angels haben sie noch an einer erst drei Tage alten, ärgerlichen und vermeidbaren Niederlage zu knabbern. Mit nur zwei Zählern unterlagen sie am Sonntag beim TSV Wasserburg und konnten somit schon zum fünften Mal in Folge keine Punkte mitnehmen. Dabei lieferte das Team von Trainer Ondrej Sykora, der die Mannschaft seit dieser Saison betreut, einen akzeptablen Start in die Saison ab. Mittlerweile sind die Royals jedoch ziemlich eingebrochen und liegen gleichauf mit Chemnitz und Braunschweig am Ende der Tabelle.

Ein Blick auf den Kader der Gastgeberinnen offenbart kaum bekannte Gesichter. Nahezu alle Leistungsträgerinnen der Vorsaison haben den Verein verlassen und mussten ersetzt werden. Hinzu kommt, dass Nadjeschda Ilmberger diese Saison noch kein Spiel bestreiten konnte und noch nicht absehbar ist, wann sie wieder einsatzfähig ist.

Ein besonderes Spiel wird es sicherlich für Angels-Akteurin Magaly Meynadier. Die gebürtige Luxemburgerin spielte vergangenes Jahr noch in Saarlouis, das nahe an der Grenze ihres Heimatlandes gelegen ist, und war dort die zweitbeste Scorerin. Am Mittwoch kehrt sie in ihre ehemalige Trainings- und Spielhalle zurück. Auch wenn sie nur wenige von ihren alten Teamkameradinnen wiedersehen wird, so ist die Erinnerung an die Körbe der Royals hoffentlich noch präsent. Die sympathische Luxemburgerin hat sich in zwei Jahren bei den Royals in die Herzen der Fans gespielt.

Der deutsche Meister des Jahres 2010 startete mit einem kleinen Kader von nur neun Spielerinnen in die Saison. Überragende Punktelieferantin ist die US-Amerikanerin Ariel Hearn, die auf der Point Guard-Position spielt und nicht nur mit einer guten Spielübersicht glänzt, sondern auch selbst den Weg zum Korb sucht. Außerdem zählt sie zu den besten Dreierschützinnen der Liga und darf auch beim Kampf um den Rebound nicht aus den Augen gelassen werden. Ihr zur Seite stehen neben zwei weiteren Amerikanerinnen die finnische Centerspielerin Helmi Tulonen sowie die ehemalige deutsche Nationalspielerin Kimberly Pohlmann.

Unter den Körben sollte der Größenvorteil helfen

Die Zielvorgabe für die anstehende Partie gegen das Team aus dem Saarland lautet, einen Sieg mit ins Ries zu bringen. Bleibt zu hoffen, dass es gelingt, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und sich nicht von dem unliebsamen Termin aus dem Rhythmus bringen zu lassen. Dass Racic und Co. auch auswärts stark auftreten können, bewiesen sie zuletzt beim Aufsehen erregenden Match in Marburg. Besonders im Rebound sollte man dem TV Saarlouis, der in diesem Bereich zu den schwächeren Mannschaften zählt, überlegen sein und kann sich damit möglicherweise einen kleinen Vorteil verschaffen. Tipp-Off ist heute Abend um 19.30 Uhr.

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