Snow-Volleyball

03.04.2012

Schmettern in Fußballschuhen

Daumen hoch: Thomas Simon und Franziska Hirte scheiterten beim Wildcard-Turnier der Snow-Volleyballtour erst im Halbfinale.
Bild: Marc Lamberger

Franziska Hirte und Thomas Simon waren bei der Premiere in Deutschland dabei und begeistert von der Atmosphäre

Beach-Volleyballfelder, Palmen und Whirlpools in den Alpen und mitten im Schnee? Das gibt es nur in Österreich und seit Kurzem auch am Spitzingsee (Kreis Miesbach). Dort feierte die Snow-Volleyballtour ihre Premiere auf deutschem Boden, und die Nördlingerin Franziska Hirte war mittendrin. Zusammen mit dem Mannheimer Thomas Simon (34) versuchte sich die 17-Jährige beim Wildcard-Turnier und verpasste es nur knapp, sich als erste Frau für das Spektakel zu qualifizieren. Im Halbfinale unterlag das Duo den beiden späteren Wildcard-Gewinnern Matthias Vogelgsang und Alexander Heinrich aus Rosenheim.

Mischung aus Parkett und Sand

„Es hat richtig viel Spaß gemacht, im Schnee Volleyball zu spielen. Es hat sich angefühlt wie eine Mischung aus Hallenboden und Sand“, erzählt die Nördlingerin. Hirte und Simon waren im Vorjahr bei der Truppe dabei, die in der Nördlinger Hermann-Keßler-Halle den Weltrekord im Dauervolleyball geknackt hatte (wir berichteten). Über die Nördlingerin Anna Mühlschlegel (19), ebenfalls Weltrekordlerin und FSJ-lerin am Spitzingsee, wurden die beiden auf die Snow-Volleyballtour aufmerksam und meldeten sich für das Wildcard-Turnier an. Trotz strömenden Regens waren am Freitag zehn von elf angemeldeten Mannschaften an den Spitzingsee gekommen, um sich das letzte Ticket für die große Veranstaltung am Samstag zu sichern. Dabei zeigten Profis, wie die amtierenden bayerischen Beachvolleyball-Meister Benedikt Doranth und Max Hauser, der französische Staatsmeister Ben Ibata oder Ex-Pokalsieger Patrick Schwaack ihre Ballkunst im Schnee, um nur einige davon zu nennen.

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Und fast hätten es Hirte und Simon auch in die erlesene Auswahl geschafft. „Das wäre natürlich klasse gewesen, aber die zweieinhalbstündige Fahrt hat sich auch so gelohnt“, resümiert die 17-Jährige. Bei der Hauptveranstaltung hatten beide daher viel Spaß beim Zuschauen in der Schnee-Arena. „Es hat mir richtig gut gefallen. Man hat am Samstag auch gesehen, dass die Profis zum Teil die gleichen Probleme im Schnee hatten wie wir am Freitag“, sagt Simon. Vor allem für Hirte war es ungewohnt, im Schnee mit Fußballschuhen Volleyball zu spielen. Volleyball und Fußballschuhe? Stollen waren wirklich das Geheimrezept vieler Sportler, um zumindest etwas Halt im Schnee zu haben. „Mit Fußballschuhen zu spielen, ist schon etwas anderes als in der Halle oder beim Beachen“, erklärt Hirte. Trotzdem sei der Spaßfaktor groß gewesen.

Das Debüt der exotischen Sportart, in der wie beim Beach-Volleyball auf einem acht mal acht Meter großen Feld gespielt wird, ist jedenfalls geglückt, da auch Petrus am Samstag mitgespielt hat. „Ich denke, dass sich auch Snow-Volleyball als Trendsport durchsetzen wird“, mutmaßt Simon. „Das ist einfach etwas Neues.“ Für die beiden steht fest, dass sie im nächsten Jahr wieder zum Spitzingsee fahren wollen.

Kontrastprogramm, was die Temperaturen angeht

Während die Snow-Volleyballtour in den Skigebieten Wagrain und St. Anton weitergeht, zieht es Hirte und Simon kommende Woche bereits in wärmere Gefilde. Mit einigen anderen Weltrekordlern fahren die Volleyball-Fanatiker zum Beachline-Festival nach Riccione in Italien. Die Beach-Volleyballsaison ist also endgültig eröffnet. Ob im Schnee oder im Sand, spielt dabei keine Rolle ...

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