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Futsal

22.01.2020

Sebastian Hertle findet die Lücke

Sebastian Hertle (links) hat die Lücke gefunden und schießt die A-Junioren des TSV Nördlingen zum schwäbischen Hallentitel.
Bild: Walter Brugger

Im Finale der schwäbischen U19-Meisterschaft schießt er die A-Junioren des TSV Nördlingen zum Titelgewinn

Kurz vor Schluss löste Sebastian Hertle eine regelrechte Jubelorgie bei den A-Junioren (U19) des TSV Nördlingen aus. Denn eine halbe Minute vor Schluss fand der Alerheimer die winzige Lücke und jagte den Ball ins Netz des FC Gundelfingen. Es war der 1:0-Siegtreffer für die Nördlinger, die sich damit den Titel des schwäbischen Futsalmeisters sicherten und den Bezirk am 25. Januar bei den bayerischen Titelkämpfen in Maxhütte-Haidhof (Landkreis Schwandorf/Oberpfalz) vertreten. Bereits vor zwei Jahren hatten die Rieser ebenfalls in der Friedberger Halle den schwäbischen Futsaltitel gewonnen.

Erster Gruppengegner des TSV Nördlingen war der TSV Krumbach, im Nachhinein betrachtet genau der richtige Gegner, um gut in das Turnier hineinzukommen und sich eine gute Ausgangslage zu verschaffen. Bereits nach zwei Minuten brachte Fabian Lechler die Rieser in Führung. Nach dem 1:1 und einer gelb-roten Karte gegen Krumbach traf Tim Eckstein zum 2:1 (15.) und Maximilian Beck erhöhte in der Schlussminute zum 3:1-Endstand. Gegen den FC Memmingen traf Tim Seitz schon nach drei Minuten zum 1:0, doch eine Zeigerumdrehung später glichen die Allgäuer aus. Sebastian Hertle (7.) und Maximilian Beck (10.) brachten den TSV wieder nach vorne. Angesichts des Zwei-Tore-Vorsprungs nahmen die Rieser die Partie auf die leichte Schulter, was innerhalb einer Minute mit dem 3:3 bestraft wurde. Doch Tim Eckstein traf mit einem Freistoß zum 4:3-Endstand.

Mit zwei Siegen waren die Meyer-Schützlinge bereits für das Halbfinale qualifiziert. Gegen den TSV Gersthofen folgte im letzten Gruppenspiel eine folgenlose 0:2-Niederlage. Der TSV Nördlingen wurde mit 7:6 Toren und sechs Punkten Gruppenerster vor dem TSV Gersthofen, der auf fünf Punkte und 2:0 Tore kam. Der FC Memmingen und der TSV Krumbach schieden mit je zwei Punkten aus.

Sebastian Hertle findet die Lücke

Die Gruppe B beherrschte mit drei Siegen und 10:1 Toren der FC Gundelfingen. Für die Ermittlung des zweiten Halbfinalisten musste eine Sondertabelle erstellt werden, denn alle anderen Teams wiesen am Ende drei Punkte auf. Hier hatte der FV Illertissen das bessere Torverhältnis und erreichte damit Platz zwei. Platz drei belegte in der zweiten Gruppe der TSV Schwabmünchen, Platz vier die SpVgg Kaufbeuren.

Im ersten Halbfinalspiel konnte sich der TSV Nördlingen gegen das Team des FV Illertissen mit 2:0 behaupten. Maximilian Beck und Mirko Puscher sorgten nach einer Seitz-Vorlage für den Einzug ins Endspiel. Im zweiten Spiel konnte sich der FC Gundelfingen gegen die hervorragend agierenden Gersthofener letzten Endes mit 2:1 durchsetzen. In einem hochklassigen Finale ging es hin und her und lange Zeit schien es, dass das Spiel unentschieden enden würde. „Es war unser bestes Spiel, wir spielten aggressiv und ließen nichts zu und hatten auch die besseren Chancen“, berichtete TSV-Trainer Wolfgang Meyer, der mit Torwart Samuel Hertle, Tim Seitz und Maximilian Beck sogar drei Spieler des jüngeren Jahrgangs einsetzte. Schließlich unterlief Gundelfingens Keeper Niklas Schmitt ein kleines, aber folgenschweres Missgeschick. Beim Abwurf übertrat er die Strafraumkante, es gab Freistoß für Nördlingen – und Sebastian Hertle traf zum alles entscheidenden 1:0. Unverdient war der Nördlinger Sieg keineswegs. „Wir waren im Finale offensiv zu harmlos“, räumte Torsten Menck ein, der die Gundelfinger seit dem Ende der Herbstsaison trainiert und mit dem Titelgewinn einen perfekten Einstand gehabt hätte. Doch sein Team, das bis dahin alle Partien in der Friedberger TSV-Halle gewonnen hatte, biss sich am Ende am Landesliga-Rivalen die Zähne aus.

TSV Nördlingen Samuel Hertle; Wille, Puscher, Eckstein, Lechler, Beck, Sebastian Hertle, Seitz, Sandmeyer, Imeri.

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