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11.10.2018

So weit oben wie lange nicht mehr

Hainsfarths Mittelfeldmann Martin Hoffmann zeigt seine Sprungkraft beim Kopfball. Am Sonntag müssen die Nordrieser den schweren Gang zum Spitzenreiter Wertingen antreten.
Bild: Karl Aumiller

Nach dem 3:0 gegen Absteiger Wörnitzstein/Berg ist der TSV Hainsfarth derzeit bestplatzierter Rieser Kreisligist. Am Sonntag geht es zum Spitzenreiter Wertingen.

Wörnitzstein/Berg (22 Punkte) gegen Mertingen (25) und Wertingen (28) gegen Hainsfarth (22) – am Wochenende gibt es in der Kreisliga Nord zwei sehr wichtige Partien, treffen doch die ersten vier Teams der Tabelle aufeinander. Hatte man vor der Runde dort zwar Vizemeister Wertingen und eventuell auch Absteiger Wörnitzstein erwartet, sind Mertingen und Hainsfarth dort doch eher überraschend zu finden.

Vor allem die Rieser, die sich vergangene Saison lange gegen den Abstieg wehren mussten, sind das momentane Überraschungsteam der Kreisliga. Fünf Siege in Folge brachte kein anderer Verein zustande und von den anderen führenden Mannschaften hatte jede in den vergangenen fünf Spielen zumindest eine Niederlage aufzuweisen.

Dabei hatte sich bei den Nordriesern anfangs der Runde gar nicht viel verändert, nur der frühere Nördlinger Johannes Geiß hatte den Verein wieder verlassen. Und nur David Hertle, ein Leistungsträger der vergangenen Saison, trat wegen seiner beruflichen Veränderung sportlich kürzer. Dafür mauserte sich Junior Bastian Mebert und erzielte heuer in acht Spielen bereits fünf Tore, immerhin so viel wie Spielertrainer Nico Hensolt. Erfolgreichster „Goalgetter“ des TSV ist derzeit aber Kapitän Nico Leister, der bisher sechsmal traf. Ein weiterer Leistungsträger der Blauweißen verletzte sich vergangene Woche beim 3:0 gegen Wörnitzstein/Berg mit Torwart Maximilian Jung, der aber von Timo Haffelt gut vertreten wurde. Ob Jung am Sonntag wieder auflaufen kann, ist noch nicht sicher. Da müsse man erst das heutige Training abwarten, sagt Abteilungsleiter Holger Meyr.

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Wie der Tabellenführer verloren auch die Nordrieser diese Saison erst einmal und das überraschenderweise zu Hause gegen Altisheim/Leitheim. Ansonsten hatte es zunächst vier Remis und dann nur noch Siege gegeben. Dazu gehörten immerhin auch Erfolge gegen die Spitzenteams in Möttingen und Mertingen, sowie gegen Wörnitzstein. Dabei war zwar auch Glück dabei, weiß Meyr, der darum die augenblickliche Position auch nicht überbewertet: „Alles, was wir jetzt holen, freut uns, sind aber letztlich nur wichtige Punkte gegen den Abstieg.“

Meyr lobt aber ausdrücklich das derzeit gute Hainsfarther Mannschaftgefüge, das vorbildlich von Spielertrainer Nico Hensolt gebildet worden sei. Dieses wird vor allem am kommenden Sonntag nötig sein, wenn die Nordrieser nach Wertingen müssen. „Für mich ist der Tabellenführer aufgrund seiner vielen Verstärkungen klarer Aufstiegsfavorit“, so der TSV-Fußball-Chef. In der vergangenen Saison gab es gegen Wertingen nichts zu erben. Auf dem Burschel verlor man 0:3, am Judenberg sogar 0:4. Dort hängen auch heuer die Punkte hoch, gewann der TSV Wertingen doch alle fünf bisherigen Heimspiele.

Aber auch Hainsfarth braucht sich nicht zu verstecken, ist man doch als einziger Kreisligist auswärts noch ungeschlagen. Auf jeden Fall trifft die Hensolt-Elf auf die stärkste Liga-Abwehr, die sich in elf Spielen bisher nur siebenmal bezwingen ließ. „Mit unserer guten Serie können wir aber selbstbewusst auch nach Wertingen fahren“, so der Hainsfarther Abteilungsleiter. Meyr war selbst noch beim bisher größten Erfolg der Blauweißen dabei, als diese im Jahr 2005 unter Trainer Jürgen Kornmann erstmals die Kreisligameisterschaft holten und dabei auch den bisher einzigen Sieg gegen Wertingen einfuhren.

„An die Bezirksliga denkt bei uns derzeit niemand, denn wir wissen, wie schnell eine Serie in den oftmals engen Spielen wieder zu Ende gehen kann“, so Holger Meyr. Er erinnert dabei an die Spiele gegen Wörnitzstein und Mertingen, die seiner Meinung nach recht glücklich für den TSV ausgingen.

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