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Basketball

21.01.2020

Spitzenreiter zu stark für den TSV

Nördlingens ersatzgeschwächtes Regionalligateam hat in Unterhaching einige gute Phasen, muss sich letztlich aber der individuellen Klasse des souveränen Tabellenführers beugen

In einer intensiven Partie mussten sich die TSV-Basketballer dem Tabellenführer Unterhaching mit 74:86 geschlagen geben. Nach verschlafenem Start konnten die Rieser zwar immer wieder aufholen, hatten aber letztlich ohne Aufbauspieler Bene Schwarzenberger keine Chance gegen die starken Hausherren.

Nach dem erneuten Rückschlag durch die Verletzung von Bene Schwarzenberger konnten die Verantwortlichen des TSV Nördlingen Ex-Spieler Felix Leitner zu einem Aushilfseinsatz überzeugen. Obwohl er über ein Jahr kein Spiel mehr bestritten hatte, erklärte er sich bereit, auf der Aufbauposition auszuhelfen.

Der Start in die Partie verlief alles andere als gut. Mit einem freien Dreier und einem anschließenden einfachen Korbleger narrte Topspieler Kropp die Verteidigung der Gäste. Aufgrund der aggressiven Verteidigung der Unterhachinger hatten die TSV-Jungs erhebliche Probleme im Spielaufbau. Nach fünf Minuten lag man bereits deutlich mit 2:14 im Rückstand. Doch einmal mehr schaffte es das junge Team, sich in das Spiel zurückzukämpfen. Mit zwei wichtigen Dreiern hielt Anthony Gamble das Team zum Viertelende offensiv im Spiel (23:14). Im zweiten Viertel schafften es die Rieser, sich offensiv etwas zu stabilisieren. Einzig die sonstige Stärke, die Verteidigung, ließ über große Phasen des Spiels zu wünschen übrig. Dennoch schafften es die Nördlinger, das zweite Viertel ausgeglichen zu gestalten (42:33).

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Motiviert gingen die Rieser in die zweite Hälfte, in der offensiv vor allem Philipp Steinmeyer und Robin Seeberger sehr gut harmonierten. Der Rückstand konnte dadurch auf drei Punkte verkürzt werden (54:51, 25.). Doch die individuelle Klasse des Spitzenreiters verhinderte eine erfolgreiche Aufholjagd. Durch einfache Punkte im Fastbreak konnte Unterhaching zum Viertelende den Vorsprung wieder vergrößern (61:53, 30.). Auch in den letzten zehn Minuten das gleiche Bild: Immer, wenn es die Rieser verstanden, gut zu verteidigen und offensiv zu punkten, schalteten die Hausherren einen Gang höher. Auch wenn es nie deutlich wurde und die TSV-Jungs immer in Schlagdistanz waren, hatte man gegen Ende nicht das Gefühl, das Spiel noch drehen zu können. Dies lag einerseits an der aggressiven Verteidigung der Hausherren, die zu mehreren Ballverlusten im Aufbau führten, und andererseits an der individuellen Klasse der Hachinger Spieler, die nur schwer im Eins-gegen-Eins zu halten sind. Unter dem Strich stand eine verdiente 74:86-Niederlage gegen den souveränen Tabellenführer.

Für die Nördlinger wird es nun darum gehen, sich von einem schwachen Spiel gegen einen Favoriten nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Es gilt, die richtigen Schlüsse aus dieser Partie zu ziehen und wieder zu den alten Stärken in der Verteidigung zurückzukehren. Man sollte nicht vergessen, dass der TSV Unterhaching das mit Abstand beste Team der Liga und eine Zwölf-Punkte-Niederlage keine Schande ist. Die Chance zur Wiedergutmachung gibt es nächsten Samstag im Heimspiel gegen Wolnzach.

TSV Nördlingen Anthony Gamble 25 (2 Dreier), Johannes Steinmeyer 5 (1), Julius Kluger, Felix Leitner 3 (1), Philipp Steinmeyer 13 (3), Robin Seeberger 19, Flo Knie 1, Tobias Mussgnug 6 (2), Jan Schmalfeld und Bene Veh 2.

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