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Kunstturnen

20.05.2015

Sprung an die Spitze

Am ersten Tag grandiose Höchstnote am Sprung

Arian Trieb überzeugt bei seinem internationalen Debüt in St. Petersburg. Allerdings gibt’s auch einen Wermutstropfen

Arian Trieb von der KTV Ries konnte bei seinem internationalen Debüt in St. Petersburg überzeugen und sich in drei Gerätefinals turnen.

Welchen Stellenwert der Ditjatin-Cup in Russland besitzt, zeigt die Tatsache, dass das russische Fernsehen live vor Ort war genauso wie die „Hochkaräter“ an Teilnehmern. Im Jugendbereich waren unter anderem die Nationalmannschaften aus Russland, Schweden, Norwegen und Armenien dabei. Bei den Männern gingen keine Geringeren als David Belyavskiy (Fünfter bei der WM 2014) oder Nikolai Kuksenkov (Vierter bei Olympia 2012) an den Start.

Nachdem sich Arian Trieb auf dieses Großereignis mit bis zu 20 Stunden Training pro Woche intensiv vorbereitet hatte, ging es voll motiviert ins Flugzeug nach St. Petersburg. Schon beim Einturnen in der Olympiastützpunkthalle in St. Petersburg wurde klar, dass hier beste Bedingungen mit Topgeräten herrschten. Diese ersten Eindrücke wurden nur durch eine Kapselverletzung in der Hand des Nördlingers etwas getrübt. Aufgrund dieser Problematik beschloss Trainer Roland Grimm, an den Ringen und am Barren etwas einfacher zu turnen, damit die Chancen einer Finalteilnahme an den Paradegeräten Boden, Sprung und Reck gewahrt blieben.

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Seine psychische und physische Fitness zeigte der Nördlinger Leistungssportler gleich mit einer bärenstarken Reckübung, die mit einer 12,800 belohnt wurde. Der starke Auftritt ging am Boden mit einer von Schrauben und Salti gespickten Übung weiter, was am Ende 12,767 Punkte bedeutete. Dass künftig das Hauptaugenmerk der Trainingseinheiten auf das Pauschenpferd gelegt werden muss, zeigt die Tatsache, dass am Ende trotz flüssig und gut durchgeturnter Übung nur eine 10,300 stand. Mit einer sauberen Ausführung an den Ringen ging sein Vortrag im Wettbewerb mit einer 10,700 weiter. Dies ist umso höher einzustufen, da Trieb die Elementgruppe des Schwung-Handstandes aufgrund seiner Verletzung nicht zeigte, um sich seine Chancen am Sprung zu wahren.

Hier zeigte der junge Turner der KTV Ries erstmals in einem Wettkampf den Kasamatsu mit Schraube. Bei dieser Höchstschwierigkeit springt der Turner mit einer Vierteldrehung auf den Sprungtisch in den Handstand seitlich, gefolgt von einer Vierteldrehung mit anschließendem Salto vorwärts gestreckt mit zwei Schrauben. Belohnt wurde seine tadellose Ausführung mit der Höchstnote von 14,200 am Sprung und somit ging er als Erster in das Sprungfinale. Am letzten Gerät des ersten Tages, dem Barren, erhielt der Youngster aus dem Ries eine 11,500. Um den verletzten Finger zu schonen, zeigte Arian seine Barrenübung ohne die Elementgruppe der Felge.

Am zweiten Tag standen die Finals an und Arian Trieb begann am Sprung. Nervenstark und problemlos zelebrierte er seine zwei Sprünge in den sicheren Stand. Vorfreude kam bei Trainer und Turner auf, doch die Kampfrichter aus Kasachstan zeigten nur 12,850 Punkte und so wurde der Nördlinger auf Platz sechs durchgereicht, was das faire russische Publikum mit Pfiffen quittierte.

Am Reck hieß es erstmals die Emotionen wieder zu beruhigen was nicht vollständig gelang, denn beim Adler zeigte Arian Nerven; so stand hier eine 12,233 verbunden mit dem siebten Platz. Gleich darauf musste Arian Trieb seine Bodenübung präsentieren. Bei der Abschlussbahn mit dem Salto rückwärts gestreckt mit zweieinhalb Schrauben griff der Gymnasiast auf die Bodenfläche, um einen Sturz zu vermeiden. Dies hatte einen Endwert von 12,400 und den siebten Platz zur Folge.

Nachdem Arian Trieb trotz verletzter Hand bei seinem ersten internationalen Wettkampf ein Gesamtergebnis von 72,267 Punkten verbunden mit dem 21. Platz erreichte, war man sehr stolz auf das Ergebnis, das die individuelle Klasse des Talentes aus dem Leistungszentrum der KTV Ries zeigt. (rgr)

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