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Kunstturnen

16.06.2017

Start der Mission Klassenerhalt

Auf dem großen Nachwuchstalent Arian Trieb, hier beim Flugteil am Reck, ruhen in dieser Saison einige Hoffnungen der KTV-Trainer.
Bild: Jochen Aumann

Die KTV Ries eröffnet eine ungewöhnliche Saison, die bereits im Juni beginnt und im Herbst fortgesetzt wird. Die Eingruppierung in die 2. Liga Nord bedeutet einige neue Gegner

Zum Saisonauftakt steht bei den Turnern der KTV Ries gleich ein sehr wichtiger Wettkampf auf dem Programm, bei dem es um wertvolle Punkte in Sachen Klassenerhalt geht. Das Turnzentrum Bochum-Witten gastiert dabei zum ersten Mal im Ries. Wettkampfbeginn ist wie gewohnt um 18 Uhr in der Hermann-Keßler-Halle.

Einige Neuerungen stehen in der Liga bei den Kunstturnern an, vor allem den Saisonauftakt im Juni mit zwei Wettkämpfen, dem dann im Herbst fünf weitere Durchgänge folgen werden. Auch die Einteilung in die Nordstaffel stellt die Turner und Verantwortlichen vor viele Herausforderungen, da man gegen viele Mannschaften das erste Duell bestreiten wird und die Gegner demzufolge schwieriger einzuschätzen sind. Mit dem TZ Bochum-Witten hat man gleich zum Saisonbeginn am Samstag den ersten Kontrahenten dieser Art.

Beide Mannschaften treten mit dem Saisonziel Klassenerhalt an, was für die KTV als Aufsteiger nicht ungewöhnlich ist, aber auch die Bochumer haben sich diese Vorgabe selbst auferlegt. Im letzten Jahr gelang ihnen das mit Rang sieben in der finalen Tabelle knapp und so ist die Einschätzungen vieler Experten, dass der erste Wettkampftag gleich richtungsweisend sein wird.

Trainer Thomas Schlüter hat seine Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr etwas umgebaut und setzt nun auf jüngere Turner. Zusätzlich wird die Mannschaft von zwei Talenten aus Berlin unterstützt. Der Kern des Teams, das nun schon die dritte Saison in der 2. Bundesliga bestreiten wird, konnte aber gehalten werden und man kann damit schon auf einige Erfahrung zurückgreifen.

Bei der KTV Ries hat sich personell wenig geändert und so wird man die anstehende Saison mit denselben Leistungsträgern bestreiten, die im vergangenen Jahr für die Siegesserie gesorgt haben. Arian Trieb und Maurice Praetorius bewiesen sich zuletzt bei der deutschen Jugendmeisterschaft in der AK 17/18 und konnten nach zwei Durchgängen beide unter den Top 10 landen. Nebenbei erreichten sie auch diverse Gerätefinals und stellten damit einmal mehr unter Beweis, dass sie zu Deutschlands besten Nachwuchsturnern zählen. Morgen werden sie als Mehrkämpfer ihr Können wieder in den Dienst der Mannschaft stellen. Mit Ilya Kibartas steht für den ersten Ligawettkampf auch wieder eine bekannte Verstärkung in der Aufstellung der Rieser. Das Mitglied des russischen Nationalkaders wird ebenfalls als Sechskämpfer zum Einsatz kommen.

Die restlichen Einsätze an den jeweiligen Geräten werden wieder die Gerätespezialisten im Team übernehmen. Jakob Mayer ist Kandidat für Boden, Seitpferd und Reck, Philip Schmid am Boden und am Sprung eine Option. Lukas Leonhardt ist mit seinem Paradegerät Seitpferd ein wichtiger Spezialist, aber auch am Barren und am Reck einsetzbar. Andreas Hofer ist ebenfalls für das Zittergerät Pauschenpferd vorgesehen, aber auch am Boden und Barren bei den Trainern vorgemerkt. Am Barren und Reck ist Stefan Braun seit Jahren ein verlässlicher Turner im meist hektischen Verlauf gegen Ende des Wettkampfes. Auch Sven König kann schon auf einige Jahre Wettkampferfahrung zurückblicken, ist aber meist zu Beginn im Einsatz (Seitpferd, Ringe, Sprung). Allerdings bringt kein Turner mehr Erfahrung mit in die Mannschaft als Kapitän Thomas Radler, der sich auch in dieser Saison nochmals auf das Abenteuer 2. Bundesliga einlässt und mit seinem Können an bis zu fünf Geräten der Mannschaft zur Verfügung steht. Auch Roland Hagner will es nochmals wissen und hängt nochmals eine Saison in der ersten Mannschaft dran, wo er an seinem Spezialgerät Ringe noch immer vorne mitturnen kann.

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