Sport in Schule und Verein

20.11.2019

Strategien für mehr Bewegung

Bei der Tagung des Arbeitskreises Sport in Schule und Verein (von links): Michael Scholz (Sparkasse Donauwörth), Schulrat für den Sport Stephan Poss, BSJ-Vertreter Ronaldo Peceros, Geschäftsführerin des Arbeitskreises Marga Riedelsheimer (Obfrau Basketball), Thorsten Gleichmar (Fußball), Annett Schäfer (Turnen und Fachberaterin), Theresa Wizinger (künftige Obfrau Volleyball), Heike Schiele (Schwimmen und Fachberaterin), Sibylle Lutzkat (Tennis), Wolfgang Schelzig (Judo), Silvia Scheurich (Schwimmen), Vertreter des BLSV Werner Freißler, Wolfgang Römer (Tischtennis) und Josef Wizinger (bisheriger Obmann Volleyball). Es fehlen Andreas Weinig (Leichtathletik und Fachberater), Robert Gleich (Handball) und Harald Deiß (Badminton).
Bild: Regine Teibner

Bei der Jahrestagung erörtert der Arbeitskreis, wie Kinder und Jugendliche zu mehr Aktivität motiviert werden können. Weitere Fortbildungsreihe für Lehrer

Manche Sitzungen, die jährlich stattfinden, verlaufen im Sand – nicht so beim Arbeitskreis Sport in Schule und Verein. Sportliche Vertreter aller Schularten, Fachleute aus unterschiedlichen Sportarten, sogenannte Obleute, tagen zusammen mit dem Staatlichen Schulamt, Vertretern des BLSV und der BSJ, um immer wieder den Schulsport zu durchleuchten und Möglichkeiten zu eruieren, wie dieser gestärkt werden kann, wie Kinder mehr zum Sport geführt werden können. Bewegung, Spaß am Sport, Gesunderhaltung des Körpers – diese Punkte stehen im Zentrum.

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Die diesjährige Sitzung fand in den Räumlichkeiten der Donauwörther Sparkasse statt, die zusammen mit der Sparkasse Dillingen-Nördlingen ein langjähriger, verlässlicher Partner des Schulsports ist. Geschäftsführerin Marga Riedelsheimer dankte deshalb in ihrer Begrüßung Sparkassen-Vorstandsmitglied Michael Scholz für die stetige Unterstützung. Diesem Dank schloss sich auch der neue zuständige Schulrat des Landkreises Donau-Ries Stephan Poss an, der sich in diesem Rahmen auch dem Arbeitskreis als 2. Vorsitzender vorstellte. Scholz sicherte auch weiterhin die Unterstützung der Sparkassen zu und bestätigte, dass gerade in unserer Gesellschaft der Sport weiterhin hochgehalten werden müsse – und zwar gerade auch der Schulsport neben dem Leistungssport – da zunehmend die Bewegungsfähigkeit, Koordination und der Wille zur regelmäßigen körperlichen Betätigung in vielen Familien abnehme.

Es folgte ein kurzer Rückblick auf die Aktivitäten im Landkreis im vergangenen Schuljahr. Neben Fußball, Basketball, Volleyball, Beachvolleyball und Schwimmen verzeichnet der Landkreis die meisten Meldungen noch in den Sportarten Leichtathletik und Gerätturnen. Die Obleute der entsprechenden Sportarten Thomas Gleichmar (Fußball), Marga Riedelsheimer (Basketball), Josef Wizinger (Volleyball), Heike Schiele (Schwimmen), Annett Schäfer (Leichtathletik in Vertretung von Andreas Weinig und Turnen) berichteten über die ausgerichteten Wettkämpfe. Die Kreissportfeste erfreuten sich weiterhin großer Beliebtheit, fast alle Grund- und Mittelschulen seien vertreten, oft mehrfach. Im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ seien lediglich einzelne Meldungen zu verzeichnen, die eher aus dem gymnasialen Bereich kommen. Nur vereinzelt nehmen auch Mittelschulen teil.

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Im zweiten Teil der Sitzung ging es darum, wie man als Arbeitskreis die Lehrkräfte unterstützen kann, um im Sportunterricht die Angebote noch variabler gestalten zu können. Nicht jeder Lehrer sei schließlich in allen Sportarten firm – wie auch. Hier wird der Arbeitskreis eine weitere Fortbildungsreihe starten. Alle Obleute bieten in ihrem Fachbereich oder ihrer Sportart eine Fortbildung an, zu der alle Schularten eingeladen sind. So können neue, praktische Ideen aus erster Hand von Fachleuten erworben werden und in den eigenen Unterricht einfließen. Angeboten werden Fußball, Beachvolleyball, Basketball, Rückschlagspiele, Rettungsschwimmen, Judo und Tanz.

Im kommenden Jahr soll der Versuch gestartet werden, in diversen Sportarten kleinere Turniere zu organisieren. Geplant sind Turniere von Verbünden oder Turniere im südlichen bzw. nördlichen Landkreis; wenig Aufwand, viel sportliche Aktivität mit leichtem Wettkampfcharakter, um die Schüler auch im Unterricht zu motivieren. Schwierig gestaltete sich die Diskussion, wie in den Schulen sportlich untalentierte oder übergewichtige Kinder von „Vermeidungsstrategien“ im Sport abgehalten und frühzeitig zum Sporttreiben motiviert werden können. Hier wurden Ideen aus anderen Schulen gesammelt.

Als Vertreter des Bayerischen Landessportverbandes dankte Werner Freisler den Mitgliedern des Arbeitskreises ausdrücklich für ihr ehrenamtliches Engagement. Auch er sehe schon lange, wie wichtig es sei, Kinder zu Bewegung und körperlichen Aktivität zu motivieren. Gerade hier falle den Schulen eine elementare Aufgabe zu, die nur mit viel Idealismus und Kontinuität erreicht werden könne. (mr)

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