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Ju-Jutsu

16.04.2013

TSV-Kämpfer auf Medaillenjagd

Martin Gabler stoppt seinen Gegner mit einem Fußstoß. Der TSV-ler gewann am Ende wie bei der nordbayerischen Meisterschaft die Silbermedaille.
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Martin Gabler stoppt seinen Gegner mit einem Fußstoß. Der TSV-ler gewann am Ende wie bei der nordbayerischen Meisterschaft die Silbermedaille.

Viele gute Ergebnisse bei den nordbayerischen und bayerischen Titelkämpfen

Die bayerischen Meisterschaften 2013 im Ju-Jutsu-Wettkampf fanden in Amberg (Oberpfalz) statt. Das Turnier wurde dieses Jahr erstmals wieder an nur einem Wettkampftag abgehalten. In den Jahren zuvor standen die Junioren und Senioren an zwei getrennten Tagen auf der Matte.

Die Ju-Jutsu-Abteilung des TSV Nördlingen war mit insgesamt sieben Athleten für die Meisterschaften angemeldet. Lukas Barth, Felix Eidam, Mike Thienel, Martin Gabler und Christian Bold starteten im Fighting-Wettkampf, Leonie Stegmüller und Wasana Mayer im Duo-Wettkampf.

Überraschender Meistertitel für die Duo-Mädchen

Im Duo-Wettkampf kämpften für den TSV Wasana Mayer und Leonie Stegmüller in der Klasse U18 weiblich. Duo ist neben dem Fighting die zweite Wettkampfform in der modernen Kampfsportart Ju-Jutsu. Die Paare zeigen hier einstudierte, meist sehr komplexe Technikkombinationen zu insgesamt 20 Angriffen, die in vier Serien unterteilt sind. Die beiden Mädchen trainieren zwar bereits seit zwei Jahren gemeinsam für den Duo-Wettkampf, sind aber in dieser Saison das erste Mal auf professionellen Wettkämpfen unterwegs. Die vermeintlichen Außenseiterinnen haben bereits vor einem Monat bei der nordbayrischen Meisterschaft ihr Können unter Beweis gestellt. Damals waren zu wenige weibliche U18-Duo-Paare vertreten, deshalb wurden die Klassen weiblich, männlich und mixed der U18-Altersklasse zusammengelegt. Sie zeigten eine souveräne Leistung, mussten sich nur einem männlichen Paar – und das sehr knapp – geschlagen geben und konnten so am Ende einen hervorragenden zweiten Platz verbuchen. Bei den bayerischen Meisterschaften konnte das Nördlinger Duo-Paar nahtlos an diese Erfolge anknüpfen, ja sie sogar noch übertreffen. Wasana Mayer und Leonie Stegmüller waren an diesem Wettkampftag in Top-Form. Sie konnten von keinem anderen der fünf Paare der Klasse Duo U18 weiblich geschlagen werden und schafften so den Sprung ganz oben aufs Treppchen. Mit diesem Ergebnis ist das Paar für die süddeutschen Meisterschaften qualifiziert.

Zweikampf nach vorgegebenen Regeln

Die weiteren Starter des TSV Nördlingen traten allesamt im Fighting-Wettkampf an. Fighting ist eine Form des Zweikampfes nach vorgegebenen Regeln. Punktewertungen sind dabei im Bereich der Schlag- und Tritttechniken (Part 1), der Wurftechniken (Part 2) und im Bereich der Bodentechniken (Part 3) möglich. Es gibt dabei – je nach Erfolg der Technik – zwei verschiedene Punktekategorien: Wasari (einfacher Punkt) und Ippon (doppelter Punkt).

Barths Turnierdebüt fällt „mangels Masse“ aus

Zum ersten Mal bei einem Turnier antreten wollte eigentlich Lukas Barth. Unglücklich war nur, dass seine Gewichtsklasse aufgrund mangelnder Teilnehmerzahl nicht zustande kam. Die Möglichkeit, in der nächsthöheren oder älteren Klasse zu starten, war an diesem Tag nicht gegeben. So musste Lukas Barth kampflos wieder nach Hause fahren.

Ähnlich wie die beiden Mädchen im Duo gibt auch Felix Eidam in dieser Saison sein Wettkampfdebüt. Er hat sein Fightingtraining erst im vergangenen Jahr begonnen und nimmt in erster Linie an Wettkämpfen teil, um Kampferfahrung zu sammeln. Er kämpft in der Gewichtsklasse U18 männlich bis 81 kg. In seinen Kämpfen, sowohl bei der nordbayerischen als auch bei der bayerischen Meisterschaft zeigte Eidam, dass durchaus Fighting-Potential in ihm steckt und qualifizierte sich zurecht für die süddeutschem Meisterschaften.

Mike Thienel startete in der Gewichtsklasse U21 männlich bis 85 kg. Bereits im ersten Kampf zog sich der bereits seit zwei Jahren aktive Wettkämpfer eine Verletzung an der Schulter zu. Trotz des Handicaps brachte Mike Thienel den Kampf zu Ende, verlor ihn jedoch knapp. Trotz der bereits angeschlagenen Schulter entschied sich der TSV-ler, das Turnier nicht durch Aufgabe zu beenden, und ging auch im zweiten Kampf an den Start. Wie sich im Nachhinein herausstellte, ein fataler Fehler. Thienel wurde von seinem Gegner geworfen und fiel dabei erneut unglücklich auf seine bereits verletzte Schulter. Diese Verletzung zwingt ihn nun erst einmal zu einer längeren Wettkampfpause.

Christian Bold bei der „Nordbayerischen“ ungeschlagen ...

Christian Bold ging wie gewohnt in der Gewichtsklasse der Senioren bis 69 kg ins Rennen. Noch fünf Wochen zuvor, bei den nordbayrischen Meisterschaften, hatte er sich von seiner allerbesten Seite gezeigt. Er gewann seine ersten beiden Kämpfe haushoch und zeigte dabei auf hervorragende Weise seine ganze Routine, die sich der Bayernkader-Athlet über seine langjährige Wettkampferfahrung angeeignet hat. Beim Kampf gegen den dritten Gegner ging es dann um den Titel. Felix Domhöver hatte seine beiden vorigen Kämpfe ebenso klar gewonnen wie der Nördlinger. Der Hilpoltsteiner kam zu Beginn besser in den Kampf und konnte sogar mit 8:4 in Führung gehen. Erst dann startete der TSV-ler seine Aufholjagd. Mit einer meisterlichen Taktik und viel Einsatz wendete er den Kampf und konnte ihn am Ende mit 18:10 für sich entscheiden. Hochverdient stand er am Ende ungeschlagen ganz oben auf dem Siegertreppchen.

... aber in Amberg absolut nicht in Bestform

Allerdings konnte Christian Bold in Amberg nicht an den Erfolg der nordbayerischen Meisterschaften anknüpfen. Der routinierteste unter den Nördlinger Wettkämpfern stellte sich als nicht sein Erfolgstag heraus. Bereits im ersten Kampf musste sich Christian in der letzten Sekunde dem späteren bayrischen Meister geschlagen geben. Im ersten Trostrundenkampf konnte er zwar einen Sieg für sich verbuchen, im darauf folgenden Kampf war dann aber an diesem Tag Endstation für den Nördlinger. Christian Bold konnte an diesem Samstag nicht seine gewohnt starken Leistungen zeigen und muss deshalb um die Teilnahme an den süddeutschen Meisterschaften bangen.

Martin Gabler gewinnt erneut die Silbermedaille

Einen deutlich besseren Tag hatte Martin Gabler. Er startete in der Gewichtsklasse der Senioren bis 77 kg, wo er sich gegen vier Gegner behaupten musste. Drei seiner Kämpfe konnte Martin Gabler klar für sich entscheiden. Dabei konnte er sich sogar – als Einziger an diesem Tag – gegen den späteren bayerischen Meister durchsetzen. Im Vergleich zu seinen bereits beachtlichen Leistungen bei den nordbayerischen Meisterschaften konnte sich der Nördlinger noch weiter steigern und sich noch flexibler im Bereich der Wurftechniken präsentieren. Damit konnte er diesmal mehrere Ippons durch technisch saubere Würfe auf seinem Konto verbuchen. Bei ihm macht sich das zusätzliche Judotraining mit dem besonderen Augenmerk auf das Wurftraining bemerkbar. Doch auch in den anderen beiden Bereichen des Ju-Jutsu-Fightings zeigte er sehr gute Leistungen und konnte am Ende wie schon bei den nordbayerischen Meisterschaften verdient die Silbermedaille entgegen nehmen. Die Qualifikation zu den süddeutschen Meisterschaften ist mit dieser Platzierung gesichert.

„Gast-Paar“ aus Donauwörth ebenfalls siegreich

Außerdem stieß noch ein weiteres Duo-Paar aus dem Donauwörther Ju-Jutsu-Verein zum Nördlinger Team hinzu. Die beiden Mädchen haben bereits am Nördlinger Training teilgenommen und wurden seit einigen Wochen neben ihren Heimtrainern zusätzlich von Tobias Bruckmeier betreut. Die beiden Schwestern Donjeta und Djenjeta Demhasaj starteten in der U15-Duo-Klasse weiblich und konnten ein optimales Ergebnis erzielen. Die Mädchen blieben in ihrer Gewichtsklasse ungeschlagen und standen somit völlig zu Recht ganz oben auf dem Siegerpodest.

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