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Basketball Regionalliga

04.02.2014

Tempospiel und hellwache Aktionen

Johanna Klug überzeugte gegen den FC Bayern mit einer guten Leistung.
Bild: Jochen Aumann

TSV-Damen gewinnen Spitzenduell gegen den FC Bayern

Zweiter gegen Erster war die Konstellation in der Nördlinger Mehrzweckhalle im Regionalligaspiel der Damen des TSV Nördlingen gegen den FC Bayern München. Und wie es sich für ein Basketball-Spitzenspiel gehört, war die Halle mit den Anhängern beider Teams ungewöhnlich gut gefüllt. Schließlich hatte ein Großteil der Akteure seine Wurzeln in Nördlingen.

Dabei ging es nicht, wie vermutet, um die Meisterschaft oder gar den Aufstieg, denn beides ist nicht vorherrschendes Ziel der TSV-Damen. Dass das Spiel dann relativ einseitig wurde, war nicht zu erwarten. Die Einheimischen hatten in Abwesenheit der verletzten Kapitänin Vroni Meyer wie gewohnt bei Heimspielen eine bunte Mischung aus den Nachwuchsspielerinnen der Bundesliga und den Nachwuchskräften der Jugendmannschaften aufgeboten, unterstützt von der 42-jährigen Anett Sredl als „Mutter der Kompanie“. Und diese Mannschaft war am Sonntag einfach zu stark für den Tabellenführer. Mit 46:67 erlitten die Münchnerinnen nach vierzig Minuten ihre erst zweite Saisonniederlage. Warum die Gäste so eingingen, ist relativ einfach erklärt: die Nördlinger Damen waren insgesamt wesentlich schneller und dies sowohl im Angriff wie in der Verteidigung. Mit Kathrin Gut und Anna Thalhofer hatten sie starke Aufbauspielerinnen, die sicher agierten und ihre Mitspielerinnen gut bedienten. Carina Högg, nach Zehenbruch wieder fit, war unter dem Korb schwer zu bändigen. Sie vollendete schöne Spielzüge, war jedoch auch im Offensivrebound erfolgreich. Ihr zur Seite stand die Jugendnationalspielerin Johanna Klug mit druckvollen Aktionen unter dem Korb und aus der Halbdistanz. Und wenn es um Druck auf die gegnerische Verteidigung ging, war Laura Geiselsöder eine starke Triebfeder. Der jugendliche Rest des Teams sprang durchaus erfolgreich mit in die Bresche, auch als er gegen Ende des Spieles mal allein ohne die Stützen agieren durfte.

Die Nördlinger beherrschten die Offensive aber auch, weil sie im Rebound deutlich wacher waren. Immer wieder erkämpften sie sich zweite und dritte Chancen. Im Gegensatz dazu hatten die Münchnerinnen deutlich weniger Korbchancen, denn sie blieben sehr oft an der wechselnden TSV-Verteidigung hängen und nach schwachen Würfen landete der Rebound bei den Einheimischen. Dass am Ende 19 der 46 Gästepunkte aus Freiwürfen stammen, belegt dies deutlich. Bereits nach dem ersten Viertel, das mit 17:15 endete, gab es berechtigten Beifall, denn viele der TSV-Anhänger hatten offensichtlich nicht damit gerechnet, dass die Nördlinger so gut „mithalten“ können. Noch mehr Beifall gab es dann zur Halbzeit, als die TSV-Damen mit 34:21 führten und sich der Erfolg schon abzeichnete. Mit einem 10:1-Lauf der Einheimischen begann dann das dritte Viertel, bei dem die Münchner mehr Druck auf die Nördlinger Verteidigung ausüben wollten, jedoch letztlich nur mit Freiwürfen punkten konnten. Auch das dritte Viertel ging mit 26:17 an die TSV-Damen, die die Führung auf 60:38 ausbauten. Im letzten Viertel hieß es dann Jugend allein gegen die Routiniers aus München. Das Duell ging 7:8 aus. (or)

Für Nördlingen spielten: Geiselsöder 7, Gerstmeyr 2, Gut 12 (2 Dreier), Högg 20, Johanna Klug 14, Kathy Klug 3, Ruf, Sredl 3, Tauschek 2, Thalhofer 4. Fouls 24, Freiwürfe 22, davon 15 erfolgreich = 68%. Bei den Gästen punkteten Stefanie Gehring mit 11 und Vera Galovic mit 10 Punkten zweistellig. Fouls 19, Freiwürfe 27, davon 19 erfolgreich = 70%.

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