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Fußball

05.06.2018

Warum Schiedsrichter so wichtig sind

Niko Steidle (von links), Tobias Heuberger, Sebastian Stadlmayr, Seif Mansour, Maximilian Döbler, Stefan Baur, Jonas Keppeler, David Fischer, Orkun Yilmaz, Clauspeter Heger, Wiktor Miehling, Felix Hirschbeck gehören zum Förderkader der SRG Nordschwaben.
Bild: David Fischer

Lehrgang in Huisheim. Was es mit dem nordschwäbischen Förderkader auf sich hat

Die Schiedsrichtergruppe Nordschwaben veranstaltet einen Lehrgang, bei dem sich Interessierte zum Fußballschiedsrichter ausbilden lassen können. Der Wochenendlehrgang findet von Freitag, 8. Juni, bis Sonntag, 10. Juni, im Sportheim des BC Huisheim statt. Lehrgangsbeginn am Freitag ist um 18.30 Uhr, am Samstag und Sonntag jeweils um 9 Uhr. Teilnehmen kann jeder, der das 14. Lebensjahr vollendet hat oder in naher Zukunft vollendet, so heißt es in einer Pressemitteilung. Weitere Teilnahmevoraussetzungen gebe es nicht. Wie Obmann Tobias Heuberger betont, seien aktive und ehemalige Fußballer gern gesehen, da sie ein gutes Gespür für Zweikämpfe und die Bedürfnisse der Spieler mitbrächten. Besonders für aktive Fußballer hat sich das Schiedsrichterwesen in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. So kann der Anwärter von Beginn an bestimmte Tage für sich sperren. Bei Fußballern betrifft das meist die Trainings- und Spieltage. Um zu weitreichende Verpflichtungen durch Spielaufträge an den verbliebenen Tagen zu vermeiden, kann auch ein wöchentliches und/oder monatliches Maximum an Spielen angegeben werden. „Das Hobby Schiedsrichterei wird in der Öffentlichkeit leider oft falsch wahrgenommen“, sagt Manuel Lösch, der für die Ausbildung der Schiedsrichter zuständig ist. Demnach befürchten viele Interessierte, Woche für Woche auf den Sportplätzen angefeindet zu werden. Das sei aber die Ausnahme. „In aller Regel laufen neun von zehn Spielen ruhig ab“, sagt Lösch weiter. Mit erst 20 Jahren pfeift der Kaisheimer bereits in der Bezirksliga und gehört dort zu den hoffnungsvollen Talenten, denen man zeitnah den Aufstieg in die Verbandsspielklassen zutraut. „Die Bedingungen für junge, engagierte Schiedsrichter sind sehr gut“, merkt Heuberger an, „denn bereits in jungen Jahren kann man in höhere Ligen aufsteigen und mit Gespann pfeifen.“ Um Talente zu fördern und als Persönlichkeiten weiterzuentwickeln, wird in der Gruppe Nordschwaben viel getan. Der nordschwäbische Förderkader umfasst insgesamt 17 Schiedsrichter, die maximal 25 Jahre alt sein dürfen und mindestens im Herrenbereich Spiele leiten. Bei regelmäßigen Treffen werden Praxis- und Theorieeinheiten angeboten sowie Videoschulungen. Auch auf den Plätzen in der Region wird der Nachwuchs beobachtet, wobei nach dem Spiel ein Feedback abgegeben wird, durch das sich der Schiedsrichter verbessern kann. Ein zusätzlicher Reiz geht von der Tatsache aus, dass man als Unparteiischer überwiegend selbst für seinen Erfolg verantwortlich ist. „Ehrgeiz und Kritikfähigkeit sind als Referee die wichtigsten Charaktereigenschaften“, betont Heuberger. Ein weiterer Vorteil als Schiedsrichter ist der freie Eintritt zu allen Spielen im DFB-Bereich. Das schließt Spiele in der Champions League ein, die auf deutschem Boden ausgetragen werden. (pm)

Interessenten am Lehrgang können sich bei Obmann Tobias Heuberger (tobi.heuberger@yahoo.de) oder Manuel Lösch (manuel-loesch@gmx.de) anmelden oder einfach spontan zum ersten Lehrgangstag erscheinen. Auch Traineranwärter, die den Lehrgang für ihre Ausbildung brauchen, sind willkommen.

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