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Varta Schließung: IG Metall kritisiert geplante Werksschließung in Nördlingen

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„Ein Schlag ins Gesicht“ - IG Metall kritisiert geplante Schließung bei Varta in Nördlingen scharf

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    Varta schließt die Micro Production GmbH in Nördlingen.
    Varta schließt die Micro Production GmbH in Nördlingen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

    Die geplante Schließung der Varta Micro Production in Nördlingen sei, „ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten“, teilt die IG Metall Augsburg in einer Pressemitteilung mit. „360 Kolleginnen und Kollegen sollen für strategische Fehlentscheidungen des Managements bezahlen, die sie nicht zu verantworten haben“, heißt es weiter.

    Die Schließung habe eine Vorgeschichte. Schon Ende 2025 habe man in Nördlingen mehrere hundert Arbeitsplätze abgebaut, weil Aufträge weggebrochen seien. Ursache sei damals wie heute dieselbe riskante Strategie: die einseitige Abhängigkeit von einem Großkunden.

    IG Metall zu Varta-Schließung: Über die Jahre hinweg falsche Entscheidungen getroffen

    Die Gewerkschaft habe früh gewarnt, gehört habe man sie nicht, heißt es weiter. „Nun droht der nächste Kahlschlag – und das ausgerechnet an einem hochspezialisierten, leistungsfähigen Standort mit engagierten Beschäftigten. Hier wurden über Jahre falsche Entscheidungen getroffen. Die Verantwortung dafür liegt beim Management – nicht bei der Belegschaft“, erklärt Juliane Deak zuständige Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Augsburg. Denn die Kolleginnen und Kollegen hätten geliefert: Sie hätten Krisen mitgetragen, flexibel reagiert, den Standort am Laufen gehalten und an seine Zukunft geglaubt. Dieses Engagement verdiene Respekt – und nicht die Schließung.

    „Wir nehmen Varta in die Pflicht“, heißt es weiter. Die IG Metall Augsburg fordert eine ernsthafte Prüfung aller Alternativen zur Schließung, eine verbindliche Perspektive für Weiterbeschäftigung, Investitionen in neue Geschäftsfelder statt Rückzug und starke Abfindungsregelungen für den Ernstfall.

    Varta in Nördlingen: Gewerkschaft nimmt Politik in die Verantwortung

    Varta dürfe sich jetzt nicht aus der Verantwortung stehlen. „Wer Risiken falsch einschätzt, darf die Folgen nicht auf die Beschäftigten abwälzen“, heißt es weiter. Zugleich fordert die Gewerkschaft die Politik auf, sich aktiv einzubringen. „Industriestandorte und gute Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben. Hier ist auch die Politik gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen und einen möglichen Dialog für eine potenzielle Zukunft zu unterstützen“, so Ferdije Rrecaj, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Augsburg. Für die IG Metall Augsburg ist klar: Diese Entscheidung ist nicht das letzte Wort. Gemeinsam mit Betriebsrat, Belegschaft und weiteren regionalen Akteuren werde sich die IG Metall Augsburg einsetzen – „für den Erhalt von Arbeitsplätzen, für industrielle Zukunft und für den Respekt, den die Kolleginnen und Kollegen und die Region verdienen“. (AZ)

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