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Baden-Württemberg

02.05.2020

5000 Menschen demonstrieren in Stuttgart gegen Corona-Regeln

«Grundrechte sind Abwehrrechte gegen den Staat» steht auf dem Schild eines Teilnehmers einer Protestkundgebung der Initiative «Querdenken» auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart.
Bild: Christoph Schmidt, dpa

Das Coronavirus legt das öffentliche Leben in Deutschland seit Wochen lahm. In Stuttgart haben nun Tausende Menschen gegen die staatlichen Maßnahmen demonstriert.

Mehrere tausend Menschen haben in Stuttgart gegen die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus demonstriert. Bei der als "überparteilich" bezeichneten Demonstration auf dem Cannstatter Wasen forderte Initiator Michael Ballweg die Einhaltung der Grundrechte wie Versammlungsfreiheit und Glaubensfreiheit. Der IT-Unternehmer sprach von rund 5000 Teilnehmern am Samstag. Die Stuttgarter Polizei wollte keine Schätzung der Teilnehmerzahl abgeben.

Corona-Beschränkungen: Protestaktionen in Stuttgart erhalten immer mehr Zulauf

Hinter dem Protest steht die Initiative "Querdenken" von Ballweg. Nach einem anfänglichen Verbot der Stadt hatte die Initiative demonstrieren dürfen, weil das Bundesverfassungsgericht einem Eilantrag gegen das Verbot stattgegeben hat.

Seine regelmäßigen Demos erhalten Zulauf: Vergangene Woche waren es noch wenige Hundert auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Bundesweit finden ähnliche Demos statt. Kritiker befürchten eine Vereinnahmung der Initiative durch Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulisten.

Demonstranten in Stuttgart halten sich überwiegend an die Abstandsregeln

In Stuttgart sei das "Freiheitsvirus" ausgebrochen, sagte Ballweg am Samstag. Auf einem roten Banner war die Parole "Wir sind das Volk" zu lesen, der auch von Anhängern der rechten Pegida-Bewegung skandiert wird. Auf einem Schild stand: "Gegen Zwangsimpfung und Überwachungs-App", auf einem weiteren "Demokratie statt Merkelatur". Auch die Deutschland-Flagge war in der Menge zu sehen.

 

Die Polizei sprach von einem friedlichem Verlauf. Die Demonstranten hätten sich im Großen und Ganzen an die Abstandsregeln gehalten. (dpa)

Alle Informationen rund um das Coronavirus und die Entwicklung in Deutschland finden Sie in unserem News-Blog.

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Die Diskussion ist geschlossen.

08.05.2020

Die Teilnehmerstruktur dieser Demos ist halt komplex.

https://www.rnd.de/medien/corona-demo-in-berlin-lugenpresse-rufe-und-tritt-gegen-ard-team-6JJMHVUQTVE4FD5GTIKPGSWH3U.html

>> An der Demonstration nahmen Rechtsextreme Seite an Seite mit Frauen mit Kopftuch, jungen türkisch sprechenden Männern und eher alternativ gekleideten jungen Menschen teil. <<

Bemerkenswert hier:

>> Nach wiederholten Aufforderungen, den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten und keine Plakate oder Schilder zu zeigen ... <<

Ist man in Berlin der Auffassung, dass Plakate das Infektionsgeschehen negativ beeinflussen? Da wird es mit gut/böse jetzt schon schwierig...

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08.05.2020

Mich verwundert die Anmerkung an Ende dieses Artikels : "Auch die Deutschland-Flagge war in der Menge zu sehen." Ist das jetzt schon ein Zeichen von Rechtsradikalität? Was soll hier unterstellt werden? Und wieso wird überhaupt etwas unterstellt wenn man sich zur BRD bekennt?

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