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Verkehr

15.04.2015

Ab heute ist der Arlbergtunnel gesperrt

Von heute an bis in den November ist der Arlbergtunnel bei Innsbruck gesperrt.
Bild: ASFINAG (dpa) Archivbild

Die Verbindung nach Tirol und Norditalien soll sicherer werden. Deshalb müssen Autofahrer sieben Monate lang mit Einschränkungen leben. Was Sie zur Sperrung wissen müssen.

Pfingstferien, Sommerferien, Herbstferien – und immer ist der Tunnel zu: Sieben Monate lang, vom heutigen Dienstag bis Mitte November, bleibt der österreichische Arlbergtunnel wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Urlauber aus der Region, die Richtung Tirol oder Norditalien reisen möchten, brauchen also starke Nerven. „Die Verkehrsbehinderung wird deutlich spürbar“, sagt Klaus Fink, Geschäftsführer der Autobahnbetreibergesellschaft Asfinag.

Warum ist die Sanierung nötig?

Der Tunnel durch den Arlberg, wichtigste Verbindung zwischen den österreichischen Bundesländern Vorarlberg und Tirol, ist seit 36 Jahren in Betrieb. Im Schnitt 8000 Fahrzeuge nutzen ihn pro Tag, rund 1000 davon sind schwere Lastwagen. Das Alter des Baus macht dem Betreiber zufolge eine Sanierung nötig – sonst könne die Sicherheit im Tunnel nicht mehr garantiert werden.

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Ist der Arlbergpass auch gesperrt?

Nein, der Weg über den Berg ist die wichtigste Ausweichroute während der Bauarbeiten. Die Straße wurde sogar extra ausgebaut, um die Masse an Autofahrern zu bewältigen.

Wer darf über den Arlbergpass fahren?

Mit Autos und Motorrädern ist das Befahren ohne Einschränkungen möglich, die Fahrer müssen allerdings deutlich mehr Zeit für ihren Reiseweg einplanen. Auch Busse und Urlauber in Wohnmobilen können die Gebirgsroute nutzen.

Was ist, wenn ich mit dem Wohnwagen unterwegs bin?

Wer zum Camping fährt, darf den Pass grundsätzlich überqueren. Wiegt der Wohnwagen jedoch über 750 Kilogramm, müssen sich Urlauber an Wochenenden und Feiertagen auf Fahrverbote einstellen.

Welche Ausweichrouten gibt es außer dem Arlbergpass?

Großräumige Umfahrungen führen über Rosenheim-München, über den Gotthard oder San Bernardino in der Schweiz oder über den Fernpass in den Tiroler Alpen. Ein Sprecher der Asfinag rät, grundsätzlich eine dieser Ausweichrouten zu wählen, wenn es irgendwie möglich ist.

Ist der Tunnel nach der Sanierung sicherer?

Ja. Laut EU-Gesetz braucht die Unterführung am Arlberg, mit knapp 14 Kilometern längster Tunnel Österreichs, neue Sicherheitsstandards. 37 neue Fluchtwege sollen eingebaut werden, dazu acht Pannenbuchten und – äußerst spektakulär – ein Thermoscanner. Das Gerät überprüft, ob Motorteile an Lastwagen überhitzt sind. Wenn ja, darf der Fahrer den Tunnel nicht passieren. So sollen Brände – laut einem Asfinag-Sprecher das „absolute Horrorszenario“ in einem Tunnel – verhindert werden. Zudem wird dem Sprecher zufolge die komplette elektrotechnische Ausrüstung ausgetauscht. Es gibt eine neue Lüftung und ein System zur Entwässerung.

Der Arlbergtunnel ist eine wichtige Verbindung in große Skigebiete. Ist der Tunnel im Winter wieder offen?

Dass der Tunnel als witterungsunabhängige Verbindung zwischen Tirol und Vorarlberg in den Wintermonaten wieder frei ist, war laut der Betreibergesellschaft Grundvoraussetzung bei den Sanierungsplanungen. sari

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