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Absturz von Flug MS804
17.06.2016

Flugschreiber von EgyptAir-Flugzeug aus Mittelmeer geborgen

Diese Teile von EgyptAir MS804 waren bereits vor Wochen entdeckt worden.
Foto: Ägyptisches Verteidigungsministerium/Archiv (dpa)

Einen Tag nach dem Stimmrekorder wurde nun der Flugschreiber des abgestürzten EgyptAir-Flugzeugs aus dem Mittelmeer geborgen. Was war mit Flug MS804 passiert?

Vielleicht gibt es bald Aufschluss über das Schicksal von Flug MS804 . Einen Tag nach dem Stimmenrekorder ist nun auch der Flugdatenschreiber der vor vier Wochen über dem Mittelmeer abgestürzten EgyptAir-Maschine geborgen worden. Der Datenschreiber sei zerbrochen, doch konnten die Suchmannschaften seinen Speicher sichern, wie die ägyptischen Ermittler am Freitag mitteilten. Von der Auswertung der beiden Flugschreiber erhoffen sich die Ermittler Erkenntnisse zur Absturzursache.

Flug MS804 war am 19. Mai auf dem Weg von Paris nach Kairo mit 56 Passagieren, sieben Besatzungsmitgliedern und drei Sicherheitsleuten an Bord ins Mittelmeer gestürzt. Die Ursache des Absturzes ist bis heute unklar. Kairo schließt einen Anschlag nicht aus, doch bekannte sich bis heute niemand dazu.

Airbus der EgyptAir verschwand vom Radar

Kurz bevor der Airbus von den Radarschirmen verschwand, hatte ein automatisches Kommunikationssystem Rauch in einer Toilette und in einer Abteilung unterhalb des Cockpits gemeldet, in der sich wichtige Teile der Bordelektronik befinden. Die ägyptische Untersuchungskommission bestätigte zudem am Montag, dass die Maschine vor dem Absturz plötzlich eine scharfe Linkskurve hinlegte und dann 360 Grad nach rechts drehte.

Was zu dem Zeitpunkt genau an Bord passierte, lässt sich möglicherweise mit Hilfe der beiden Flugschreiber rekonstruieren: Der Stimmenrekorder nimmt die Gespräche im Cockpit sowie Hintergrundgeräusche auf, der Flugdatenschreiber speichert alle für den Flug relevanten Messdaten - von der Flughöhe über Geschwindigkeit und Kurs bis zu Angaben zu den Triebwerken. Beide Flugschreiber sollen nun in Kairo mit Unterstützung von französischen Experten und Vertretern des Flugzeugbauers Airbus ausgewertet werden. afp/AZ

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