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Angriff
03.06.2017

Bewaffneter steckt Casino in Brand

Rauch über dem Hotel- und Casinokomplex „Resorts World“ in Manila. Hier starben in der Nacht zum Freitag mindestens 37 Menschen – durch Rauchvergiftung.
3 Bilder
Rauch über dem Hotel- und Casinokomplex „Resorts World“ in Manila. Hier starben in der Nacht zum Freitag mindestens 37 Menschen – durch Rauchvergiftung.
Foto: Bullit Marquez/AP/dpa; Noel Celis, afp; Southern Police District, afp

War es ein Anschlag der Terrormiliz IS oder die Tat eines Verrückten? Nach dem Überfall auf das „Resorts World“ in Manila gibt es mehr als 30 Tote. Noch sind viele Fragen offen

Das Motto, mit dem das „Resorts World“ an Manilas internationalem Flughafen um Kunden wirbt, verheißt viel: „A Larger Than Life Experience“. Zu deutsch: eine Erfahrung, größer als das Leben. Nach der Nacht zum Freitag sind viele nur noch froh, aus dem Hotel- und Casinokomplex am Rande der philippinischen Hauptstadt entkommen zu sein.

Mindestens 37 Menschen haben es nicht geschafft. Sie wurden Opfer eines Mannes, der gegen Mitternacht ins Casino der riesigen Anlage eingedrungen war, mit Mütze über dem Kopf und Schnellfeuergewehr in der Hand. Er schoss um sich, traf aber nur Bildschirme und Fernseher. Auf die Besucher und das Personal zielte er offenbar nicht.

Den Menschen zum Verhängnis wurde, dass er danach Teppiche und Spieltische mit Benzin übergoss und anzündete. Durch den Brand entstand so dicker Rauch, dass sie es nicht mehr nach draußen schafften. Ihre Leichen wurden erst Stunden nach dem Überfall gefunden, als die Rettungskräfte sich endlich Zugang zum Casino verschaffen konnten. Dass der mutmaßliche Täter nicht überlebt hatte, stand da schon fest. Seine Leiche wurde in einem Zimmer des Hotels „Maxims“ gefunden. „Er hatte eine Schusswunde im Kopf und war schwer verbrannt“, berichtete Manilas Polizeichef Oscar Albayalde. „Wir vermuten, dass er Benzin über sich geschüttet, eine Decke über sich gelegt und angezündet hat. Dann hat er sich erschossen, bevor er völlig verbrannt war.“ Wie der Mann hieß, woher er kam, was ihn zu seiner Tat getrieben hat – auf all diese Fragen weiß noch niemand eine Antwort.

Die Polizei gab sich allerdings überzeugt, dass der Überfall keinen terroristischen Hintergrund hat – obwohl die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihn für sich reklamierte. Kämpfer des Islamischen Staates hätten den Angriff ausgeführt, meldete das IS-Sprachrohr Amak am Freitag im Internet. Täterwissen gaben die Extremisten nicht preis. Tatsächlich spricht vieles gegen eine Terrortat. Die Polizei geht auch nur von einem Einzeltäter aus. Polizeichef Albayalde sagte: „Das ist das Werk eines Verrückten. Vielleicht war er spielsüchtig, hat all sein Geld verloren und ist dann durchgedreht.“ Im Rucksack des Toten wurden gestohlene Spiel-Jetons im Wert von umgerechnet etwa zwei Millionen Euro entdeckt. Was er damit anfangen wollte, ist ebenfalls noch unklar.

Das „Resorts World“ ist eine im Jahr 2009 eröffnete Anlage. Neben vier Hotels, einem Einkaufszentrum, Restaurants und Kinos gehört das 30000 Quadratmeter große Casino zu ihr. In der Nacht zum Freitag sollen sich dort mehr als tausend Menschen aufgehalten haben.

Johnny Ordanza, einer der Croupiers, erzählte: „Ich habe gerade Karten verteilt, als ich sah, wie dieser Mann die Tische anzündete. Alle rannten raus.“ Viele vermuteten sofort einen Überfall von Terroristen und gerieten in Panik. Im Gedränge wurden mehr als 78 Menschen verletzt. Mehrere sprangen aus dem Fenster. Ein Sicherheitsbeamter schoss sich in der Panik sogar selber an. Manch einer will gehört haben, wie der Täter auf Englisch ISIS rief, eine andere Abkürzung für die Terrormiliz Islamischer Staat.

Der Angriff trifft die Philippinen in einer Zeit, in der die Angst vor Anschlägen gerade groß ist. Auf Mindanao, der zweitgrößten Insel des mehrheitlich katholischen Landes, geht die Armee seit anderthalb Wochen gegen islamistische Rebellen vor, die sich in der Stadt Marawi verschanzt haben. Bislang gab es schon mehr als 180 Tote. Präsident Rodrigo Duterte hat über die gesamte Insel das Kriegsrecht verhängt und droht damit, es auf das ganze Land auszuweiten.

In Manila waren auch Stunden nach dem Überfall noch viele Gäste auf der Suche nach Freunden. Magdalena Ramos zum Beispiel, die dort Bingo spielen wollte. Das Letzte, das sie von ihrer Freundin mitbekommen habe, sei ein Anruf von ihr gewesen. Auf der Toilette habe sich ihre Freundin vor dem Schützen verstecken wollen, so Ramos. „Sie hat mir berichtet, dass sie ihr Telefon ausschalten wollte, damit er das Klingeln nicht hört.“ Seitdem habe es kein Lebenszeichen mehr von ihr gegeben. Von Christoph Sator und Girlie Linao, dpa

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