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Astronomie
07.08.2017

Wenn der Mond verschwindet

Heute gibt’s eine partielle Mondfinsternis über Deutschland. Doch wo ist sie zu sehen?

Der August ist in diesem Jahr ein recht ergiebiger Monat für Himmelsgucker in Deutschland. Am heutigen Montagabend ist eine partielle Mondfinsternis zu sehen. Später folgt noch das Maximum des Sternschnuppenstromes der Perseiden. Für manche Hobby-Astronomen sind die Ereignisse vielleicht ein Trostpflaster angesichts der totalen Sonnenfinsternis über den USA am 21. August, die lediglich in Teilen Nordwesteuropas zu sehen sein wird.

Wer in Deutschland heute den teilweise verdunkelten Mond sehen will, sollte bei Mondaufgang zum Himmel schauen, sagte Alexander Weis von der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim. Im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung ist der Moment um 20.36 Uhr.

Bei einer partiellen Mondfinsternis stehen Sonne, Erde und Mond in etwa in einer Reihe. Von Deutschland aus ist diesmal nur der zweite Teil der „Mofi“ zu sehen. Denn der Aufgang des Mondes erfolgt erst nach Mitte der Finsternis. Gegen 21.18 Uhr endet der sichtbare Teil der Mondfinsternis mit Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde. Danach befindet sich der Mond noch eine Zeit lang in deren Halbschatten, was kaum erkennbar ist. Er ist dann auf einer Seite nur etwas weniger hell.

Am Sternschnuppenschauer haben wir länger Freude – eine ganze Nacht nämlich. Das Maximum der Perseiden erwarten die Sternfreunde in der Nacht vom 12. auf den 13. August (Samstag auf Sonntag). Doch das Licht des noch relativ vollen Mondes werde viele der Sternschnuppen überstrahlen.

Voraussetzung für eine gute Sicht auf die heutige Mondfinsternis ist natürlich ein klarer Himmel oder eine nur dünne, aufgelockerte Wolkendecke. „Die Chancen sind eigentlich ganz gut“, sagte Adrian Leyser, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Für die Region gilt das nicht unbedingt: Im äußersten Südosten Deutschlands, am Alpenrand und südlich der Donau müsse mit einer dichten Wolkendecke und teilweise auch mit Regen gerechnet werden. (dpa)

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