1. Startseite
  2. Panorama
  3. Aus Höhle gerettete Fußballer beginnen Klosteraufenthalt

Thailand

25.07.2018

Aus Höhle gerettete Fußballer beginnen Klosteraufenthalt

Trainer Ekkapol Chantawong (links) und einige der geretteten Spieler während einer buddhistischen Zeremonie in Chiang Rai.
Bild: Sakchai Lalit, dpa/AP

Ein thailändisches Fußball-Team wird von einer Sturzflut überrascht und in einer Höhle eingesperrt. Nun ziehen die jungen Männer kurzzeitig in ein Kloster ein.

Die aus einer thailändischen Höhle geretteten Jungfußballer sind ins Kloster gegangen. Aus Dank für ihre Rettung begannen am Mittwoch elf der Jungen einen neuntägigen Klosteraufenthalt. Ihr 25 Jahre alter Trainer will drei Monate als Mönch leben.

In weißer Kleidung und mit rasiertem Haar wurden sie in einem buddhistischen Tempel im nordthailändischen Chiang Rai geweiht. Die Jungen brachten ihren Eltern und der Witwe eines bei der Rettungsaktion ums Leben gekommenen Marinetauchers Blumengirlanden dar. Mit dieser Geste sollte ihr Bedauern zum Ausdruck gebracht werden.

Ekkapol Chantawong, Trainer des geretten Fußballteams, lässt sich bei einer buddhistischen Zeremonie den Kopf rasieren, um sich auf den Aufenthalt in einem Kloster vorzubereiten.
Bild: Sakchai Lalit, dpa/AP

Zeit im Kloster, um sich von negativen Erfahrungen zu "reinigen"

Im mehrheitlich buddhistischen Thailand ist es keine Besonderheit, dass Teenager und junge Erwachsene für einige Zeit ins Kloster gehen. Männer können als Mönche dienen, Jungen als Novizen.

Die Zeit im Kloster ist dazu gedacht, sich von negativen Erfahrungen zu "reinigen" - in diesem Fall von Angst und Leiden während der bis zu 17 Tage in der Höhle. Das Kloster ist für die Jungen im Alter von 11 bis 17 Jahren eine neue Erfahrung, der Trainer lebte schon einmal als Mönch. Nur ein geretteter Junge, der christlichen Glaubens ist, ist nicht dabei. Wann die Fußballer wieder zurück in die Schule müssen, ist noch unklar.

P_17A8EV.jpg
11 Bilder
So wurden die zwölf Jungen aus der Höhle gerettet
Bild: Thai Royal Navy, afp

Das Team war am 23. Juni bei einem Ausflug in die Höhle von einer Sturzflut überrascht worden und saß fest. Mit Hilfe eines internationalen Teams von Rettungstauchern gelang es, die Mannschaft in einer spektakulären Rettungsaktion herauszuholen. Viele Experten hatten dies für unmöglich gehalten. (dpa)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren