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Kfz-Steuer

24.03.2009

Autobauer tricksen bei Angaben zum Spritverbrauch

Umwelthilfe: Autobauer tricksen bei Spritverbrauch
Bild: DPA

Autohersteller täuschen Kunden und Staat beim Fahrzeug-Kauf immer häufiger bei den Spritverbrauchsangaben. Das wirkt sich auf die Höhe der Kfz-Steuer aus.

Berlin (dpa) - Autofahrer und Staat werden beim Fahrzeug-Kauf nach Umweltschützer-Angaben immer häufiger bei den Spritverbrauchsangaben getäuscht.

Mit der teilweisen Umstellung der Kfz-Steuer auf den Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) drohten dem Bund vom 1. Juli an jährliche Steuerausfälle in dreistelliger Millionenhöhe, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch, am Dienstag in Berlin. Weil die Autokäufer immer mehr auf niedrigen Spritverbrauch achteten, wollten auch die Anbieter immer günstigere Werte angeben.

Die Umwelthilfe forderte die Bundesregierung auf, die von den Herstellern ermittelten Normverbräuche und die damit einhergehenden - ab Juli für die Steuer-Erhebung maßgeblichen - CO2-Werte behördlich künftig nachzuprüfen. Dies sei bisher nicht der Fall.

"Das Fehlen jeglicher amtlicher Kontrolle der Prüfwerte hat bei einigen Herstellern wie BMW und Daimler zu einer besonders kreativen Auslegung der europäischen Prüfvorschriften und in der Folge extremen Abweichungen geführt", sagte Resch. Dies täusche den Verbraucher und schädige den Staat bei seinen Einnahmen.

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