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Baby Gammy
06.08.2014

Vater von Baby Gammy unter Missbrauchsverdacht

Baby Gammy wurde von seinen Eltern bei der Leihmutter zurückgelassen, weil es krank ist.
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Baby Gammy wurde von seinen Eltern bei der Leihmutter zurückgelassen, weil es krank ist.
Foto: Rungroj Yongrit dpa

Erst haben die Eltern Baby Gammy bei der Leihmutter zurückgelassen, nun tauchen schwere Verdächtigungen gegen den Vater auf.

Jetzt sorgen sich die Behörden nicht nur um Baby Gammy, das von seinen australischen Eltern bei der thailändischen Leihmutter zurückgelassen wurde. Sie sorgen sich auch um das Wohlergehen von Gammys Zwillingsschwester. Denn gegen den leiblichen Vater der beiden Zwillinge gibt es Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs.

Gammys Vater wegen sexuellen Missbrauchs vorbestraft

Es solle geklärt werden, ob die Sicherheit und das Wohlergehen von Gammys Zwillingsschwester gewährleistet seien, sagte ein Sprecher der australischen Kinderschutzbehörde am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Mitarbeiter hätten bereits das Haus der Eltern in Bunbury südlich von Perth aufgesucht, dort jedoch niemanden angetroffen. Am Mittwoch sollte es einen weiteren Versuch geben, Kontakt zu den Eltern aufzunehmen.

Der 56 Jahre alte Vater des Babys Gammy und seiner Zwillingsschwester ist nach australischen Medienberichten wegen sexuellen Missbrauchs dreier Mädchen vorbestraft. Laut dem Sender ABC saß er als junger Mann wegen Missbrauchs drei Jahre im Gefängnis, 1997 sei er in einem anderen Fall für 18 Monate hinter Gitter gekommen.

Darren O'Malley von der Kinderschutzbehörde des Staates Western Australia sagte AFP, es seien umfassende Ermittlung eingeleitet worden. Dazu sollten Gespräche mit den Betroffenen geführt sowie Informationen bei der Polizei und Familienangehörigen eingeholt werden. "Wir sind dazu befugt, Kinder aus Familien zu nehmen, wenn es bedeutende und unmittelbare Sorge um ihr Wohlergehen gibt", betonte er.

Leihmutter auch bereit Gammy Zwillingsschwester aufzunehmen

Die thailändische Leihmutter Pattaramon Chanbua sagte der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag, sollten die Berichte über Kindesmissbrauch wahr sein, sei sie bereit, nach dem behinderten Gammy auch dessen Zwillingsschwester aufzunehmen. Diese hatten die Eltern nach der Geburt im Dezember mit nach Australien genommen, während der Junge in Thailand zurückblieb.

Nach Angaben der Leihmutter ließ das Paar den kleinen Gammy zurück, weil er das Down-Syndrom hat. Die australischen Eltern erklärten dagegen, sie hätten den Jungen zurückgelassen, weil die Ärzte ihnen gesagt hätten, er habe wegen eines Herzfehlers nur einen Tag zu leben.

Ein Sprecher des Krankenhauses, in dem der kleine Gammy behandelt wird, sagte am Mittwoch, nach neuesten Tests sei das Herz des Jungen "in starkem und gutem Zustand". afp/AZ 

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