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Interview

30.06.2017

"Bachelorette 2017" - Darum ging der Augsburger Manuel freiwillig

In der ersten Nacht der Rosen hatte Manuel aus Augsburg die erste Rose von "Bachelorette" Jessica erhalten. Jetzt ist er freiwillig aus der Sendung ausgeschieden.
Bild: RTL Deutschland

"Bachelorette"-Kandidat Manuel aus Augsburg verabschiedete sich nach nur drei Folgen freiwillig aus der Sendung. Im Interview verrät er, wann und warum er sich dazu entschied.

Drei Folgen lang war der gebürtige Augsburger Manuel Scholl einer der Favoriten und stand sehr hoch in der Gunst von "Bachelorette" Jessica Paszka. Dann weigerte er sich, von der "Bachelorette" eine weitere Rose anzunehmen - eine böse Überraschung für Jessica Paszka. Denn sie hatte mehr Sympathien für den Augsburger, als Manuel bewusst war. Das und mehr verrät der 29-Jährige im Interview.

Warum haben Sie die dritte Rose von der "Bachelorette" nicht angenommen?

Manuel Scholl: Ich habe im Laufe der Sendung einfach festgestellt, dass die "Bachelorette" in Person von Jessica Paszka überhaupt nicht zu mir passt - weder äußerlich noch von ihrem Charakter her. Schon im Casting habe ich gesagt, dass ich eigentlich auf große Frauen stehe. Außerdem hat mir auch etwas anderes nicht gepasst: Und zwar hat Jessica Paszka immer betont, dass sie keinen Mann möchte, der nur auf sein Äußeres bedacht ist. Sie selbst hat sich aber immer bis ins Detail gestylt. Und das ist schon ein extremer Widerspruch. Außerdem möchte ich eine Frau an meiner Seite, der ich auch im Pyjama locker begegnen kann.

Wann genau haben Sie für sich diese Entscheidung getroffen?

Scholl: Es war ein Entscheidungsprozess über eine längere Zeit hin. Aus mehreren Situationen und Gesprächen mit der "Bachelorette" selbst hat sich meine Entscheidung entwickelt. Zwar haben wir uns immer sehr gut unterhalten, allerdings hat sich Jessica Paszka in immer mehr Widersprüche verstrickt. An einem Tag hat sie mir gegenüber eine Aussage getroffen, am anderen Tag hat sie Tatsachen anderen Jungs gegenüber ganz anders dargestellt. Da wussten wir einfach nicht mehr, was wir ihr überhaupt noch glauben können. Immer wieder sagte sie offen, sie sei unsicher, wie ernst es den Jungs mit ihr sei. Wir haben uns am Ende eher gefragt, warum sie wirklich in der Sendung mitmacht.

Warum passt Jessica Paszka nicht zu Ihnen?

Scholl: Man überlegt ja immer auch, wem man die "Bachelorette" als Frau an seiner Seite später vorstellen würde: Eltern, Freunden, Kollegen... Und wenn die den Namen "Jessica Paszka" bei Google eingeben und sehen, was sie in den vergangenen Jahren so alles gemacht hat und all die Skandale - dann wäre mir das irgendwie unangenehm. Tatsächlich habe ich aber erst jetzt bei der Fernseh-Ausstrahlung der ersten drei Sendungen gemerkt, wie viel Sympathie Jessica offensichtlich für mich hatte und wie sehr ich sie mit meinem freiwilligen Abschied getroffen habe. Auch die "Bachelorette"-Kandidaten, die jetzt noch dabei sind, sagten mir im Nachhinein, dass ich einer der Favoriten gewesen wäre.

Wäre Jessica Paszka als "Bachelorette" eine Partnerin auf Augenhöhe gewesen?

Scholl: Nach unserem ersten Zusammentreffen habe ich das noch nicht einschätzen können. Zwar war mir ihr Name ein Begriff, wirklich viel wusste ich aber nicht über sie. Erst von den Jungs in der Sendung habe ich einiges über sie erfahren und erkannt: Für mich wäre sie sicherlich keine Partnerin auf Augenhöhe gewesen. Sie hat einfach nie eine Berufsausbildung abgeschlossen und sie macht nur, was sie jetzt auch als "Bachelorette" macht: im Fernsehen sein.

Welche Schlüsse ziehen Sie aus dem TV-Format für ihr Leben?

Scholl: Ich habe gelernt, dass man sehr vorsichtig sein muss, was man den Medien sagt. Und man darf nicht alles glauben, was Medien über TV-Formate schreiben. Es wird viel interpretiert, das Bild von Menschen wird verzerrt und es kommt vieles ganz anders rüber, als man es selbst wahrnimmt. Nach meinem Ausstieg aus der Sendung bin ich froh, wieder im realen Leben angekommen zu sein und Frauen persönlich und ganz vertraut kennenzulernen.

Wäre Partnersuche im Fernsehen mit einer anderen "Bachelorette" möglich gewesen?

Scholl: Für mich funktioniert dieses TV-Format nicht, um einer Frau wirklich näherzukommen, dazu müsste ich ein anderer Typ Mann sein. Ich nehme mir für Frauen gern Zeit und möchte mich länger mit ihnen beschäftigen, um sie kennenzulernen. Andere Kandidaten sind sehr offensiv in die Sendung gegangen und haben der "Bachelorette" die ganze Zeit Honig ums Maul geschmiert und ihr Komplimente gemacht. Aber eine Frau, die die ganze Zeit nur Komplimente braucht, die will ich gar nicht. Eine Frau an meiner Seite sollte genügend Selbstbewusstsein haben, um ohne das auszukommen. Außerdem hat mir diese Ellbogen-Situation auf Dauer nicht gefallen. Um eine Frau zu erobern, will ich nicht mit 19 Anderen darum konkurrieren.

Würden Sie noch einmal bei einer solchen Fernsehsendung mitmachen?

Scholl: Es war immerhin ein cooler Trip mit vielen neuen Situationen, Eindrücken und auch einer Menge neuer Kumpels. Spannend war, dass ich erst bei der Ausstrahlung ein Gesamtbild davon hatte, was wirklich abgelaufen ist. In der Sendung "Bachelorette" würde ich nicht mehr wieder mitmachen - wobei die Situation vielleicht eine ganz andere ist, wenn man selbst in der Rolle des Umworbenen steckt. Wenn mich jemand fragt, ob ich beim "Bachelor" mitmachen möchte, würde ich das jetzt noch nicht ausschließen. Ich würde im Fernsehen aber weiterhin sehr auf meine Reputation achten. Ein Format wie "Big Brother" oder das "Dschungelcamp" sind deshalb nichts für mich. Weil ich sehr gerne tanze und mich dieses Hobby in meiner gesamten Jugend begleitet hat, wäre vielleicht "Let's Dance" eine Option für mich.

Alle Informationen zur "Bachelorette 2017" finden Sie in unserem News-Blog.

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