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  3. Berlin: Angriff auf regierungskritischen türkischen Journalisten

Berlin
08.07.2021

Angriff auf regierungskritischen türkischen Journalisten

Der türkische Journalist Erk Acarer wurde vor seinem Wohnhaus in Berlin angegriffen.
Foto: Alexander Kaya (Symbol)

Der regierungskritische türkische Journalist Erk Acarer wurde in Berlin niedergeschlagen. Warum Acarer in Deutschland im Exil lebt und was er zum Angriff sagt.

Nach Angaben der Polizei wurde Journalist Erk Acarer am Mittwochabend im Berliner Stadtteil Rudow im Bezirk Neukölln von mehreren Angreifern verletzt. Er erlitt eine Wunde am Kopf und wurde medizinisch behandelt. Der Angriff solle sich im Innenhof seines Wohnhauses ereignet haben, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Das Landeskriminalamt (LKA) ermittelt. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Regierungskritischer Journalist ist in der Türkei angeklagt

Acarer twitterte am Mittwochabend ein Foto von sich und schrieb dazu auf Türkisch: "Ich bin in meinem Haus in Berlin mit Messer und Faust angegriffen worden." Er sei nicht in Lebensgefahr, habe einige Schwellungen am Kopf und sei im Krankenhaus. "Ich kenne die Täter. Ich werde niemals vor dem Faschismus kapitulieren." Er und seine Familie stünden unter Polizeischutz. In einem Video von Donnerstagmorgen sprach er von drei Angreifern.

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Acarer wurde zusammen mit anderen Journalisten in der Türkei angeklagt. Vorgeworfen wurde ihnen die Veröffentlichung von geheimen Informationen zur staatlichen Sicherheit und zu Geheimdienstaktivitäten. Hintergrund waren nach Angaben von Amnesty International unter anderem Berichte über einen in Libyen getöteten Mitarbeiter des türkischen Geheimdienstes. (dpa)

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