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Auszeichnung

11.12.2020

Biden und Harris vom "Time Magazine" zu Personen des Jahres gekürt

Kamala Harris (mitte links) und Joe Biden (mitte rechts) wurden vom "Times Magazine" zu "Personen des Jahres" ausgezeichnet. Unser Archivbild stammt von den US-Wahlen.
Bild: Andrew Harnik, dpa (Archivbild)

Joe Biden versprach, die Spaltung der USA zu überwinden. Das "Time Magazine" hat Biden und seine künftige Vizepräsidentin Harris nun geehrt - und sieht die USA vor einer schwierigen Probe.

Der künftige US-Präsident Joe Biden (78) und die künftige Vizepräsidentin Kamala Harris (56) sind vom Time Magazine zu den Personen des Jahres gekürt worden. Das verkündete Rock-Superstar Bruce Springsteen (71) am Donnerstagabend (Ortszeit) im Sender NBC. "Time"-Chefredakteur Edward Felsenthal sagte mit Blick auf die beiden Preisträger: "Die nächsten vier Jahre werden ein enormer Test für sie und für uns alle sein, um zu sehen, ob sie die Einheit, die sie versprochen haben, herbeiführen können." 

Gewinnt das Duo Joe Biden/Kamala Harris am 3. November gegen Amtsinhaber Donald Trump, wäre Harris nicht nur die erste schwarze Stellvertreterin eines US-Präsidenten, sondern auch die erste Frau in diesem Amt.
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Erste Vizepräsidentin der USA - das ist Kamala Harris
Bild: John Locher, dpa

Bei der Präsidentenwahl am 3. November hatte der Demokrat Biden gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump gewonnen. Trump weigert sich bislang, seine Niederlage anzuerkennen. Biden hatte im Wahlkampf unter anderem damit geworben, die tiefe Spaltung der USA überwinden zu wollen. Biden war von 2009 bis 2017 Vizepräsident unter Trump-Vorgänger Barack Obama. Harris - die derzeit noch im US-Senat sitzt - wird die erste Frau, erste Schwarze und erste Amerikanerin mit südasiatischen Wurzeln im Amt des Vizepräsidenten sein. Biden und Harris sollen am 20. Januar in Washington vereidigt werden. 

Time Magazine-Chefredakteur: Biden und Harris zeigen, wohin die die USA steuern

Felsenthal schrieb auf der Seite des Time Magazine: "Vielleicht ist das Einzige, worüber sich die Amerikaner im Moment einig sind, dass die Zukunft des Landes auf dem Spiel steht, auch wenn sie heftig darüber streiten, warum." Wenn Trump in den vergangenen vier Jahren eine "Kraft der Spaltung" gewesen sei, dann zeigten Biden und Harris, wohin die USA steuerten: "eine Mischung aus Ethnien, Lebenserfahrungen und Weltanschauungen, die gemeinsam einen Weg nach vorne finden müssen, wenn das amerikanische Experiment überleben soll." In kurzen Reaktionen in der NBC-Sendung bedankten sich Biden und Harris für die Ehrung. 

 

In der engeren Auswahl für die "Person des Jahres" waren auch Donald Trump, der prominente US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci gemeinsam mit den Mitarbeitern im Gesundheitswesen wegen ihres Engagements in der Corona-Krise sowie die "Black Lives Matter"-Bewegung. Der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota Ende Mai hatte zu monatelangen Protesten gegen Rassismus geführt. 

Time Magazine würdigt mit Titel Persönlichkeiten, die das Jahr am stärksten geprägt haben

Im vergangenen Jahr war die damals 16-jährige schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg als jüngste Persönlichkeit überhaupt vom Time Magazine zur Person des Jahres gekürt worden. Die Time-Redaktion würdigt mit dem Titel seit 1927 die Persönlichkeiten des Weltgeschehens, die das vergangene Jahr am stärksten geprägt haben. 2015 - im Jahr der Flüchtlingskrise - war zum Beispiel Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Person des Jahres ernannt worden. 

Hatice Cengiz, die Verlobte des getöteten saudischen Journalisten Jamal Kashoggi, der zusammen mit anderen Reportern 2018 zur "Person des Jahres" gekürt wurde.
Bild: Lefteris Pitarakis, dpa (Archivbild)

Ein Jahr später wurde Donald Trump die Ehrung zuteil, nachdem er die US-Präsidentschaftswahl gewonnen hatte. 2018 wurde unter anderen der ermordete saudische Journalist Jamal Khashoggi gemeinsam mit weiteren Reportern zur Person des Jahres gekürt. In der Vergangenheit gehörten auch Königin Elizabeth II., Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela sowie Adolf Hitler und Josef Stalin zu den Geehrten.  (dpa)

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