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Budapest
02.06.2019

Kapitän nach Bootsunglück auf der Donau verhaftet

Ein Taucher geht in die Donau, um das Wrack des Ausflugsboots in Budapest zu untersuchen.
Foto: Tamas Kovacs/MTI/AP, dpa

Mindestens sieben Tote forderte ein schweres Bootsunglück auf der Donau in Budapest. Der Kapitän wurde nun verhaftet.

Vier Tage nach dem schweren Schiffsunglück auf der Donau in Budapest mit mindestens sieben Toten ist der Kapitän des Flusskreuzfahrtschiffs "Viking Sigyn" für einen 30-Tage-Zeitraum verhaftet worden. Ein Gericht in Budapest folgte einem Antrag der Staatsanwaltschaft mit der Begründung, der 64-jährige Ukrainer habe die Flussschifffahrt gefährdet. Dies würden Protokolle und Videoaufnahmen belegen. 

Hat der Kapitän Schuld am Bootsunglück auf der Donau?

Zudem bestehe Fluchtgefahr, da der Mann Ausländer sei und über sehr gute Ortskenntnisse verfüge, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf die Ankläger. Der Haftbefehl war am Samstag genehmigt worden. Der Rechtsanwalt des Kapitäns hatte dagegen Einspruch eingelegt - mit der Begründung, dass es noch keinerlei technisches Gutachten zum Unglück gebe. Was genau der Kapitän getan oder unterlassen haben soll, teilten die Ermittler nicht mit.

Zu dem Unglück war es am Mittwochabend gekommen, als das kleine Ausflugsschiff "Hableany" ("Nixe") mit dem wesentlich größeren Flusskreuzfahrtschiff "Viking Sigyn" zusammenstieß. 21 Menschen werden weiterhin vermisst. Die Suche gestaltet sich wegen des hohen Wasserstands, der heftigen Strömungen und der schlechten Sichtverhältnisse schwierig.

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