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Unfälle

20.11.2012

Bund prüft neue Warnmethoden gegen Geisterfahrer

Dieser Hinweis ist derzeit als reguläres Verkehrsschild in der Debatte. Foto: Marc Müller/Archiv dpa

Zum besseren Schutz vor Geisterfahrer-Unfällen auf Autobahnen prüft das Bundesverkehrsministerium neue Warnmethoden mit Schildern und Fahrbahnmarkierungen.

Aus einem seit 2010 laufenden Pilotversuch in Bayern werden zum Jahresende erste Zwischenergebnisse erwartet, wie ein Sprecher am Dienstag in Berlin erläuterte. Danach werde untersucht, ob und in welcher Form solche Instrumente womöglich auf ganz Deutschland ausgeweitet werden sollten.

Der Parlamentarische Verkehrsstaatssekretär Jan Mücke (FDP) sagte der Online-Ausgabe der "Mitteldeutschen Zeitung", es werde geprüft, ob die getestete neonfarbene Warntafel mit einer schwarzen Stopp-Hand als regelgerechtes Schild in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen werden könnte. Das ist bisher offen. Bei dem Pilotversuch an der A8 in Bayern wird an Anschlussstellen und Ausfahrten von Tank- und Rastplätzen getestet, inwiefern Warntafeln, Fahrbahnmarkierungen oder Kombinationen aus beidem Wirkung zeigen.

Die Bundesanstalt für Straßenwesen untersucht daneben in einer Studie, wie viele Geisterfahrten es tatsächlich gibt und was die Ursachen und Begleitumstände sind. Ziel ist, versehentliche Falschfahrten zu verhindern. Als kaum möglich gilt hingegen, vorsätzliche Geisterfahrer mit Warnhinweisen zu stoppen. Im Verkehrsfunk werden nach Ministeriumsangaben jährlich rund 1700 Geisterfahrer gemeldet. (dpa)

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