Newsticker
Kretschmann schließt Impfpflicht "nicht für alle Zeiten" aus
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. China: Bergschlag in Kohlegrube in China: Zwei Tote, 18 Vermisste

China
21.10.2018

Bergschlag in Kohlegrube in China: Zwei Tote, 18 Vermisste

Ein verletzter Bergarbeiter wird auf einer Trage abtransportiert. Bei einem Bergschlag in einer Kohlegrube in Ostchina sind mindestens zwei Kumpel ums Leben gekommen.
Foto: Guo Xulei/XinHua, dpa

In Ostchina zerstört ein Bergschlag eine Kohlegrube. Zwei Arbeiter sterben, 18 Kumpel werden noch immer vermisst. Doch die Suche gestaltet sich schwierig.

Bei einem Bergschlag in einer Kohlegrube in Ostchina sind mindestens zwei Kumpel ums Leben gekommen. Weitere 18 wurden am Sonntag noch unter Tage vermisst, ohne dass es ein Lebenszeichen gab. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, passierte das Unglück am Samstagabend in einer Grube im Kreis Yuncheng in der Provinz Shandong. Der Bergschlag zerstörte Teile eines Abwassertunnels. 

Zu dem Zeitpunkt seien 334 Bergleute unter Tage gewesen, sagte ein Experte der Shandong Energy Group, der die Kohlegrube gehört. Die Belüftung sei über rund 200 Meter des beschädigten Teils des Schachtes wiederhergestellt worden, berichtete die Staatsagentur Xinhua. Doch fehlten noch weitere 50 Meter. Die Suche nach den Vermissten werde zudem durch herabfallende Felsen behindert. 

Unter Bergschlag werden schlagartige Spannungsentladungen der Gesteinsschichten als Folge des Bergbaus verstanden. Solche Bewegungen und Zusammenbrüche in Gesteinshohlräumen zählen zu den schwer vorhersehbaren und lebensbedrohlichen Gefahren des Bergbaus. China ist der weltgrößte Produzent und Konsument von Kohle.

Ohnehin gelten Chinas Gruben als die gefährlichsten der Welt. Jedes Jahr kommen Tausende Kumpel ums Leben - im Verhältnis mehr als in anderen Teilen der Welt. Häufig werden schlechte Sicherheitsvorkehrungen, mangelnde Aufsicht und auch Vetternwirtschaft mit lokalen Behörden angeprangert. Über viele Unglücke wird nicht einmal berichtet. (dpa)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.