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China
21.03.2019

Mindestens sechs Tote nach Explosion in Chemiepark

Die Druckwelle der Explosion in der ostchinesischen Stadt Yancheng hat schwere Schäden verursacht. Wurden wieder einmal Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten?

Bei einer Explosion in einem Chemiepark in Ostchina sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 30 haben sich zudem schwere Verletzungen zugezogen, wie die lokale Regierung der Stadt Yancheng (Provinz Jiangsu) am Donnerstag mitteilte. 

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua zitierte Augenzeugen, die von vielen blutverschmierten Menschen sprachen. Auch seien Arbeiter in eingestürzten Fabrikgebäuden eingeschlossen worden. Die Explosion wurde demnach durch ein Feuer in einer Düngemittelfabrik ausgelöst. 

Die Druckwelle der Explosion beschädigte auch Hausfassaden in der Umgebung und zerstörte zahlreiche Fenster, wie auf Videoaufnahmen des Unglücks zu erkennen ist. Viele Anwohner zogen sich laut lokaler Medienberichte Verletzungen zu. Zahlreiche Autos, Wohnhäuser und eine Schule in der Nähe seien beschädigt worden. 

In China kommt es immer wieder zu schweren Industrieunfällen, weil Arbeitsvorschriften zu lasch sind oder nicht eingehalten werden.

Bei der Explosion eines mit Chemikalien beladenen Lastwagens sind im Norden Chinas im vergangenen November mindestens 23 Menschen getötet worden. Monate davor waren bei einem Feuer in einem Chemiewerk in Ostchina vier Menschen ums Leben gekommen.

Bei einer der bisher größten Katastrophen dieser Art waren im August 2015 bei der gewaltigen Detonation eines Chemielagers im Hafen der nordostchinesischen Millionenmetropole Tianjin 173 Menschen getötet worden. Chinas Regierung hatte danach angekündigt, die Chemielager und Fabriken des Landes auf Sicherheitsrisiken prüfen zu wollen. (dpa)

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