Newsticker
Von der Leyen: EU muss sich auf russischen Gas-Stopp vorbereiten
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. "Cold Pursuit": Vorwürfe gegen Liam Neeson: Premieren-Empfang abgesagt

"Cold Pursuit"
06.02.2019

Vorwürfe gegen Liam Neeson: Premieren-Empfang abgesagt

Der irische Schauspieler Liam Neeson musste sich Rassismusvorwürfen stellen.
Foto: Daniel Reinhardt, dpa (Archiv)

Ein geplanter Empfang zur Premiere des Films "Cold Pursuit" in New York wurde nach der Rassismus-Kontroverse um Liam Neeson abgesagt.

Rache ist ein grundlegendes Motiv im neuen Streifen "Cold Pursuit" von Liam Neeson (66). Doch mit dem bekannt werden eigener, vergangener Rachegelüste hat sich der Schauspieler für viele nun ins Aus geschossen. Wie US-Medien berichteten, wurde ein geplanter Empfang für das Filmteam des neuen Neeson-Films "Cold Pursuit" abgesagt.

Am Dienstagabend (Ortszeit) sollte der Empfang im Kino am New Yorker Lincoln Square stattfinden. Gewöhnlich gibt es dabei Gelegenheit für Presse und Schaulustige, Fotos und Interviews zu machen. Der Grund für Premieren-Absage scheinen die Rassimus-Vorwürfe zu sein, die dem Hauptdarsteller Liam Neeson gemacht werden. Der Action-Film werde in dem Kino am New Yorker Lincoln Square aber gezeigt, hieß es.

Vor der "Cold Pursuit"-Premiere gab es Rassismus-Vorwürfe gegen Liam Neeson

Der Auslöser für die Rassismus-Vorwürfe war ein Interview der britischen Zeitung The Independet. Der britisch-amerikanische Schauspieler hatte am Montag darin offenbart, dass er vor 40 Jahren große Rachegelüste hegte, nachdem eine ihm nahestehende Frau erzählt habe, sie sei von einem Schwarzen vergewaltigt worden.

"Ich lief die Straßen mit einem Totschläger rauf und runter, darauf hoffend, dass ich jemanden treffe - ich schäme mich, das zu sagen - und ich habe das vielleicht eine Woche gemacht, darauf hoffend, dass ein 'schwarzer Bastard' aus einer Kneipe kommt und mich provoziert, so dass ich ihn (...) töten könnte." Die Worte "schwarzer Bastard" begleitete Neeson nach Angaben der Interviewerin mit einer Geste für Anführungszeichen.

Hintergrund des The Independent-Interviews war der neue Neeson-Film "Cold Pursuit" (deutscher Titel: "Hard Powder"). In diesem Film startet ein Vater (Liam Neeson) einen Rachefeldzug nach der Ermordung seines Sohnes. Der norwegische Regisseur Hans Petter Moland hat dieses US-Remake seines eigenen Actiondramas "Einer nach dem Anderen" gedreht, das 2014 im Wettbewerb der Berlinale lief.

Liam Neeson weist die Vorwürfe zurück: "Ich bin kein Rassist"

Am Dienstag wies Neeson in einer TV-Sendung die Vorwürfe zurück. Er habe kein rassistisches Verhalten gezeigt, als er vor fast 40 Jahren Rache für eine Freundin nehmen wollte. "Ich bin kein Rassist", sagte Neeson ("Schindlers Liste") im US-Frühstücksfernsehen "Good Morning America" des Senders ABC. Er habe sich damals Hilfe gesucht, habe mit einem katholischen Priester gesprochen, so Neeson nun im ABC-Interview. Über sein Verhalten sagte er: "Es schockte mich und es verletzte mich."

Manche Nutzer der sozialen Netzwerke hatten Neeson Rassismus vorgeworfen, andere verwiesen darauf, dass er sich für sein früheres Verhalten bereits in dem ursprünglichen Interview entschuldigt habe. (dpa)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.