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Corona-Impfung
05.05.2021

Zu viele Dosen bleiben übrig: Ärztin verimpft AstraZeneca vor Supermarkt

Weil sie oft mit ihren Patienten diskutieren muss, verimpft eine Ärztin Astrazeneca jetzt an einem Supermarkt.
Foto: Robert Michael, dpa

Weil sich in ihrer Praxis viele Patienten nicht mit Astrazeneca impfen lassen wollen, verimpft eine Ärztin übrigbleibende Dosen jetzt auf einem Supermarkt-Parkplatz.

Einer Pforzheimer Ärztin reicht es jetzt. Sie muss mit ihren Patienten endlos diskutieren, damit die den Impfstoff Astrazeneca akzeptieren. Jetzt verimpft sie die Dosen, die in ihrer Praxis niemand haben wollte - ohne Termin und vor einem Supermarkt.

Mit einer ungewöhnlichen Impfaktion auf einem Supermarkt-Parkplatz will eine Pforzheimer Ärztin am Mittwoch (14 Uhr) alle Dosen des Vakzins Astrazeneca verimpfen, für die sie in ihrer Sprechstunde zuvor keine Abnehmer fand. Das Misstrauen vieler Patienten gegen den höchst wirksamen Impfstoff sei leider groß, sagte die Medizinerin Nicola Buhlinger-Göpfarth. Der Zeitaufwand für die Gespräche mit den Impfberechtigten auf ihrer Warteliste sei enorm und kaum zu rechtfertigen. 

Ärztin aus Pforzheim impft AstraZeneca vor Supermarkt: Wer will, wird ohne Termin geimpft

"Wir diskutieren uns mit den Patienten dumm und dusselig", hatte sie moniert. "Wir wissen genau, dass es hundert andere gibt, die sich damit gerne impfen lassen wollen." Die Debatte um das Vakzin sei eine Luxusdebatte. Sie will am Mittwoch rund 250 bei ihr liegen gebliebene Astrazeneca-Dosen verimpfen. Zwei Kolleginnen hätten sich ihr angeschlossen. Ihren Worten zufolge ist es die erste Aktion dieser Art im Südwesten.

Auf dem Parkplatz in Pforzheim sollen nun alle, die sich impfen lassen wollen, auch ohne Termin drankommen. Voraussetzung ist, dass die Menschen impfberechtigt sind und, sofern sie unter 60 sind, ausdrücklich mit der Astrazeneca-Impfung einverstanden sind. Dieser Impfstoff wird in Deutschland nur für Menschen ab 60 empfohlen. Astrazeneca war trotz seiner hohen Wirksamkeit wegen selten auftretender Blutgerinnsel im Zusammenhang mit der Impfung in Verruf geraten. (dpa)

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