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Corona-Impfung für Schwangere
10.09.2021

Stiko empfiehlt Corona-Impfung auch für Schwangere und Stillende

Schwangere Frauen können sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Nun gibt es auch eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission.
Foto: Caroline Seidel/dpa

Die Ständige Impfkommission in Deutschland empfiehlt die Corona-Impfung nun auch für Schwangere. Das teilte die Stiko jetzt mit. Zudem gibt es eine weitere Empfehlung.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) spricht sich dafür aus, auch bisher ungeimpfte Schwangere und Stillende gegen das Coronavirus zu impfen. Für Schwangere gelte die Empfehlung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, teilte die Stiko am Freitagvormittag mit.

Stiko empfiehlt Corona-Impfung für Schwangere und Stillende

Lange hatte die Ständige Impfkommission daran festgehalten, werdende Mütter und stillende Mütter nicht gegen das Coronavirus zu impfen, da die Datenlage noch nicht ausreichend gewesen sei. Immer wieder haben führende Geburtsmedizinern in Deutschland darauf gedrängt, die Corona-Impfung auch für Schwangere und Stillende freizugeben. Doch die Stiko zögerte bis zuletzt. Nach eingehender Beratung gibt es nun eine neue Bewertung.

Demnach spricht sich die Impfkommission nun für eine Impfung ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel sowie von nicht oder unvollständig geimpften Stillenden mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs aus. Das geht aus einem neuen Beschlussentwurf hervor. Zu den mRNA-Impfstoffen gehören das Vakzin von Biontech/Pfizer sowie das Präparat von Moderna.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: "Auch schwangere und stillende Frauen haben nun eine klare Empfehlung zur Impfung. Das bedeutet nach vielen Monaten mit vielen offenen Fragen nun endlich wissenschaftlich begründete Gewissheit." Er wandte sich mit einem dringenden Appell an schwangere und stillende Frauen: "Fragen Sie Ihren Arzt. Lassen Sie sich impfen. Sie schützen sich und Ihr Kind."

Ständige Impfkommission empfiehlt Corona-Impfung auch für alle im gebärfähigen Alter

Außerdem empfiehlt die Ständige Impfkommission ausdrücklich auch allen noch nicht oder unvollständig Geimpften im gebärfähigen Alter die Impfung gegen Covid-19, damit bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft ein Schutz vor dieser Erkrankung besteht. Die Empfehlung basiert auf einer systematischen Aufarbeitung der in den letzten Wochen verfügbar gewordenen Daten zum Risiko von schweren Covid-19-Verläufen in der Schwangerschaft. Zudem wurden Daten erhoben zur Effektivität und Sicherheit einer Covid-19-Impfung bei Schwangeren und Stillenden.

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Der Beschlussentwurf mit ausführlicher wissenschaftlicher Begründung ist in das vorgeschriebene Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und den beteiligten Fachkreisen gegangen. Die endgültige Empfehlung der Stiko für eine Impfung in der Schwangerschaft sowie bei Stillenden erscheint nach Abschluss des Stellungnahmeverfahrens und nachfolgender erneuter Beratung der Stiko. Änderungen der Empfehlung sind daher bis zu diesem Zeitpunkt möglich. (AZ/dpa)

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10.09.2021

Das Kind - Einzahl.
Richtig, keine Notfallzulassungen, aber die Impfmittel sind nicht vollkommen ausgetestet.
Also bitte nicht in Absolutpositionen verfallen, sonst bringt die ganze Kommentarfunktion wenig.

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10.09.2021

Wieviel Impfungen wurden weltweit zwischenzeitlich verabreicht? Gab es deswegen irgendwo ein Massensterben? Oder eine Flut von Missbildungen?
Deshalb gab es ja auch lange keine Empfehlung, weil die Datenlage noch zu dünn war. Und jetzt auch nicht für die ersten 3 Monate. Und für die ersten kritischen 3 Monate wird es vermutlich nie eine Empfehlung geben. Egal welcher Impfstoff, gegen was.
Wen eine Empfehlung vorliegt, dann heisst es auch erst Recht nicht Pech gehabt. Das stimmt eben so nicht.
Ein Restrisiko bleibt bestehen. Das Restrisiko gibt es aber auch bei einer Covid19 Erkrankung. Spätestens bei einer Behandlung auf Intensiv dürfte sich das auch nicht gut auf den Embryo auswirken. Dann heisst es definitiv Pech gehabt. 8der wollen sie dann den Hersteller verklagen oder beim Staat wegen einer nicht durchgeführten Impfung als Impfschaden anerkannt werdenden? Ein Restrisiko besteht auch wenn man in ein Auto steigt.
So eine Panik mache wegen fehlenden jahrelangen Erfahrungen. Aspirin ist seit Jahrzehnten erprobt. Trotzdem sterben jährlich 3000 Menschen an der Einnahme. Bei Covid19 und dessen Folgen hat man auch keine jahrelangen Erfahrungen.
Egal was man macht. Es hat alles sein Risiko. Es sollte jeder selber abwägen. Eine Behauptung, dass wenn irgendwas wegen der Impfung passieren sollte,man einfach Pech hat, ist schlicht falsch. Und beeinflusst Leute Entscheidungen aufgrund falscher Fakten zu treffen.

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10.09.2021

Wenn das Kind behindert zur Welt kommt was dann? Pech gehabt weil alles unterschrieben wurde vor der Impfung?

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10.09.2021

In der EU sind die Impfungen keine Notfallzulassungen. Somit ist der Hersteller nicht aus dem Schneider.
Zudem nicht jede Behinderung eines Säuglings kommt von Impfungen, Arzneien, Alkohol oder sonstigen Drogen.
Aber sehe schon, wenn jetzt irgendwo eine Geimpfte ein behindertes Kind bekommt, dann war da ganz sicher die Impfung Schuld.so wie wenn ein 102- jähriger 3 Monate nach der Impfung gestorben ist, es ja an der Impfung oder der Hebamme lang. Ich behaupte mal, dass jede die unheimpft mit Covid19 erkrankt war, die ein behindertes Kind bekommt, es bekommt weil sie nicht geimpft war. Beweisen sie mir mal das Gegenteil.

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