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Corona-Pandemie
09.11.2020

China sieht deutsche Schweinshaxe als Grund für neuen Corona-Fall

China hat eine aus Deutschland importierte Schweinshaxe als Auslöser für einen neuen Corona-Fall ausgemacht.
Foto: Tobias Hase, dpa (Symbol)

Ein chinesischer Arbeiter hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Staatliche Medien berichten, er habe sich an einer aus Deutschland importierten Schweinshaxe angesteckt.

China hat eine aus Deutschland importierte Schweinshaxe als Auslöser für einen neuen Corona-Fall ausgemacht. Wie staatliche Medien berichteten, habe sich in der ostchinesischen Stadt ein Arbeiter in einem Kühlhaus infiziert. Tests hätten danach ergeben, dass Virus-Spuren an der Verpackung einer gefrorenen Schweinshaxe entdeckt worden seien, die zunächst aus Bremen nach Tianjin importiert und von dort weiter in die Stadt Dezhou gesendet worden sei. 

Corona-Ausbruch in China: Tianjin ist im "Kriegsmodus"

Acht Menschen, mit denen der Arbeiter zuvor engen Kontakte hatte, wurden laut der staatlichen Zeitung Global Times vorsorglich unter Quarantäne gestellt. Tianjin sei zudem in den "Kriegsmodus" übergegangen, womit in der Regel gemeint ist, dass strenge Kontrollen greifen. 

Seit Monaten gibt es in China der Regierung zufolge kaum noch neue Infektionen, so dass sich das Leben und die Wirtschaftstätigkeit wieder normalisieren. Zwar gelten große Teile des Landes als "corona-frei", allerdings kommt es immer wieder zu kleineren lokalen Ausbrüchen, die mit strengen Maßnahmen wie Lockdowns und Massentests bekämpft werden. China hat schon mehrfach gefrorene Lebensmittel oder deren Verpackungen, die aus dem Ausland importiert wurden, für Infektionen verantwortlich gemacht.

Landwirtschaftsministerium sieht Schweinshaxe nicht als Corona-Überträger

Ein Sprecher von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sagte: "Nach jetzigem Kenntnisstand ist also eine deutsche Schweinshaxe als Grund für einen Coronafall in China unwahrscheinlich." Er verwies auf Erkenntnisse des Bundesinstituts für Risikobewertung, wonach keine Infektionen mit dem Corona-Virus über den Verzehr von Fleisch oder den Kontakt mit Oberflächen bekannt seien. China hatte am 12. September einen Importstopp für Schweinefleisch aus Deutschland beschlossen, allerdings im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest. (dpa)

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