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DSDS-Finale
10.05.2009

Entscheidung für Daniel nach "Telefonkrieg" der Fans

Foto: CB/mw

Das DSDS-Finale - der Ausgang war so knapp wie zuletzt Annemaries Outfits. Der Mädchenschwarm mit dem Welpencharme hatte am Ende knapp die Stimmbänder vorn.

Das Finale - der Ausgang war so knapp wie zuletzt Annemaries Outfits. Am Ende darf sich Daniel Schumacher Superstar 2009 nennen. Der Mädchenschwarm mit dem Welpencharme und der von Seal höchstpersönlich attestierten einzigartigen Stimme.

Nichts weniger als die "größte, spannendste, emotionalste Show, die das deutsche Fernsehen zu bieten hat", hatte Moderator Marco Schreyl zu Beginn des Finalmarathons versprochen. Und ja, es war herzzerreisend. Überall flossen die Tränen, ob bei Sarah, Daniel, deren Familien oder den Juroren.

Und alle hatten sich am Ende furchtbar lieb.Die beiden Finalisten wandelten gar nur noch händchenhaltend über die Bühne. Da hätte Marco Schreyl gar nicht dreimal betonen müssen, wie "total gern" sich die beiden doch haben.

Passend zum Friede-Freude-Eierkuchen-Motto übte sich selbst die Jury, diesmal in Unschuldsweiß gewandet, den Abend über in kollektiver Bauchpinselei. Keine markigen Sprüche von Dieter Bohlen, keine Ätzereien. Eben keine Annemarie mehr.

Dabei war das Finale rein gesanglich betrachtet ein hochkarätiges. Mit "A Natural Woman" und "I will always love you" warf Balladenkönigin Sarah ihren Hut in den Ring. Die Jury bedachte ihre Darbietungen folglich mit Begeisterungsstürmen. Poptitan Bohlen attestierte ihr wohl nicht ganz ohne Neid ein eingebautes Navi in der Stimme, Volker war wahlweise ganz "getoucht" oder "geflasht". Und Nina? Tja, Nina fand sowieso alles gaaanz super.

Ähnliche Reaktionen gab es auch für Stimmwunder Daniel. Auch wenn der mit "Soulmate" von Natasha Bedingfield kein glückliches Händchen bei der Songauswahl bewiesen hatte. Trotzdem fand's Nina absolut toll, Volker war begeistert. Nur der Dieter bemerkte kurz, dass dem Daniel hörbar "ganz schön der Stift ging."

Trotzdem verpasste es Daniel im Anschluss nicht, seine Fans persönlich auf die richtige Telefonnummer aufmerksam zu machen. Nach der Panne im Halbfinale wollte er dann doch auf Nummer sicher gehen. Und mit seiner sensationellen Interpretation von "Ain't no Sunshine" legte er einen entscheidenden Grundstein für seinen Sieg.

Doch lange Zeit stand der auf Messers Schneide. Den Wahlabend über lieferten sich die Fans von Sarah und Daniel einen wahren Telefonkrieg. So knapp war zuletzt das amerikanische Präsidentenrennen zwischen George W. Bush und Al Gore. Minuten vor der Entscheidung lagen beide noch gleichauf. "Wir lügen nicht. Das ist notariell beglaubigt", beteuerte Marco Schreyl.

Am Ende siegte Daniel mit hauchdünnem Vorsprung und 50,47 Prozent. Was letztlich den Ausschlag für den 22-Jährigen gab? Seine sinnlichen Lippen, seine blauen Welpenaugen? Seine Interpretation des von Dieter Bohlen höchst selbst komponierten Siegersongs "Anything but love" war es wahrscheinlich nicht. Ein Song, der einem irgendwie ziemlich bekannt vorkam. Und der Daniels unglaubliche Stimme in Höhen zwang, die zuletzt Thomas Anders erklomm.

Bleibt zu hoffen, dass sich der neue Superstar vom Bohlen-Einerlei lösen kann. Sonst bleibt der Ausflug auf die Showbühne vielleicht nur die "Zeit seines Lebens", die seine Top-Ten-Kollegen bei ihrer Gesangseinlage beschworen.

Und die haben bei DSDS tatsächlich etwas gelernt. Holger wie man schwimmt und Annemarie wie man sich auszieht und in die Zeitung kommt. Von "everybodys Arschloch" Annemarie kann sich "everybodys Darling" Daniel noch eine ganze Menge abschauen.

Muss er wohl auch. Oder haben Sie in letzter Zeit was von Alexander Klaws, Tobias Regner, Elli Erl oder Thomas Godoj gehört?

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