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28.10.2014

Darum feiern die Deutschen so gerne Halloween

Halloween hat es leicht in Deutschland. Immer mehr Menschen feiern den Brauch am 31. Oktober. Kein Wunder, meint eine Trendforscherin.
Bild: Andrea Warnecke (dpa)

Halloween hat es leicht in Deutschland. Immer mehr Menschen feiern den Brauch am 31. Oktober. Kein Wunder, meint eine Trendforscherin.

Süßes oder Saures - mit diesem Spruch gehen inzwischen auch in Deutschland viele Kinder an Halloween am 31. Oktober von Tür zur Tür. Der Brauch scheint sich rasch in Deutschland etabliert zu haben. Finden in Zukunft auch Bräuche aus anderen Ländern einen Platz in der deutschen Feiertagskultur? Die Nachrichtenagentur dpa hat bei Trend- und Zukunftsforscherin Cornelia Kelber vom Zukunftsinstitut in Frankfurt nachgefragt.

Frage: Frau Kelber, ist Halloween ein Trend?

Antwort: Halloween steht im engen Zusammenhang mit einem Megatrend, der Globalisierung. Durch Internet und digitale Revolution wird auch die kulturelle Globalisierung verstärkt.

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Frage: Warum hat sich Halloween in Deutschland so schnell etabliert?

Antwort: In Deutschland hat es Halloween so einfach, weil es zum einen auf den bestehenden Feiertag Allerheiligen aufsetzen kann, zum anderen, weil die deutsche Popkultur traditionell sehr stark von den Vereinigten Staaten beeinflusst wird.

Frage: Könnten auch Feiertage anderer Kulturen in abgewandelter Form bei uns einen Platz finden?

Antwort: Ja, bestes Beispiel ist das indische Holi-Fest. Es handelt sich dabei eigentlich um ein Frühlingsfest in Indien, bei dem man sich mit buntem Farbpulver bewirft. Eine abgewandelte Form davon wurde 2012 das erste Mal in Berlin gefeiert. Es ist typisch für Feiertage, die aus anderen Kulturen importiert wurden, dass sie säkularisiert und kommerzialisiert werden.

Zur Person: Cornelia Kelber (Jahrgang 1982) arbeitet seit November 2010 als Redakteurin beim Zukunftsinstitut in Frankfurt. Zuvor hat sie Germanistik und Kommunikationswissenschaft studiert und als Journalistin für Tageszeitungen und überregionale Zeitschriften gearbeitet.  dpa

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