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Eurovision Song Contest

20.05.2015

Das sind die ersten zehn Finalisten beim ESC 2015

Unter den erfolgreichen Startern  war auch Russlands Sängerin Polina Gagarina, deren Lied »A Million Voices» vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts wegen der Friedensbotschaft kritisiert wird.
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Unter den erfolgreichen Startern  war auch Russlands Sängerin Polina Gagarina, deren Lied »A Million Voices» vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts wegen der Friedensbotschaft kritisiert wird.
Bild: Dieter Nagl, afp

Raus mit den Punks, rein mit den großen Balladen und den schönen Frauen: Beim Eurovision Song Contest (ESC) hat das erste Halbfinale zumindest eine Überraschung gebracht.

Ein Festival an Show-Effekten und eine kräftige Spur Skurrilität neben viel Gesang: Der sechzigste Eurovision Song Contest hat begonnen. Im ersten Halbfinale am Dienstagabend qualifizierten sich in der Wiener Stadthalle zehn Länder für das Finale am Samstagabend.

Unter den erfolgreichen Startern  war auch Russlands Sängerin Polina Gagarina, deren Lied "A Million Voices" vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts wegen der Friedensbotschaft kritisiert wird.

Neben Russland schafften auch Albanien, Armenien, Rumänien, Ungarn, Griechenland, Estland, Georgien, Serbien und Belgien den Finaleinzug. Diese Länder gehören nun zu den Konkurrenten für Deutschlands Starterin Ann Sophie, die mit "Black Smoke" antritt. Der Sängerin werden bislang allerdings nur Außenseiterchancen eingeräumt.

Nina Sublatti aus Georgien schaffte den Einzug ins Finale.
Bild: Dieter Nagl, afp

Überraschend nicht ins Finale schaffte es die mit geistig behinderten Musikern besetzte finnische Punkband Pertti Kurikan Nimipäivät. Die aus drei Männern mit dem Down-Syndrom und einem Autisten bestehende Gruppe zeigte mit einer Dauer von nur eineinhalb Minuten das kürzeste Lied der ESC-Geschichte - üblich sind drei Minuten. Doch mit der harten Punkrocknummer fanden die Finnen bei der Zuschauerabstimmung nicht genügend Unterstützung.

Im ersten Halbfinale setzten die Künstler für den ESC überraschend wenig Pyrotechnik ein, Feuerfontänen blieben die Ausnahme. Dafür gab es ausgefeilte Lichtinstallationen. Besonders Ungarns Sängerin Boglárka Csemer begleitete ihr von einer Friedensbotschaft getragenes "Wars for Nothing" mit vielen auf eine Leinwand projizierten Bildern.

Im Gegensatz zu der  ungarischen Starterin sorgte die russische Starterin mit ihrem ebenfalls auf Frieden zielenden Lied im Vorfeld für Empörung. Den Kritikern gilt das ohne Vorentscheid vom russischen Fernsehen bestimmte Lied vor dem Hintergrund der Situation in der Ukraine als verlogen. So singt Polina Gagarina davon, für Frieden und Heilung zu beten, "wir glauben an einen Traum." Die Ukraine selbst verzichtete in diesem Jahr wegen der instabilen politischen Situation auf einen eigenen ESC-Kandidaten. 

Polina Gagarina sang für Russland stimm- und bildgewaltig über Frieden - was Kritiker angesichts des Ukraine-Konflikts ein wenig verlogen fanden.
Bild: Dieter Nagl

Donnerstag zweites Halbfinale beim ESC 2015

Die Show zum ersten Halbfinale wurde von Vorjahressiegerin Conchita Wurst mit ihrem Siegerlied "Rise like a Phoenix" eröffnet. Die Sängerin hatte vergangenes Jahr erst den zweiten ESC-Sieg Österreichs nach Udo Jürgens im Jahr 1966 errungen. Die vollbärtige Diva bekam in der Übertragung außerdem die Aufgabe, die Künstler zu interviewen - auch im Finale am Samstag wird sie wieder dabei sein.

Am Donnerstag findet ein zweites Halbfinale statt. Danach steht fest, welche 27 Länder das Finale am kommenden Samstag bestreiten. Gesetzt sind die fünf großen Geldgeber des Wettbewerbs, Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und England sowie das Gastgeberland Österreich. Auch Australien wird in der Endrunde vertreten sein. Das Land erhielt wegen seiner jahrelangen Leidenschaft für den ESC im Jubiläumsjahr des Wettbewerbs eine Wildcard. Ihrem Starter Guy Sebastian werden sogar gute Chancen auf den Sieg zugerechnet.

Elhaida Dani wird beim ESC-Finale Albanien vertreten.
Bild: Georg Hochmuth, dpa

Aus Deutschland darf beim zweiten Halbfinale mitgestimmt werden. afp

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