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#unfollowme

09.11.2018

Das steckt hinter der Aktion #unfollowme

Sido unterstützt die Aktion von "Laut gegen Nazis" mit dem Hashtag #unfollowme.
Bild: Britta Pedersen, dpa

Prominente wie Smudo und Sido wollen mit dem Hashtag #unfollowme ein Zeichen gegen Rechts setzen. Wie die Aktion abläuft und wer sie unterstützt.

Musiker wie Sido oder Smudo wollen mit dem Hashtag #unfollowme ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen. Sie fordern Follower mit rassistischem Gedankengut dazu auf, ihnen nicht mehr in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Co. zu folgen. Die Aktion soll am Freitag starten.

Schauspieler, Musiker, Sportler, Influencer und Organisationen unterstützten sie, hieß es in einer Pressemitteilung der Organisation "Laut gegen Nazis", darunter auch TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf, Sänger Johannes Oerding und der Vereinspräsident des FC St. Pauli, Oke Göttlich.

Die Hamburger Organisation  "Laut gegen Nazis" hat sich bereits 2004 gegründet. "Sie stellt sich dem wachsenden Rechtsextremismus aktiv entgegen", heißt es auf ihrer Homepage. Auf der Seite unfollowme.org können Nutzer ein Bild machen, das dann verwischt wird und mit einem #unfollowme-Filter versehen wird.

#unfollowme: Jeder kann mitmachen, nicht nur Prominente

"In Zeiten, in denen die Followerzahl für Influencer und Celebrities DIE Währung für Erfolg ist, setzt #unfollowme ein klares Zeichen", erklärte Jörn Menge von "Laut gegen Nazis". "Denn Follower zu verlieren heißt auch, Erfolg einzubüßen. Und genau das macht die Botschaft umso stärker, die unsere Unterstützer mit ihrer Teilnahme senden." Bei #unfollowme könne jeder mitmachen, der in sozialen Netzwerken aktiv sei. "Das Ganze ist total einfach - aber effektiv, wenn sich viele beteiligen", betonte Menge. 

Was Smudo, Mitglied der Fantastischen Vier, dazu veranlasste: "Die Zukunft hat den Nachteil, dass sie unbekannt ist und daher hervorragend geeignet, Angst zu erzeugen", erklärte er. "In der Gegenwart gibt es aber immer Populisten, die die Besorgten mobilisieren." In digitalen Zeiten sei das besser möglich als früher. "Das Ergebnis ist ein Trend zu verbaler Gewalt, die tätlicher Gewalt vorausgeht. Das darf nicht passieren." (mit dpa)

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