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Weltcocktail-Tag

13.05.2018

Die Geschichte der bunten Drinks

Typisch Cocktail: Der Mint Julep mit Bourbon schmeckt gut und ist hübsch anzusehen.
Bild:  Simone A. Mayer, dpa

Am Sonntag ist nicht nur Muttertag, sondern auch Weltcocktail-Tag. Die Mixgetränke haben eine lange Geschichte. Was sie mit einem Hahnenschwanz zu tun haben.

Sex on the Beach oder Bahama Mama – viele Cocktails haben geradezu Kultstatus erreicht. Die Getränke mit den teils sehr ausgefallenen Namen werden weltweit nach dem gleichen, oder zumindest nach sehr ähnlichem Rezept, zubereitet. Kein Wunder also, dass es auch einen Weltcocktailtag gibt, an dem die Getränkemischungen gefeiert werden. Heuer fällt der zufällig mit dem Muttertag zusammen. Wer also die Mama einfach auf einen Drink einlädt, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.

Was Cocktails mit Hähnen zu tun haben

Bis heute ungeklärt ist allerdings, wie der Begriff Cocktail entstand. Die wörtliche Übersetzung des englischen Begriffs lautet "Hahnenschwanz". Manche sehen darin einen Hinweis auf die in der Vergangenheit verbreitete Tradition der Hahnenkämpfe, bei denen der Besitzer des Gewinnertiers den Schwanz des Verlierers als Trophäe erhielt. Und bei der Gelegenheit wurden auch Drinks gereicht.

Andere Quellen erklären den Namen mit den Cocktails, die aus übereinander gegossenen bunten Likören bestehen. Ähnlich wie bei einem Latte Macchiato können dabei stabile Schichten entstehen, die an die Schwanzfedern eines Hahns erinnern.

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Eine weitere Möglichkeit, die nur entfernt mit den gefiederten Tieren zu tun hat, sucht den Ursprung des Begriffs Cocktail in dem französischen Wort für Eierbecher: Coquetier. Aus einem solchen wurden die Drinks angeblich getrunken.

Mit den quietschbunten und zuckersüßen Getränken, an die bei dem Wort Cocktail heutzutage viele denken, haben die ursprünglichen Cocktails wohl wenig gemeinsam. Statt bunten Säften mischten die Barkeeper früher meist diverse Bitter zu den Spirituosen.

Zumindest wenn man nach frühen überlieferten Cocktailrezepten geht. Etwa aus dem Buch des amerikanischen Barkeepers Jerry Thomas, der Mitte des 19. Jahrhunderts das legendär gewordene und heute noch erhältliche How to Mix Drinks, or the Bon Vivant’s Companion veröffentlichte.

Schon die Zeitgenossen Kaiserin Sissis tranken Martini

Etwa zu dieser Zeit begann so etwas wie die erste goldene Ära dieser Mixgetränke. Viele der heute noch bekannten Kult-Cocktails entstanden noch in diesem Jahrhundert. Der bislang älteste bekannte Nachweis von James Bonds Lieblingsgetränk Martini etwa stammt beispielsweise aus den 1880er Jahren.

Und gerade der Martini, bestehend aus Gin, Wermut und einer Olive, serviert in einem kegelförmigen Glas mit Stiel, ist zu einem Sinnbild seiner Getränkegattung geworden. Das typische Kelchglas findet sich in den Logos vieler Cocktailbars.

In den vergangenen Jahren erlebte der Martini eine Renaissance. Schließlich enthält er Gin, der auch diesen Sommer noch unangefochten auf Platz 1 der alkoholischen Trendgetränke liegt.

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