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DHDL-Staffelstart

04.09.2019

"Die Höhle der Löwen" 2019 Folge 1: Jury holt Gründer nach Absage zurück

Gründer Rubin Lind überzeugte mit seinem Produkt - lehnte das Angebot zweier Löwen zunächst aber ab. Die kämpften um einen Deal und griffen zu ungewöhnlichen Mitteln.
Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Folge 1 von "Die Höhle der Löwen" 2019 wurde am Dienstag auf Vox ausgestrahlt. Ein Gründer konnte so sehr überzeugen, dass die "Löwen" ein "Nein" nicht akzeptierten.

"Die Höhle der Löwen": Die Gründershow von Vox zeigt seit ab Anfang September immer dienstags innovative Produkte und deren Erfinder. In der ersten Folge mussten sich die Kandidaten den kritischen Blicken der Investoren stellen. Dabei gab es gleich ein Novum: Die beiden Jury-Mitglieder Carsten Maschmeyer und Georg Kofler kassierten ein "Nein" von einem Gründer - aber wollten es nicht akzeptieren und holten ihn zurück.

 Außerdem gab es ein Wiedersehen mit Karl-Heinz Bilz, der mit seiner "AbflussFee" in der 3. Staffel von "Die Höhle der Löwen" bekannt wurde. Hier erfahren Sie, welche Gründer die Investoren überzeugen konnten.

"Die Höhle der Löwen": Das sind die Produkte der ersten Folge

PAUDAR: Deniz Schöne und Johannes Schmidt aus Düsseldorf stellen ihr Produkt PAUDAR vor."Eine Grundnervosität ist vorhanden, aber wir gehen auch mit richtig viel Lust darein", so Johannes Schmidt vor dem Gang in Die Höhle der Löwen.  Anbraten ohne Fettspritzer und nahezu fettfrei – das kann PAUDAR Bratpulver. Das pflanzliche Bratfett in Pulverform ist leicht dosierbar und minimiert den Fetteinsatz beim Braten auf ein Minimum. Damit soll laut den Düsseldorfer Gründern weniger Fett in der Pfanne und auf den Hüften landen. Eineinhalb Jahre Entwicklungsarbeit stecken in dem Produkt.

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Um sich auch im Massenmarkt zu etablieren zu können, erhoffen sich die beiden Gründer von den Löwen 125.000 Euro für 12,5 Prozent Unternehmensanteile. Nach einem Geschmackstest sind vier von fünf Investoren begeistert und konkurrieren um einen Deal. Am Ende macht Ralf Dümmel den Deal mit den Gründern. Er bietet den beiden 200.000 Euro für 20 Prozent Unternehmensanteile.

Wheelblades: Patrick Mayer (40) aus Maienfeld (Schweiz) stellt sein Start-up vor. Der begeisterte Wintersportler hatte mit 21 Jahren einen schweren Snowboard-Unfall und ist seitdem auf einen Rollstuhl und Gehhilfen angewiesen. Im ersten Moment sei für ihn eine Welt zusammengeborchen. "Ich war sechs Monate im Krankenhaus und musste mein Leben von Grund neu erlernen", blickt der Schweizer zurück. Aber seine Lebensfreude hat er sich erhalten – er ist nach wie vor sportbegeistert und ein leidenschaftlicher Landschaftsfotograf. Um anderen Menschen mit Bewegungseinschränkungen ein Stück Unabhängigkeit wiederzugeben, erfand Patrick Mayer seine Wheelblades. Das sind speziell angefertigte Kufen, die unter die Vorderräder eines Rollstuhls gesteckt werden und das Einsacken im Schnee verhindern sollen. Darüber hinaus können die Wheelblades auch bei einem Kinderwagen oder einem Rollator zum Einsatz kommen.

Sein zweites Produkt ist der "SafetyFoot" – ein Aufsatz für Gehhilfen. Er verhindert das Einsinken, ist stabil und rutschfest und leicht zu montieren. Er soll auch auf Untergründen wie Schnee, Sand oder auf Feld- und Wanderwegen Sicherheit und Halt geben. Werden die "Löwen" die benötigten 100.000 Euro investieren? Für den 40-Jährigen würde ein Traum wahr werden: "Ich habe so viel in meine Firma investiert und mit diesem Deal könnte ich einen deutlichen Schritt nach vorne machen." Auch wenn die Löwen von Patrick Mayer beeindruckt sind, will keiner in das Geschäft mit dem Nischenprodukten einsteigen.

Temporäre Tattoos und Lern-App: Die Produkte in Folge 1 von DHDL

JAGUA for YOU: Janet Carstensen (37) aus Hamburg möchte frischen Wind in die Tattoo-Branche bringen. "Mein Produkt besteht nur aus natürlichen Inhaltsstoffen und ist eine Weltneuheit. Seit Jahrhunderten gibt es das schon, aber wir haben es jetzt endlich entdeckt", erklärt die Gründerin. Das spezielle Hautgel wird aus dem Saft der südamerikanischen Frucht Genipapo Americana gewonnen und damit kann sich jeder ein echt aussehendes, temporäres Tattoo auf die Haut zeichnen lassen. Sie halten bis zu zwei Wochen, sind kinderlicht aufzutragen, lassen sich zu einhundert Prozent ohne Rückstände wieder entfernen und bringen keinerlei Nebenwirkungen mit sich. "Man kann sich alle 14 Tage etwas Neues malen und sein zukünftiges Tattoo vorher testen, bis man sich endgültig entscheidet. Und das alles absolut schmerzfrei", erläutert Janet Carstensen den Löwen. Die studierte Betriebswirtin präsentiert den Löwen ihr Produkt am eigenen Körper: "Ich bin ein Fan der ersten Staffel und deshalb habe ich mir eure Gesichter tätowiert."

Das hinterlässt großen Eindruck bei den Investoren, aber kann sie auch mit dem Produkt überzeugen? Um ihre 'One-Woman-Show‘ auszubauen benötigt Janet Carstensen von den Löwen 150.000 Euro und bietet dafür für 15 Prozent ihrer Firma. Jutih Williams und Nils Glagau bieten sich der Hamburgerin als Team an. Sie wollen zusammen 30 Prozent ihrer Firma und zahlen Carstensen 150.000 Euro.

Sphery : Zu dritt sind die Gründer von Sphery zum Pitch aus Zürich angereist. "Wir sind eine sehr innovative Firma und dazu haben wir auch ein sehr innovatives Produkt in einem wachsenden Markt", sagt Stephan Niedecken (37) von Sphery. Sein Partner Heiko Roth ergänzt, dass sie mit ihrem Produkt zwei der attraktivsten Freizeitbeschäftigungen kombinieren: Gaming und Fitness. Die Dritte im Bunde, Anna Martin-Niedecken (34), hat das Projekt Sphery ins Leben gerufen und in diesem Themenfeld sogar promoviert: "Da ich einen beruflichen Hintergrund in der Sportwissenschaft habe und das Glück habe, seit sieben Jahren in dem Bereich Game-Design und Game-Research arbeiten zu dürfen, war es unweigerlich, dass sich diese beiden Themengebiete treffen mussten."

Bei Sphery handelt es sich um ein zertifiziertes Fitnessgerät. Zusammen mit der Software namens "ExerCube" ergibt es ganzheitliches Körper- und Gehirntraining. Der Spieler muss also mit vollem Körpereinsatz diverse Computerspiele meistern. Die drei Gründer benötigen 500.000 Euro und bieten dafür 10 Prozent ihrer Firmenanteile. Die Löwen beißen jedoch nicht an. Die Gründer gehen mit leeren Händen nach Hause.

DHDL 2019: Maschmeyer und Kofler zocken in Folge 1 um ein Produkt

Skills4School: Rubin Lind aus Hamm sagt, dass das Handy kein Killer für gute Noten sein muss. Mit seiner Skills4School Lern-App kann das Smartphone sogar beim Lernen helfen. Der Gründer entwickelte bereits im Alter von 17 Jahren die App, die Lehrer und Schüler online miteinander verbindet. Schüler können sich ganz einfach die App runterladen und passend zum Lehrplan alle Inhalte interaktiv lernen und permanent ihren Lernfortschritt sehen. Auch Lehrer können zu bestimmten Themenfeldern vorgeschlagene Übungen auswählen und Schüler für das Portal freischalten. Diese können sich dann sowohl individuell als auch gemeinsam auf Klausuren vorbereiten: Ein Lernalgorithmus ermittelt den individuellen Lernfortschritt und passt die Inhalte an, gleichzeitig kann sich die Klasse in der App über Übungen austauschen.

Der nun 19-Jährige ist bereit, 14 Prozent seiner Unternehmensanteile abzugeben und möchte dafür 700.000 Euro von den Investoren. Für alle Investoren ist dieser Prozentsatz zu gering. Carsten Maschmeyer und Georg Kofler sind bereit die 700.000 Euro zu geben, doch dafür möchten sie 28 Prozent. Doch Rubin will nicht über 25 Prozent hinaus gehen, lehnt ab und verlässt das Studio. "Das haben wir noch nie gemacht - holt den Jungen zurück", ruft Maschmeyer. 25,01 Prozent ist das neue Angebot der Löwen. Der 19-Jährige schlägt darauf ein.

Vox strahlt die zweite Folge von "Die Höhle der Löwen" 2019 am Dienstag, den 10. September, um 20.15 Uhr aus. Direkt im Anschluss an die TV-Ausstrahlung sind die neuen Folgen bei TVNOW abrufbar. Außerdem zeigt der Nachrichtensender n-tv freitags um 20.15 Uhr die aktuelle DHDL-Folge als Wiederholung. (AZ)

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